Intel Sapphire Rapids kommt mit DDR5, PCI-E 5.0, HBM2 ab 2022

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Sapphire Rapids kommt mit DDR5, PCIE 5.0, HBM2 ab 2022 (17)
Quelle: Intel

Intel hat einige Details zu Sapphire Rapids bestätigt, der kommenden Server-Architektur. So ist nun klar, dass es DDR5, PCI Express 5.0 und teils HBM2e-Module sowie zwei neue Befehlserweiterungen ab 2022 gibt. Über Details wie die Kernzahlen oder die Größe des Zusatz-Caches schwieg man.

Intel hatte im Rahmen der Supercomputer-Konferenz ISC 2021 weitere Details zu Sapphire Rapids bestätigt, den kommenden Server-Prozessoren. Die werden, wie die Gerüchteküche schon seit einiger Zeit weiß, auf DDR5 und PCI Express 5.0 wechseln. Außerdem wird CXL 1.1 (Compute Express Link) unterstützt. Aber nicht nur im I/O-Teil ändert sich einiges, sondern auch im Compute-Segment: Die nunmehr in 10 nm ++ gefertigten Prozessoren bekommen die Golden-Cove-Kernarchitektur sowie mit AMX (Advanced Matrix Extensions) und DSA (Data Streaming Accelerator) neue Befehlssatzerweiterungen. Wie viele Kerne die Prozessoren haben werden, wurde nicht bestätigt. Hier muss man sich auf die letzten Gerüchte stützen. Die nennen 15 bzw. 20 Kerne pro Modul, woraus sich Prozessoren mit potenziell bis zu 56 und 72 Kernen ergeben.

Schon da wurde über mehr Cache von Form von HBM auf dem Package gemunkelt und das wurde von Intel nun bestätigt. Leider spart sich Intel alle technischen Details hierzu. Auf dem Papier kann HBM2e bis zu 460 GByte/s pro Stack verschieben; ein Stack kann aus bis zu 12 gestapelten Dies mit insgesamt 24 GByte bestehen. Zum Vergleich: Die acht Kanäle mit DDR5-4800 schaffen 38,4 GByte/s pro Kanal - in Summe also 307,2 GByte/s bei höherer Latenz. Interessant ist, dass ein Betrieb ohne DIMM und nur mit HBM möglich wird. Wie groß der zusätzliche Cache auf dem Multi Chip Module sein wird, verrät Intel nicht - es gibt Gerüchte über 64 GiByte. HBM2e ist zwar im normalen Lieferprogramm der Xeons, aber teuer und wird deshalb wohl nicht der Standard für die meisten Systeme sein.

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Sapphire Rapids startet zudem im Tandem mit Ponte Vecchio, dem Datacenter-Beschleuniger, der aus bis zu 47 Tiles bestehenden Xe-Architektur und ebenfalls teurem HBM-Speicher, die unter anderem im Aurora-Supercomputer am Argonne National Lab verwendet werden. Auch der SuperMUC-NG Phase 2 setzt auf die Kombination. Ponte Vecchio lief nun erstmals, so Intel - man will sich hier gegen wie Wettbewerber AMD und Nvidia aufstellen. Apropos Wettbewerb: Mit dem Zukauf von Barefoot Networks stellt man sich auch im Bereich Ethernet breiter auf - zulasten der eigenen Infiniband-Technik.

Lisa Spelman, Corporate Vice President und General Manager Xeon und Memory Group, bestätigte, dass Sapphire Rapids im ersten Quartal 2022 in Produktion geht und im zweiten Quartal 2022 dann in Serie laufen soll. Eine breite Verfügbarkeit wird mit dem ersten Halbjahr 2022 angegeben. Schaut man sich ältere Dokumente an, könnte man das als Verschiebung werten. Da es aber keine konkreten Ankündigungen gab, mag man vielleicht eher von einer Anpassung sprechen. Alte Fahrpläne sahen Sapphire Rapids jedenfalls auch schon 2021 im Vertrieb.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Andreas Software-Overclocker(in)
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Interessant ist, dass ein Betrieb ohne DIMMs möglich sein wird.
        Zitat von Technologie_Texter
        Aber auch nur, weil es hier um Intel geht

        HBM ist übrigens auch RAM!
        Hat niemand gesehen, wenn ich mir die Aufrufzahlen so anschaue.
        Aber prinzipiell, klar. Ich hab das umgebaut. Man muss halt sehen, dass die Storys nicht 4 Stunden Feinschliff kriegen.

