Nvidia RTX Spark Superchip: "Eine neue Ära des PCs" beginnt

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Nvidia RTX Spark Superchip: "Eine neue Ära des PCs" beginnt
Quelle: Nvidia

Nvidia hat im Rahmen der Computex 2026 den RTX Spark Superchip vorgestellt und möchte damit "eine neue Ära des PCs" für Notebooks und Desktops einläuten. Geboten werden bis zu 20 ARM-Prozessorkerne und eine leistungsstarke Blackwell-GPU.

Im Rahmen der Computex 2026, welche vom 2. bis 5. Juni 2026 in Taipeh stattfindet, hat Nvidia mit dem RTX Spark Superchip die Consumer-Variante des im Profisegment beheimateten DGX Spark Superchips vorgestellt. Auch hier sind 10 Perfomance-Cores und 10 Efficiency-Cores sowie eine Blackwell-GPU mit bis zu 6.144 Shadereinheiten kombiniert worden und gehen als N1 und N1X in vier Ausbaustufen an den Start.

Der Nvidia RTX Spark Superchip mit bis zu 20 ARM-Prozessorkernen und Blackwell-GPU. Quelle: Nvidia Der Nvidia RTX Spark Superchip mit bis zu 20 ARM-Prozessorkernen und Blackwell-GPU. Wie Nvidia-CEO Jensen Huang bereits im September vergangenen Jahres bestätigte, basieren die ersten Desktop-Prozessoren des US-Unternehmens, der Nvidia N1X und der Nvidia N1, im Vollausbau auf dem Nvidia GB10 alias Grace Blackwell Superchip.

Nvidia RTX Spark Superchip: ARM-SoC mit Blackwell-GPU

Der Nvidia RTX Spark Superchip, wie das US-Unternehmen seinen ersten "echten" Desktop-Prozessor bezeichnet, basiert wahlweise auf 20 (10+10), 18 (9+9), 12 (8+4) oder 10 (7+3) ARM-Prozessorkernen und setzt dabei auf die Grace-CPU, die sich aus bis zu 10 × ARM Cortex-X925 (P-Cores) sowie 10 × ARM Cortex-A725 (E-Cores) zu einem System-on-a-Chip (SoC) zusammensetzt. Außerdem kommt auch eine Blackwell-Grafikeinheit mit 6.144, 5.120, 2.560 oder 2.048 ALUs auf dem hochoptimierten Hauptprozessor zum Einsatz. Den Anfang machen dementsprechend insgesamt sechs Notebooks mit RTX Spark.

Die ersten Notebooks mit Nvidia RTX Spark Superchip sollen im Herbst dieses Jahres starten. Quelle: Nvidia Die ersten Notebooks mit Nvidia RTX Spark Superchip sollen im Herbst dieses Jahres starten. Im Herbst sollen die ersten sechs Notebooks von Asus, Dell, HP, Lenovo, Microsoft und MSI an den Start gehen, später werden dann auch erste Desktops mit dem neuen Nvidia RTX Spark Superchip folgen. Hierbei wird es sich tatsächlich um ausgewachsene Desktop-Computer im Tower-Gehäuse handeln. Auch die entsprechenden Desktop- und Workstation-PCs wurden gezeigt.

Der Nvidia RTX Spark Superchip wird in Desktops, Notebooks und Mini-PCs kommen. Quelle: PCGH Selbst Desktop-PCs sollen folgen. Quelle: PCGH

Den Anfang machen allerdings die sechs ausgewählten Notebooks, während die Desktop-PCs und Workstation-Systeme ("mit bis zu 768 GiB LPDDR5X") später folgen werden. Die Website The Verge berichtet derweil von mehr als 30 Notebooks und mehr als 10 Desktop-PCs.

Der Nvidia RTX Spark Superchip soll später einmal auch im Desktop-PC zum Einsatz kommen. Quelle: Nvidia Der Nvidia RTX Spark Superchip soll später einmal auch im Desktop-PC zum Einsatz kommen. Nvidia hebt hervor, dass es sich ausschließlich um Consumer-Produkte handeln soll, welche sowohl Content Creator als auch Spieler ansprechen sollen. Das gesamte Featureset von DLSS 4.5 mit Multi Frame Generation und Ray Reconstruction bestätigte das Unternehmen ebenfalls. Gaming soll auf ARM-Plattformen konkurrenzfähig und salonfähig gemacht werden: "Eine neue Ära des PCs..."

Nvidia und Microsoft versprechen nicht weniger als 'Eine neue Ära des PCs'. Quelle: PCGH Nvidia und Microsoft versprechen nicht weniger als "Eine neue Ära des PCs".

Nvidia N1X und N1: Sehr viel schneller Systemspeicher

Die Systeme, welche auf dem Nvidia RTX Spark Superchip basieren, werden auf bis zu 128 GiB LPDDR5X-Systemspeicher mit bis zu 8.000 MT/s für CPU und Grafikeinheit zurückgreifen können: Beim Nvidia N1X sollen so 16 bis 128 GiB, beim Nvidia N1 hingegen 8 bis 64 GiB geboten werden. Wie Apples M-Prozessoren werden Konfigurationen als Gegenentwurf zur x86-Konkurrenz angeboten.

