Drohende Übernahme: Qualcomm hat angeblich Intels wichtigste Sparte im Blick
Angeblich prüft Qualcomm eine Übernahme von Teilen des US-Chipriesen Intel, besonders groß soll das Interesse an der Client Computing Group sein. Dass Intel seine wichtigste Sparte abgibt, ist aber kaum denkbar.
Intel hat es momentan nicht leicht. Im CPU-Geschäft macht dem Unternehmen AMD und durch die Wandlung des Server-Markts auch Nvidia zu schaffen. Gleichzeitig ist man bemüht, mit dem 18A-Prozess endlich wieder eine bessere Halbleiterfertigung als die aktuell führende Foundry TSMC anbieten zu können. Insbesondere die Fertigung ist allerdings sehr kostenintensiv, ohne schon entsprechenden Umsatz zu generieren. Deshalb laufen bei Intel schon länger Einsparungen, beispielsweise beim Personal und der Dividende.
Übernahme durch Qualcomm?
Inmitten dieser Lage gibt es laut einem Bericht von Reuters nun Überlegungen seitens Qualcomm, Teile von Intel zu übernehmen. Demnach soll vornehmlich die Client Computing Group im Fokus stehen. Geprüft werden aber auch die übrigen Sparten. Mit Blick auf den Umsatz ist die Client Computig Group aber Intels mit Abstand größte Sparte und zudem das Herzstück des Unternehmens.
Qualcomm wird an der Börse derzeit zwar deutlich höher bewertet als Intel - mit 182 statt 83 Milliarden US-Dollar. Mit Blick auf den Umsatz dürfte eine komplette Übernahme der Sparte aber nahezu ausgeschlossen sein. Denn mit 29 Milliarden US-Dollar hat die Client Computing Group im vergangenen Jahr allein fast so viel Umsatz gemacht wie Qualcomm, die auf 36 Milliarden US-Dollar kamen.
| Intel-Sparte | Abdeckung | Umsatz (Q2 2024) |
|---|---|---|
| Client Computing Group | Desktop- & Notebook-Produkte | 7,4 MRD US-Dollar |
| Data Center and AI | Server-Produkte | 3,0 MRD US-Dollar |
| Network and Edge | Netzwerktechnik | 1,3 MRD US-Dollar |
| Intel Foundry | Halbleiter-Fertigung | 4,3 MRD US-Dollar |
| Altera | FPGAs | 0,4 MRD US-Dollar |
| Mobileye | Automotive | 0,4 MRD US-Dollar |
Infrage käme damit wohl allenfalls eine Übernahme eines Teilgebiets, beispielsweise des GPU-Geschäfts, der Entwicklung einzelner Bauteile oder Softwarepakete. Vorbereitungen für eine Übernahme soll es bei Qualcomm zwar angeblich schon seit Monaten geben, laut Intel gab es bislang aber noch kein Angebot durch das Konkurrenzunternehmen. Qualcomm wollte sich auf Anfrage von Reuters nicht weiter dazu äußern.
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Falls es bei Qualcomm tatsächlich Pläne für eine Übernahme von Teilen von Intel gibt, muss sich das Unternehmen mit diesen aber womöglich beeilen. Denn bei Intel könnte sich die Geschäftslage mit den neuen CPU-Generationen Arrow Lake und Lunar Lake bessern, zumal dann alte Probleme wie die Instabilitäten der Raptor-Lake-CPUs zunehmend der Vergangenheit angehören. Im kommenden Jahr dürfte zudem die 18A-Fertigung anlaufen und hoffentlich die Kostenlast der Foundry reduzieren. Für Intel bleibt damit zu hoffen, dass sich die Geschäftslage auch ohne einen größeren Verkauf bald aufhellt. Gleichzeitig lässt sich natürlich nicht ausschließen, dass es nicht trotzdem zu einem solchen kommen wird.
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Klingt so als ob:
Renaul hat großes Interesse an der Tesla Elektromobilität, das aber Tesla seine wichtigst Sparte abgibt ist undenkbar