Pinnacle Ridge: Weniger als die Hälfte sieht Intel noch im Vorteil
Aus einer aktuellen Umfrage von 3dcenter.org geht hervor, dass etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmenden Pinnacle Ridge gegenüber Coffee Lake im Vorteil oder als gleichwertig ansehen. Es finden jedoch mehr Leute, dass Intel einen leichten Vorteil hat, als das AMD einen leichten Vorteil hat.
Knapp einem Monat nach der offiziellen Vorstellung der ersten Pinnacle Ridge-Prozessoren, genauer gesagt der Modelle Ryzen 5 2600, Ryzen 5 2600X, Ryzen 7 2700 und Ryzen 7 2700X, gibt es auf der deutschsprachigen Website 3dcenter.org momentan eine Durchfrage, ob die Teilnehmer einen Vorteil für AMDs Pinnacle Ridge (Ryzen 2000) oder Intels Coffee Lake (i 8000) sehen.
Aktuell hat diese 1.135 Teilnehmer, zur Auswahl stehen fünf Optionen: Je ob ein leichter oder ein starker Vorteil für eine der Generationen besteht, und, ob Gleichstand zwischen ihnen herrscht. Momentan sehen 11 Prozent einen starken Vorteil für Coffee Lake und 14 Prozent einen starken Vorteil für Pinnacle Ridge. Einen leichten Vorteil sehen bei Coffee Lake hingegen 33 Prozent - die größte Gruppe - und bei Pinnacle Ridge nur 16 Prozent. Die übrigen 25 Prozent sehen die beiden Generationen als gleichwertig an.
Betrachtet man die Prozentzahlen vereint, so kann man daraus folgende Aussagen schließen: Es finden mehr Leute (44 Prozent), dass Intel im Vorteil ist, als das AMD im Vorteil ist (30 Prozent). Der Unterschied kommt jedoch ausschließlich durch die Kategorie "Minimaler Vorteil", beim "Beachtlichen Vorteil" liegt Pinnacle Ridge knapp vorne.
Außerdem lässt sich aus den Ergebnissen sagen, dass inzwischen weniger als die Hälfte einen Coffee Lake-Prozessor vorzieht. Die verbleibenden 55 Prozent sehen AMD im Vorteil oder als gleichwertig an.
Quelle: 3dcenter.org
Umfrage von 3dcenter.org, Stand 21. Mai 17:00 Uhr
Im PCGH -Test zum Release schnitten die getesteten Ryzen 2000-Prozessoren gut ab. Sowohl in Spielen als auch in Anwendungen waren sie schneller als die Vorgänger. Während die Gaming-Leistung damit im Mittel weiterhin etwas hinter der von Intels Coffee Lake zurückbleibt, kann Pinnacle Ridge in Anwendungen, wie schon der Vorgänger, seine Vorteile voll ausspielen.

Jenseits der Kerne gibt es noch die Compiler. Ich denke, dass in den Compilern noch Optimierungspotenzial für Ryzen schlummert.
Der 2700x wird vermutlich irgendwann mal zum 8700K aufschließen.
Sofern da keine anderen Befehlssätze wie AVX eingesetzt werden, ändert sich da wohl relativ wenig, jedenfalls war es bisher eigentlich immer so. Ein I5 750 und ein Phenom 965 waren damals und heute relativ nah beisammen und die Zen Architektur ist der Intel von der pro Takt Leistung in verschiedenen Bereichen so ähnlich dass es dabei gleicher Kernzahl wohl kaum Veränderungen geben wird.
Aber man darf gespannt sein, wie ein Vergleich in 3 Jahren zwischen einem 2600x und 8700K aussehen wird.
Ich denke nur Latenzen werden in Spielen eine grössere Rolle wie in Anwendungen spielen und sich damit die Leistung von einem Cinebench zum Beispiel nie in Spielen zeigen wird, da wäre der 8700K nur minimal vor dem 2600x.
Nein, so ist das nicht. Die Messungen bilden ab was die CPUs mit heutigen Spielen und zukünftigen GPU Gernerationen leisten könnten. Das ist mMn kein Blick in die Zukunft, zumindest kein vollständiger und keiner, der mich wirklich interessiert.
Ein Blick auf zukünftige Performance mit zukünftigen Spielen bzw Engines ergibt sich so in keinster Weise. Wie denn auch, diese Anforderungen sind ja noch gar nicht bekannt!
Nehmen wir mal an zukünftige Spiele skalieren mit zusätzlichen Kernen ebenso gut, wie es heute schon viele Anwendungen tun. Dann wäre die Rangliste für Spiele der heutigen CPUs in erster Näherung dieselbe wie die heutige die der Anwendungen (dem Rechner ist es egal, der Unterschied zwischen Spiel und Anwendung ist der CPU eh nicht klar). Es ergäben sich also deutliche Verschiebungen.
Vermutlich wird es nicht ganz so kommen, aber ich glaube die meisten würden in meiner Prognose zustimmen, dass es zumindest in diese Richtung gehen wird. Wie schnell und wie weit, ist natürlich (zumindest für mich) nicht abzusehen.
Computerbase testete früher Prozessoren im Grafiklimit und jeder kaufte einen Phenom II, weil sie die Messungen bei niedriger Auflösung als realitätsfern deklarierten.
Insofern bildest du mit den Messungen die Zukunft ab, das heißt du wirst beim Einsetzen einer schnelleren GPU diese CPU Leistung abrufen können.
Vergleichst du nun 8700K mit 2600x zeigen dir solche Messungen wie die CPus in Zukunft mal in Praxis Einstellungen auseinander liegen werden und welche CPU du wählst. Nimmst du jetzt den 2700x musst du da dort den Faktor der höheren Kernzahl schätzen.
Abgesehen davon entscheiden immer noch die Käufer ob sie längerfristig mit einer CPU (oder sonst was) planen. Solange es über x Jahre praktisch keine signifikanten Mehrleistungen gibt, gibt es auch keinen Grund beim CPU Kauf nicht mehrere Generationen auszulassen. Bei 10% Mehrleistung/a werden nur Hardwarejunkies unbedingt jährlich aufrüsten "müssen" - und es sei ihnen gegönnt!