        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Abseits dieser marginalen Unschärfe gefällt mir der Artikel sehr gut, komprimiert die wichtigsten Erkenntnisse gekonnt auf knappen Raum.
        Danke. Wir freuen uns, dass er dir gefällt.
      • Von PCGH_Andreas Software-Overclocker(in)
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Interessant ist, dass ein Betrieb ohne DIMMs möglich sein wird.
        Zitat von Technologie_Texter
        Aber auch nur, weil es hier um Intel geht

        HBM ist übrigens auch RAM!
        Hat niemand gesehen, wenn ich mir die Aufrufzahlen so anschaue.
        Aber prinzipiell, klar. Ich hab das umgebaut. Man muss halt sehen, dass die Storys nicht 4 Stunden Feinschliff kriegen.

        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Abseits dieser marginalen Unschärfe gefällt mir der Artikel sehr gut, komprimiert die wichtigsten Erkenntnisse gekonnt auf knappen Raum.
        Danke. Wir freuen uns, dass er dir gefällt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich habe die Veröffentlichung der Bilder als 100 Prozend Koduri bezeichnet, weil der halt als einziger seinen Twitteraccount/sein Ego damit pusht.
        Das Produkt enthält vermutlich exakt 0 Prozent Koduri. Dazu steht er zuweit oben der Hackordnung und kam auch etwas zu spät, um physische Details zu verändern.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Xe-HPC wurde ja zudem deshalb "so detailiert" in Voraus demonstriert um den Anspruch auf die Technologieführerschaft zu unterstreichen und zur Abwechslung mal eindeutig positive Schlagzeilen zu generieren. Bezüglich des Packagings (und zugehörigen Technologien) bleibt zu vermuten, dass hier Intel derzeit tatsächlich führend ist ... was an konkreten Produkten später kommen wird, bleibt abzuwarten.

        Btw, hier etwas wie "100 Prozent made by Koduri" in den Raum zu stellen, würde ich eher vermeiden bei der Komplexität des Produktes zumal da auch bspw. jedem Menge Xeon Phi-Ingenieuere dran beteiligt waren. Werbetechnisch ist es vielleicht gut einem (möglichen) Erfolg ein einzelnes Gesicht zu geben, für eine akkurate Darstellung der tatsächlichen Gegebenheiten muss man jedoch voraussichtlich wesenntlich weiter ausholen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Eigentlich ist Ponte Vecchio eher die Ausnahme, die zudem 100 Prozent made by Koduri ist, während zu Sapphire Rapids ungefähr genauso viel bekannt ist, wie es zu jeder anderen Intel-Server-CPU im Vorraus war.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Abwegig wäre das nicht, denn bei Xe-HPC ist die Konkurrenzsituation etwas "unbestimmter" (weniger kritisch). Beim Server dürfte Intel dagegen schon etwas anders draufschauen und hätte den sicherlich etwas länger unter Verschluss gehalten. Die geleakten Fotos sehen dann auch eher nach echten Leaks aus, die absehbar von ausgegebenen Sampling-Chips stammen; die CPU ist immerhin seit Ende 2020 bei Intels Großkunden im Umlauf.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Der HBM2-only-Betriebsmodus klingt tatsächlich interessant. Für Wald-und-Wiesen-Workloads würde die beträchtlich höhere Speicherbandbreite vermutlich aber keinen übermäßigen Zugewinn bedeuten. Hier könnte ich mir eher vorstellen, dass insbesondere HPC- und AI-Workloads davon (teilweise beträchtlich) profitieren könnten.
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