Der Nvidia RTX Spark Superchip soll mit DLSS 4.5 auch Spieler adressieren. Quelle: Nvidia Der Nvidia RTX Spark Superchip soll mit DLSS 4.5 auch Spieler adressieren. Die Chips verbinden das CPU- und GPU-Die über ein Chip-to-Chip-Interface ("C2C), welches eine Bandbreite von 600 GiB pro Sekunde bereitstellt, und besitzen eine TDP von 18 bis 54 Watt (N1) bzw. 45 bis 80 Watt (N1X), während der Nvidia GB10 im professionellen Enterprise-Segment bis zu 140 Watt aufnehmen darf. Eine Differenzierung und Abstufung zum Profi-SoC ist also beabsichtigt.

Microsoft Surface Laptop Ultra mit Nvidia RTX Spark Superchip. Quelle: Microsoft / Nvidia Microsoft Surface Laptop Ultra mit Nvidia RTX Spark Superchip.

Grace und Blackwell: Schnelle Caches und ein PetaFLOP

Während die Blackwell-Grafikeinheit über einen 24 MiB großen und besonders schnellen dedizierten L2-Cache verfügt, werden sowohl die "iGPU" als auch die aus der Kooperation mit MediaTek hervorgegangene Grace-CPU von besonders schnellem LPDDR5X-Systemspeicher flankiert. Auch stehen der ARM-CPU insgesamt 16 MiB schneller L4-Cache zur Verfügung. Das SoC wird mit einem 2.5D-Packaging kombiniert und in einem 3-nm-Prozess (N3) bei TSMC produziert.

Premium-Notebooks Quelle: Nvidia Partner Quelle: Nvidia

Dank der schnellen Blackwell-GPU mit ihren 6.144 CUDA-Prozessorkernen, welche der Konfiguration einer Geforce RTX 5070 gleichkommen, soll eine KI-Rechenleistung von in etwa einem PetaFLOP (FP4 AI Compute) im Vollausbau bereitgestellt werden.

Windows 11 on ARM: Microsoft als möglicher Bremsklotz?

Anders als die Enterprise-Systeme auf der Basis von Nvidia DGX Spark und dem GB10 Grace Blackwell Superchip, welche mit Nvidia DGX OS 7, einer optimierten Linux-Distibution auf Basis von Ubuntu 24.04 LTS ausgeliefert werden, setzen die Consumer-Systeme auf Windows 11 on ARM. Auch wenn Nvidia das auf seiner Keynote zur Computex 2026 nicht ausgesprochen hat, dürfte das auch für die mehrfache Verzögerung der neuen Superchips verantwortlich sein. Denn hardwareseitig ist die Plattform seit mehr als einem Jahr startklar.

Nvidia N1X und N1: Spezifikationen im Detail

Auch wenn Nvidia selbst bislang nur vom Nvidia RTX Spark Superchip gesprochen und die technischen Spezifikationen der einzelnen vier Modelle noch nicht bekannt gegeben hat, was erst zur Vorstellung oder gar dem Marktstart der Notebooks erfolgen wird, sind die Eckdaten dennoch bereits weitestgehend bekannt.

  Grace-GPU Blackwell-GPU TDP Speicher
Nvidia N1X 675 10 × Cortex-X925
10 × Cortex-A725
6.140 CUDA-Cores 45 - 80W 16 - 128 GiB LPDDR5X
16-Channel
Nvidia N1X 650 9 × Cortex-X925
9 × Cortex-A725
5.120 CUDA-Cores 45 - 80W 16 - 128 GiB LPDDR5X
16-Channel
Nvidia N1 8 × Cortex-X925
4 × Cortex-A725
2.560 CUDA-Cores 15 - 45W 8 - 64 GiB LPDDR5X
8-Channel
Nvidia N1 7 × Cortex-X925
3 × Cortex-A725
2.056 CUDA-Cores 15 - 45W 8 - 64 GiB LPDDR5X
8-Channel

*) noch nicht offiziell bestätigt.

Preise: Wie teuer werden Notebooks mit N1X und N1?

Wenngleich weder Nvidia noch seine Partner, die Notebooks mit Nvidia RTX Spark Superchip anbieten werden, bislang Preise bekannt gegeben haben, sind jetzt in der Zwischenzeit erste Listungen aufgetaucht. WinFuture hat ein Yoga Pro 7 mit dem Nvidia N1 ausfindig gemacht, welches für 2.769 Euro angeboten wird. Die Modelle, welche mit Nvidia N1X und mehr Speicher ausgerüstet sind, werden noch einmal deutlich teurer.

  • Lenovo Yoga Pro 7 mit Nvidia N1 und 32 GiB: 2.769 Euro
  • Lenovo Yoga Pro 7 mit Nvidia N1X 650 und 32 GiB: 3.139 Euro
  • Lenovo Yoga Pro 7 mit Nvidia N1X 675 und 64 GiB: 4.049 Euro

Auch wenn die Preise möglicherweise bislang nicht final sind, lässt sich schon erkennen, wohin die Reise gehen wird. Die größten Konfigurationen mit 128 GiB LDDR5X-Systemspeicher werden sicherlich 5.000 Euro und mehr kosten.

