Rocket Lake: MSI teilt CPU-Z-Screenshot mit Spezifikationen
MSI hat einen CPU-Z-Screenshot mit einer Rocket-Lake-CPU geteilt, bei dem es sich wohl um das Spitzenmodell handelt, dass als Core i9-11900K werden könnte. Man geht davon aus, dass bei diesem Engineering Sample die Taktraten final sind.
Rocket Lake war jüngst bereits durch zwei Benchmarks (Geekbench und Ashes of the Singularity) im Gespräch und die groben technischen Daten hatte Intel ja ohnehin bereits bestätigt, aber von MSI komm nun wohl eher unfreiwillig der CPU-Z-Screenshot zum Topmodell, der voraussichtlich als Core i9-11900K vermarktet wird. Beim Screenshot handelt es sich aber um ein Engineering Sample, was bedeuten kann, dass die Taktraten so nicht im finalen Produkt auftauchen. Man geht aber davon aus, dass 3,4/5,0 GHz final sind.
Aber man kann durchaus schon gut erkennen, wo die Reise hingehen wird. Wie bereits erwartet, spendiert Intel dem mit 8 Kernen und 16 Threads auf "Gamer" zugeschnittene CPU die 125 Watt TDP des 10-Kerners der aktuellen Generation und zudem, hier zwar nicht zu sehen, aber wohl kaum noch anzweifelbar, werden auch die aggressiven PL1-, PL2- und TAU-Werte von Comet Lake übernommen, die hohe Boosts länger erlauben, aber eben auch den Spitzenlastverbrauch steigen lassen. Beim Core i9-10900K sind das 56 Sekunden TAU mit bis zu 250 Watt PL1/2. Der Core i7-10700K hat 229 Watt, der Core i5-10600K 182 Watt. Generell muss man aber auch sagen, dass die Mainboard-Hersteller hier zusätzlich ihre eigene Suppe kochen: Hochwertige und teure Platinen mit ausladender Spannungsversorgung haben ab Werk oft noch großzügigere Boost-Szenarien hinterlegt.
Zudem scheint sich zu bestätigen, dass die 3,4 GHz Basistakt korrekt sind. Manche Systeme hatten 3,5 GHz ausgelesen, was aber auch an einer Rundung bei leicht erhöhtem Bus-Takt liegen kann. Zudem zeigt CPU-Z den Multiplikator mit 50 an, was dann wohl 5,0 GHz Boost-Takt auf mindestens einem Kern bedeutet. Interessanterweise weniger als beim Core i7-10700K. Der schafft unter Turbo Boost Max Technology 3.0 5,1 GHz; unter Turbo Boost Technology 2.0 5,0 GHz. Der Velocity-Boost (da bis 5,3 GHz) des Core i9-10900K scheint kein Thema mehr zu sein.
Letztlich wird man auch sehen müssen, wie das Boost-Verhalten unter Last auf mehreren Kernen ist. Die 5,0 GHz wird man wohl auf Last mit 1-2 Kernen regelmäßig sehen. In der aktuellen Generation sind es auf allen Kernen 4,7 GHz Boost für 8 Kerne. Vielleicht gibt es beim neuen Modell 100 MHz Zuschlag. Auch mal erwähnen kann man wohl, dass der hier genannte ES, sollten die 3,5 GHz final sein, 300 MHz weniger Basistakt hat als der Core i7-10700k. Zum Vergleich: Der gegnerische Ryzen 7 5800X arbeitet mit 3,8 GHz Basis- und 4,7 GHz Boost-Takt.
Für Spieler nicht unendlich spannend, aber nun auch bestätigt: Die 11. Generation bekommt neben (20 Lanes) PCI Express 4.0 und DDR4-3400 sowie der Xe-IGP die Instruktionen AVC512F und SHA. Die CPU saß auf einem MSI Z490 Godlike, was die Abwärtskompatibilität bestätigt. Es gibt aber auch einen neuen PCH zum Sockel LGA1200, wenn die Plattform im März 2021 erscheinen soll. Der 500er-PCH soll dann vor allem USB 3.2 2x2 (20G) unterstützen.
Quelle: MSI via @harukaze5719

Seit gut 10 Jahren lohnt sich Intel (mit einen Ausnahmen) für Aufrüster einfach nicht.
