Samsung beginnt Serienproduktion in 10 nm für Smartphone-SoCs
Samsung hat innerhalb einer Pressemitteilung bekannt gegeben, die Serienproduktion von ersten Chips in 10 nm begonnen zu haben. Genauer betrifft das den 10LPE-Prozess, der später durch 10LPP abgelöst werden soll. Erste "digitale Geräte" mit 10-nm-SoCs sollen bereits Anfang 2017 erscheinen, wobei sich die Verbreitung im Laufe des Jahres verbessern soll.
Nachdem TSMC kürzlich angekündigt hat, in Kürze mit der Serienfertigung von 10-nm-Chips beginnen zu wollen, ist Samsung der Konkurrenz jetzt zuvor gekommen. Im Rahmen einer Pressemitteilung gaben die Südkoreaner bekannt, bereits mit der Massenproduktion der ersten Systems on a Chip begonnen zu haben. Damit sei man der erste Anbieter von 10-nm-Chips, so der Hersteller.
Wie schon in der 14-nm-Generation macht der 10LPE-Prozess (Low Power Early) den Anfang. Entsprechende Produkte in Form von "digitalen Geräten" sollen ab Anfang 2017 den Endkundenmarkt erreichen. Wie schon bei den letzten Prozessen dürften Smartphone mit 10-nm-SoCs gemeint sein. Samsungs Galaxy S8 ist mit hauseigenen Exynos- und Qualcomms Prozessoren Snapdragon-Prozessoren ein heißer Kandidat. Die Vorstellung sollte im Rahmen des MWC Ende Februar stattfinden.
Samsung gibt an, dass der 10LPE-Prozess gegenüber seinem "14-nm-Vorgänger" eine im Mittel um 30 Prozent verringerte Chipfläche erlauben soll. Zudem könne man sich für eine um 27 Prozent höhere Performance oder eine um 40 Prozent verringerte Leistungsaufnahme entscheiden. Vermutlich vergleicht man hier mit dem 14LPE-Prozess. Unter anderem wegen des teuren Triple-Patternings und den zu geringen Vorteilen könnten sich AMD und Nvidia nach 20 nm wieder gegen Chips in 10 nm entscheiden. Globalfoundries wird einen 10-nm-Prozess gar nicht erst anbieten und direkt auf 7 nm springen.
Für das zweite Halbjahr 2017 visiert Samsung derweil die Serienproduktion in 10LPP (Low Power Plus) an, der 10LPE wieder ersetzen dürfte. Smartphones mit entsprechenden Chips könnten folglich Anfang 2018 erscheinen.

Bei der Wahl von " 40 Prozent verringerte Leistungsaufnahme" könnten Sie theoretisch kleinere Akkus in ihre Smartphones packen. Nur um sicher zu gehen, dass diese auch richtig in das Smartphone passen und keinen Kurzschluss verursachen