Intel bestätigt Details zu Rocket Lake: Kommt die 11. Generation als "8-Kerne-Gaming-CPU"?

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Intel Architektur-Informationen zu Rocket Lake S (2)
Quelle: Intel

Intel hat erste Informationen zur 11. Generation der Core-Prozessoren (Rocket Lake) bestätigt. Gerüchte, dass Intel diese Prozessoren als Gaming-CPUs vermarktet, könnten sich bestätigen, denn wie vor langer Zeit schon orakelt, gibt es "nur" noch 8 Kerne. Dafür kommen aber PCI Express 4.0, USB 3.2, DDR4-3200, Xe-Grafik und mehr.

Intel kündigte erste Details zur den Core-Prozessoren der 11. Generation an. Manch einer erinnert sich vielleicht noch an die Gerüchte, dass Rocket Lake - so deren Codename - in der Leistungsspitze eine 8-Kern-Gaming-CPU wird. Und so in etwa ist es auch. Intels Ankündigung geht noch nicht in die Details, bestätigt aber viele Elemente, die bisher nur als Gerücht bekannt waren. Wir versuchen im Folgenden auf die vielen Codenamen so einzusetzen, dass sie möglichst wenig Verwirrung stiften - nicht ganz einfach im Intel-Dschungel.

Cypress Cove steht laut Intel-Pressemitteilung für Ice-Lake-CPU-Kerne (Sunny-Cove-Architektur) in Kombination mit der aus Tiger Lake bekannten Xe-IGP. Tiger-Lake-CPU-Kerne wiederum basieren auf der Willow-Cove-Architektur. Das entspräche so nicht ganz dem letzten Stand der Gerüchteküche (die durchaus Tiger-Lake-Einflüsse bei den Kernen sah), aber wir lassen für den Moment einmal so stehen.

Doch nun zu den von Intel bestätigten technischen Details: Rocket Lake S, also die Mainstream-Desktop-Prozessoren, werden als 11. Generation auf den Markt kommen. Modellnamen gibt es noch nicht. Intel verspricht auf Basis der verwendeten Ice-Lake-Architektur IPC-Verbesserungen im zweistelligen Bereich, nennt aber keine genauen Werte und weist auch darauf hin, dass alle Leistungsangaben Projektionen sind und man darf wohl annehmen, dass wir uns im üblichen Bereich von 10-15 Prozent bewegen.

Maximal 8 Kerne und 16 Threads

Das Spitzenmodell wird sich auf 8 Kerne und 16 Threads beschränken, also zwei weniger als noch bei der aktuellen Garde. Die Entscheidung dürfte diverse Gründe haben; einige davon sind offensichtlich, andere weniger. Wer mehr Kerne will, wird künftig bei Intel zur High-End-Plattform greifen oder zu AMD wechseln müssen. Intel verspricht für die K-Modelle neue Übertaktungs-Features und -Möglichkeiten. Turbo Boost 3.0 wird allerdings nicht erwähnt. Interessant dabei ist, dass es bei den Power Limits des 10 Kerners von Comet Lake bleibt.

Für die zwei Kerne weniger gibt es anderswo Verbesserungen: Einen neuen Speichercontroller mit bis zu DDR4-3200, um mit AMD gleichzuziehen. Dann PCI Express 4.0 und davon 20 Lanes statt der bisher üblichen 16. Auch hier rückt man an AMD ran und so lassen sich nun SSDs direkt an die CPU anbinden. Intel nennt zudem die Integration des sogenannten "Deep Learning Boost/VNNI-Support" für die Mainstream-CPUs (aus dem Serverbereich kommend) und spricht von "VNNI für verbesserte KI-Performance". <strong>Intel Architektur-Informationen zu Rocket Lake S</strong> (3) Quelle: Intel Intel Architektur-Informationen zu Rocket Lake S (3)

Xe-IGP mit 50 Prozent mehr Leistung

Außerdem neu ist die Grafikeinheit, die nun auf Xe-Technik basiert und bis zu 50 Prozent mehr Leistung als die Vorgängergrafik bringen soll. Dazu gibt's aktualisierte Hardware-Media-Encoder mit bis zu 2160p60 12 Bit 4:4:4 HEVC/VP9/SCC oder 2160p60 10 Bit 4:2:0 AV1. Die Ausgabe erfolgt mit Displayport 1.4a, HDMI 2.0b samt Support für High Bit Rate 3 (HBR3). Anschließen lassen sich so bis zu drei Geräte mit 3.840 x 2.160 Pixel und 60 Hertz oder zwei Geräte mit 5.120 x 2.880 und 60 Hertz.

Und sonst? Wenig überraschend darf es abermals ein neuer PCH sein, der der CPU zur Seite steht. In den ist vermutlich der bestätigte USB 3.2 Gen 2x2 (20G) integriert. Intel geht hier nicht ins Detail, wie der Anschluss bereitgestellt wird. Über den PCGH muss natürlich auch dessen Anbindung an die CPU aufgebohrt werden. Generell verlor Intel über die 500er Generation keine Details.