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Quelle: Nvidia

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    • Kommentare (61)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Valius
        Hmm, bin nicht ganz überzeugt. Ich warte lieber auf den Gigachip.
        MEGA!
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Valius
        Hmm, bin nicht ganz überzeugt. Ich warte lieber auf den Gigachip.
        MEGA!
      • Von Valius Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hmm, bin nicht ganz überzeugt. Ich warte lieber auf den Gigachip.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Graphiccarsten
        Ein geschlossenes System hat also keine Vorteile? Das ist doch realitätsfremdes Wunschdenken.
        Es mag auch Vorteile haben aber eben auch Nachteile. Wie ich meine Überwiegen auch die Nachteile.
        Ich habe einen E-Book Reader eines Großes Versandhauses. Nun hatdieser den Support für das noch funktionierende Gerät einfach eingestellt. Technisch gibt es da nach Unternehmensaussage keinen Grund. Mit dem Gerät kann ich natürlich weiterhin lesen zumindest die Bücher welche ich rechtzeitig übertragen habe. Allerdings kann ich für dieses Gerät keine neuen Bücher mehr kaufen. Auch das übertragen per Mail von zum Beispiel PDF Dateien funktioniert nicht mehr da das Gerät einfach nicht mehr unterstützt wird. Ja ist schon prima so ein geschlossenes System wenn nicht mehr Du selbst über die Hardware bestimmst.
        Zitat von Graphiccarsten
        Es gibt doch jetzt schon bekannte Spiele, die komplett nativen ARM Code für Windows nutzen. Blizzard hat zum Beisiel für World of Warcraft einen eigenen ARM Client gebracht...
        Auch Microsoft selbst hat Minecraft komplett nativ für ARM umgestellt, und Epic Games hat das gleiche mit Fortnite gemacht, damit das Spiel und der Kopierschutz ohne jeden Übersetzer direkt auf dem Chip laufen.
        Ich lese wenig nativ und sehr viel emulated.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ist aber schon veraltet und das ein oder andere wurde nativ umgesetzt.

        Dazu,
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        noch scheint da nicht alles Rund zu laufen.
      • Von Graphiccarsten Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Tekkla
        Von x86 auf x86 die Zugriffe in einer eigenen API zu behandeln ist was anderes, als sie von x86 auf ARM zu übersetzen.
        Ja. Proton übersetzt auf x86 Systemen nur die Software Befehle, weshalb der Verlust sehr gering ist, vom Prinzip her ist es eine Übersetzung und da die Grafikleistung davon nicht berührt wird (eher die CPU), spielt es nur eine geringe Rolle.

        Deine Angst vor der Übersetzung ist eher reine Theorie und hat mit der echten Spieleleistung in der Praxis wenig zu tun.
        Zitat von Tekkla
        Was du da durcheinanderbringst: Ja, man kann Steam installieren, aber die wenigsten Games spielen sich wirklich gut, sofern es keinen nativen ARM Build gibt.
        Genau dieses Argument ist doch durch die Realität längst überholt. Der Microsoft Übersetzer Prism ist mittlerweile so stark, dass über 85 Prozent aller x86 Spiele aus dem Xbxox Game Pass und von Steam völlig problemlos und flüssig auf ARM laufen, ohne dass es jemals ein nativer build existiert hat.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Was ich damit sagen will: Es befindet sich momentan noch in der Entwicklung und wenn Nvidia dort einsteigt dürfte das viel Potenzial haben.

        Es gibt doch jetzt schon bekannte Spiele, die komplett nativen ARM Code für Windows nutzen. Blizzard hat zum Beisiel für World of Warcraft einen eigenen ARM Client gebracht...
        Auch Microsoft selbst hat Minecraft komplett nativ für ARM umgestellt, und Epic Games hat das gleiche mit Fortnite gemacht, damit das Spiel und der Kopierschutz ohne jeden Übersetzer direkt auf dem Chip laufen.
      • Von Tekkla Volt-Modder(in)
        Zitat von Graphiccarsten
        Das Ganze zeigt letztendlich eigentlich nur, dass du das technische Fundament hinter der aktuellen Entwicklung überhaupt nicht verstanden hast!

        Einerseits über Windows on ARM schimpfen, weil dort Befehle übersetzt werden müssen, aber im gleichen Atemzug Linux und Proton als die ultimative Lösung feiern. Proton macht unter Linux bei fast jedem Spiel exakt das Gleiche... Es übersetzt im Hintergrund permanent Code von Windows zu Linux.
        Von x86 auf x86 die Zugriffe in einer eigenen API zu behandeln ist was anderes, als sie von x86 auf ARM zu übersetzen. Wie der Name WINE schon sagt, es ist kein Emulator. Es ist der Nachbau der Windows API für Linux.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Was du da durcheinanderbringst: Ja, man kann Steam installieren, aber die wenigsten Games spielen sich wirklich gut, sofern es keinen nativen ARM Build gibt.
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