Rocket Lake: Intels 8-Kerner auf Niveau des Ryzen 7 5800X?
Im Internet sind Geekbench-Werte des 8-Kern-Rocket-Lakes aufgetaucht, der die Speerspitze der 11. Generation bilden wird. Und der soll auf Niveau des Ryzen 7 5800X sein. Intel scheint sich darauf zu konzentrieren, bei den Volumen-Modellen nach Möglichkeit anzugreifen, und das sind die 6- und 8-Kerner.
Rocket Lake S ist die Desktop-Hoffnung von Intel für das Jahr 2021, wenn es um Gaming-Prozessoren geht. Da man gegen die Kernarmada von AMD ohnehin im Moment wenig ausrichten kann, scheint sich das Team aus Santa Clara darauf zu konzentrieren, im 8-Kern-Segment zu brillieren. Der voraussichtlich Core i9-11900K benannte Top-Kandidat war ja schon Teil der Gerüchteküche und soll maximal 8 Kerne ins Feld führen, die hoch boosten sollen und dazu auch die TDP-Fenster des alten 10-Kernes behalten.
Eine entsprechende CPU ist nun in einem HP Omen Komplettsystem aufgetaucht und wurde synthetisch gebencht. Der Rocket-Lake-8-Kerner überrascht nicht in den technischen Eckdaten: 3,4 GHz Basistakt, 5,0 GHz Boost-Takt, 4 MiByte L2-Cache, 16 MiByte L3-Cache. Und die Werte aus dem Geekbench mit 1.645 Single-Core-Punkten und 9.783 Multi-Core-Punkten sind durchaus konkurrenzfähig, wenn man den direkten Gegner heranzieht - den Ryzen 7 5800X. Der kann mit 3,8 GHz Basistakt und 4,7 GHz Boost-Takt 1.661 Single- und 10.367 Multi-Core-Punkte generieren.
Mutmaßlich wird AMD dabei weniger Leistung aufnehmen, da man in 7 nm fertigt und Intel für Rocket Lake S auf 14 nm bleibt. Aufgewertet werden soll Rocket Lake S für LGA1200 aber unter anderem mit 20 Lanes PCI Express 4.0 und DDR4-3200, damit man auf dem Papier in der Zen-3-Liga ist. Außerdem gibt's eine XE-IGP und über den neuen PCH USB 3.2 Gen 2x2 (20G).
Spannend wird der Preis des 8-Kerners werden. Intel verkauft den Core i7-10700K (8/16, 3,8/5,1 GHz) schon jetzt zum Straßenpreis von rund 350 Euro. Wenn man diesen Preis überträgt, wäre das günstiger als ein Ryzen 7 5800X, der UVP 449 Euro kostet - wenn man einen für das Geld bekommt. Günstige Alternative ist natürlich der Ryzen 7 3700X/3800X für aktuell knapp/um 300 Euro Straßenpreis. Das würde die Sache durchaus spannend machen, oder? Gerüchten zufolge erfahren wir es im März 2021.

Mal sehen, wann es AMD-Boards und Notebooks mit Thunderbolt gibt, nachdem Intel nun schon vor einiger Zeit die Specs freigegeben hat.
Somit ist auf jeden Fall eine Veränderung am PCIe passiert.
Bei Rocket Lake wir der 500er-Chipsatz nur ein kleineres Update sein, d. h. hier darf man wohl nicht zu viel Aufwand erwarten. An/in der CPU könnte es schon scheitern, wenn Cypress Cove primär ein Sunny Cove-Backport wäre, denn Intel hat sich erst später an TB4 rangemacht, nachdem das USB-IF es mit seiner MachtDochWieIhrWollt-Spec "verhunzt" hat, sodass der Konsument am Ende wieder leicht zu verwirren ist (es mag vielleicht USB4 auf der Verpackung draufstehen, d. h. aber nicht, dass man einen echten Vorteil gegenüber USB 3.2 Gen2x2 hat).
In einer idealen Welt würde ich auch sagen: Ok, noch ein letztes Mal 14nm, aber dann packt bitte alles rein was geht.
Unterm Strich, wie ich schon das ein odere andere Mal erwähnte: Erst Alder Lake S wird wieder wirklich interessant werden. Aktuell ist sicherlich Zen3 interessanter, wenn auch nur eingeschränkt verfügbar und wenn Rocket Lake kommt, kann man mal einen Blick darauf werfen. Da AM4 auch "am Ende"
Mal sehen, wann es AMD-Boards und Notebooks mit Thunderbolt gibt, nachdem Intel nun schon vor einiger Zeit die Specs freigegeben hat.
"sodass ich nicht an einen Best-Off-Rundumschlag glaube". Da stimme ich dir zu. Ein derartiges Vorgehen würde einen beträchtlichen Aufwand erfordern und ich habe nicht den Eindruck, dass Intel in Rocket Lake mehr als eine kurzfristige Übergangslösung (bzw. einen letzten Notnagel) sieht. Ein All-In wäre wohl eher bei Alder Lake angeraten, insbesondere, wenn das Enhanded SuperFin auch tatsächlich noch ein weiteres Mal ein paar Pluspunkte beisteuern kann, dann in Verbindung mit Golden Cove, denn dann könnte man wohl problemlos bzgl. Zen3(+) min. auf Augenhöhe mitspielen und müsste auch nicht befürchten von Zen4 hoffnungslos abgehängt zu werden.
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Etwas nüchtern betrachtet: Wenn Intel tatsächlich noch einmal die benötigten Leistungszugewinne mit diesem Vorgehen generieren kann um an Zen3 bzgl. Mainstream-Workloads inkl. Gaming zumindest drannzubleiben, müsste man denen da schon fast Respekt für das zollen, was die da aus ihrer 14nm-Fertigung noch herauszuholen vermögen. In zwei, drei Monaten wird man sehen, ob das Vorhaben aufgehen wird ... und bis dahin wird man ja vielleicht auch einen Ryzen 5000 käuflich erwerben können ... und ggf. auch eine aktelle GPU.