Keine Fakten ohne neue Spekulationen

Das war es bis auf ein Detail mit offiziellen Informationen. Taktraten zum Beispiel nannte Intel nicht. Da man aber die erst aufgebohrten Power Limits von Comet Lake weiterführt, darf man davon ausgehen, dass Intel die CPU höher boosten lässt, sofern das Silizium das hergibt. Auch einen Preis nannte Intel erwartungsgemäß noch nicht. Den aktuellen 8-Kerner, der Core i7-10700K, wird zu 360 Euro Straßenpreis verkauft. Und da könnte es vielleicht noch mal spannend werden: Wie und zu welchem Geld vermarktet Intel die CPU? Ein "Gaming-Wunder" für 350 US-Dollar verkauft sich in 14 nm vielleicht gegen den Ryzen 7 5800X, der 450 US-Dollar kostet.

Und damit kommen wir zur letzten Information die 11. Generation betreffend: Wann wird das alles aufgeklärt? Intel stellt eine Veröffentlichung im ersten Quartal 2021 in Aussicht.

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    • Kommentare (73)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Untouchii Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von BxBender
        Er spricht damit den Zusatzboost der Radeon RX6000 in Verbindung mit einem Ryzen 5000 an.
        Übrigens: braucht noch wer einen 3700X? Ich glaube ich hätte da einen eher als gedacht abzugeben. ^^
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] ich hab dir eine Pm geschrieben aus Interesse
      • Von Untouchii Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von BxBender
        Er spricht damit den Zusatzboost der Radeon RX6000 in Verbindung mit einem Ryzen 5000 an.
        Übrigens: braucht noch wer einen 3700X? Ich glaube ich hätte da einen eher als gedacht abzugeben. ^^
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] ich hab dir eine Pm geschrieben aus Interesse
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Ja so denke ich mir das auch. Ich habe mir ebenfalls gedacht das ich es für 100 € los werde. Nur das halt auch ein Risiko bestehen könnte das es komplett defekt am Ende sein wird. Aber gut ein gewisses riskio gibt es ja überall. Ohne riskio kommt man halt eben nicht weiter im Leben. Ist ja auch bei der Gesundheit so. Entweder es klappt alles oder man stirbt. Da ich es so eh kaum weg kriege ist es ohnehin kaum ein riskio wenn es schief geht. Warum weil ich es sonst ja eh kaum weg bekomme. Da ist dann der Schaden ja eh schon dann da und dann spielt es keine Rolle mehr für mich.
      • Von SilentHunter Software-Overclocker(in)
        Zitat von latiose88
        Habe für das mainbaord 140 € bezahlt. Ohne Reparatur würde ich so 55 € bekommen. Mit den 30 € Reparatur würde ich wohl so um die 100 € bekommen. Habe allerdings 170 € an Ausgaben dann zuvor gehabt. Aus der Nummer komme ich so oder so nicht mehr raus.
        Hast Du allen ernst darüber nachgedacht das du für deine Gebrauchtteile noch den Kaufpreis bekommen könntest? So naiv kann doch fast keiner sein.
        Wenn du noch 30€ für die Reperatur bezahlst danach dann statt 55€ 100€ bekommen kannst hat es sich doch für einen insgesamt 15€ höheren Erlös gerechnet.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von VALL
        Also nur 8 Kerne für eine ...,,nextgen`` CPU im Highend ich weiß nicht ob das eine gute Idee ist gerade konnte man erfahren das der neue von AMD 16 Cores hat.
        Die IPC ist schon ein Argument aber ich hätte schon 10 Kerne in dem Segment erwartet.
        Ich bin zwar mit meinem Intel 8 core sehr zufrieden aber ich würde von einer neuen CPU natürlich mehr erwarten.
        Der Hauptgrund für die "nur" 8 Kerne dürfte wohl in dem schwachen Wafer-Yield bei 10 Kernen und gleichzeitig hohem Takt liegen, wie man an der Verfügbarkeit des 10900K sehen konnte.
        Bei nur 8 Kernen die funktionieren müssen, rechnet sich das alles für Intel natürlich besser, auch von der Abwärme her gesehen.
        Diesen "Rückschritt" muss man den Kunden dann nur noch geschickt verkaufen...
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        das Problem was halt zu dem Intel auch hat,das halt alle mehr erwartet hatten und so entäuscht sein werden.Dann werden wohl noch mehr zu AMD wechseln.Die also mehr als 8 Kerne haben wollen,sind es verlorenen Kunden bei Intel.Da schadet sich wohl Intel selbst mit dieser Aktion.Bin gespannt wie lange das noch gut gehen wird,ehe es mal wieder ein satten Einbruch bei den Verkaufszahlen wirklich gibt.Noch merkt ja Intel noch nix,weil sie nach wie vor mehr als genügend Sachen verkaufen können.Wenn also dann z.b der Umsatz zur häflte einbrechen würde,dann spürt es auch Intel gehörig.Selbst denen wird es irgendwann mal schmerzhaft werden.Kann ja nicht immer sein das Intel mit einem blauen Auge davon kommt.Das geht halt nicht unendlich so weiter.Bin auf jedenfall dann gespannt was sie dann machen würden bzw werden wenn es wirklich der gesammte Umsatz sich halbieren würde.
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