Im Falle des 1200 kann man sich auch sehr sicher sein, dass Intel daran selbst bei plötzlichem Umdenken keine Möglichkeit hat, diese Lage zu verbessern. Für die 1151er hätten sie jederzeit und mit praktisch null Entwicklungsaufwand Overdrive-Modelle rausbringen können, die alten Platinen spürbar mehr Leistung gebracht hätten, insbesondere aus Übertaktersicht. Das könnten sie auch weiterhin, wenn sie nur wollten, auch wenn der optimale Zeitpunkt für maximale AMD-Störwirkung 1-2 Jahre zurück liegt, aber ich sehe keinerlei Anzeichen für ein "Wollen". Acht Kerne im 1151 (SKL) bleiben somit ein lohnendes Upgrade, das nur Bastlern offen steht.
*Diese Bedingung ist natürlich spätestens seit Ryzen 5000, im Großen und Ganzen aber schon seit Ryzen 3000 nicht mehr gegeben. Seitdem gibt es eigentlich nur noch einen objektiven Grund, Intel in Betracht zu ziehen: Wenn AMD gerade nicht liefern kann.
Intel führte damals zur Unterscheidung Midrange/HighEnd den i5 und i7 ein. Der i3 zur Kennzeichnung eines noch niedrigeren Segments für preisbewusstere Käufer wurde erst etwa ein Jahr später "nachgereicht".
Wie viele Kerne jedoch bspw. ein konkreter i7 hat, hing schlicht vom Produktsergment (bspw. Desktop/Mobile) und von der jeweiligen Prozessorgeneration ab. i7 gab es im Laufe der Zeit mit typischerweise zwei bis aktuell zu acht CPU-Kernen (mit dem i7-6950X gab es sogar im 1HJ16 den (voraussichtlich) einzigen 10-Kerner als i7).
Die Extreme/Core X-CPUs wurden anfänglich auch als i7 vermarktet (es gab diese Serie aber auch schon vor der der i-Nomenklatur), aber dann kam man zu dem Schluss hier ein weiteres Segment als i9 hinzuzufügen, was auch leicht nachvollziehbar war, denn schließlich übertraf ein i9-7900X mit seinen 10 CPU-Kernen im 1HJ17 alles, was im Consumer-Segment verfügbar war. In 2Q18 zog das i9 dann auch in Form des mobilen i9-8950HK erstmals in der regulären Consumer-Produktlinie ein.
Entsprechend wäre es durchaus nachvollziehbar, wenn das Rocket Lake Topmodell mit "nur" acht Kernen als i9 angeboten werden wird, da es voraussichtlich nichts größeres in dieser Generation geben wird. Dagegen dass Intel seiner Core X Serie in 2021 ein Update auf Basis des LCC/HCC von Ice Lake SP spendieren wird, erscheint mir eher unwahrscheinlich, weil der Prozess hier voraussichtlich noch nicht hoch genug taktet, d. h. man würde sich die potentielle Käufergruppe dieser eh schon kleinen Nische weiter verkleinern, da fürs Gaming Rocket Lake in 14nm absehbar die bessere Wahl sein wird, d. h. für einen derartigen Core X blieben nur Productivity Apps als Kaufgrund. Ein Update würde ich hier erst auf Basis von Sapphire Rapids SP erwarten (wenn überhaupt).
Schlussendlich wäre aber auch ein i7 für diesen Rocket Lake denkbar, denn leistungstechnisch dürfte der sich in MT-Apps vermutlich leicht unterhalb einen i9-10900K oder auch i9-10850K einordnen. Stehen sich am Ende in einer Abwägung die "(leistungs)technische" vs. "vermarktungstechnische" Einordnung gegenüber, würde ich jedoch vermuten, dass das Marketing den längeren Atem haben wird, d. h. es wird vermutlich ein i9 werden.
Windows 10 läuft schneller auf M1-Macs als auf Microsofts Surface Pro X
*) Apples Firestorm verfügt über eine weitaus breiter ausgelegte Pipeline, bietet dadurch deutlich mehr IPC und zudem hat Apple dem Design mit 12 MiB L2 deutlich mehr Cache spendiert, während der SQ1 mit gerade mal 2 MiB L3 auskommen muss.
Heute ist da kein System mehr dahinter.
schöner ist diese:
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