Chip-Fertigung in der EU: Intel fordert mehr Fördermittel
Der US-Hersteller Intel betreibt im irischen Leixlip bereits ein Halbleiterfertigungswerk und würde seine Chipfertigung in Europa gerne weiter ausbauen. Das kommt der EU gerade recht, die sich langfristig eine Versorgung mit den begehrten Chips wünschen. Intel hat jedoch klare Forderungen und hofft auf Fördermittel und einer Allianz aus Industrie und den Regierungen.
Pat Gelsinger heißt der neue Chef bei Intel. In seiner Antrittsrede sprach er von seinem Plan, Intel zum weltweit führenden Halbleiterunternehmen zu machen. Nun empfiehlt Gelsinger der EU Intel als Partner für die Chipfertigung. Damit das gelingen kann, hat der Intel-Chef jedoch auch einige Forderungen.
Intel will mit EU kooperieren
Der Markt steckt derzeit in einer echten Halbleiterkrise. Die Corona-Pandemie sorgte für einen schlechten Nachschub an Komponenten und Lieferverzögerungen. Intel berichtete unter anderem über die Knappheit von Substraten. Dazu machten harsches Wetter und Brände der Produktion der umkämpften Chips einen Strich durch die Rechnung.
Auf dem umkämpften Markt will die EU die hiesige Produktion von Halbleitern ankurbeln, um sich eine langfristige Versorgung zu sichern und die digitale Souveränität stärken zu können. Das kommt Intel gerade recht, die bereits im irischen Leixlip ein Halbleiterfertigungswerk betreiben, welches das einzige Werk in der EU ist, das auch 14-Nanometer-Strukturen herstellen kann. Das Unternehmen baut das Werk gerade aus.
Intel-Chef Gelsinger will der EU bei einem Treffen mit dem Kommissar für den Binnenmarkt, Thierry Breton, sein Unternehmen als Partner bei der Chipfertigung empfehlen. Dafür stellt er jedoch auch Forderungen und stellt sich Fördermittel sowie eine Allianz zwischen der Industrie und den Regierungen vor. Die EU stehe in hartem Wettbewerb mit Staaten, die Chipfertigung als nationale Priorität einstufen, auch wenn einige Spitzenfirmen der Halbleiterbranche in der EU ansässig seien. Andere Regierungen würden Subventionen gewähren, um Halbleiterfertigungswerke anzusiedeln sowie die Forschung zu unterstützen, so Gelsinger.
Quelle: Heise




und die Manager ihre Gage weiterhin erhöhen
Keine Angst, so wie ich unsere Elitepolitiker kenne, wird es genau so passieren...
Leider habe ich den Eindruck, dass das Thema im Moment mit Blick auf den Chipmangel in der Auto-Industrie diskutiert und letztlich auch entschieden wird. Dabei resultiert dieser komplett unabhängig von den Fertigungsstandorten schlicht daraus, dass Bestellungen abgesagt, zu spät wieder angemeldet und keine kompensierende Lagerhaltung betrieben wurde. Asiatische Hersteller haben die gleichen Fehler nicht in gleichem Maße wie deutsche gemacht, bekommen aufgrund der allgemeinen Angebots-Nachfrage-Lage aber zunehmend genau das gleiche Problem. Die Lage der Fabs "um die Ecke" (oder aus europäischer Sicht eben nicht) ändert daran wenig, geliefert wird an den der die Kapazitäten rechtzeitig gebucht hat.
Problem gelöst.
Da wundert man sich nur, wie die ansonsten typischerweise mit dem Bau und Betrieb einer solchen Fab berichteten Zahlen zustande kommen, denn die Diskrepanz müsstes du mal erklären.
Beispielsweise TSMC hatte im Southern Taiwan Science Park bereits schon in 2018 rund 10.000 Angestellte, bevor die Fab 18 für 5nm in Bau ging und damit unmittelbar in Verbindung sollten 4.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, von den Jobs für den Bau selbst und indirekt anhängenden Jobs gar nicht zu reden.
Berzüglich Intel's Erweiterung (wohlgemerkt zwar 20 Mrd. US$ aber das ist nur eine Erweiterung, kein komplett neuer Standort) in Arizona spricht man bereits von "The investment will lead to the direct creation of 3,000 new high-tech, high-wage jobs and 3,000 construction jobs, while supporting an estimated 15,000 additional indirect jobs in our community." Selbst wenn man die Zahlen ein wenig nach unten korrigiert und den letzten Wert gar als deutlich zu optimistisch wertet und viertelt, bleiben da weitaus mehr als ein paar wenig Hundert Jobs zu besetzen.
Leider habe ich den Eindruck, dass das Thema im Moment mit Blick auf den Chipmangel in der Auto-Industrie diskutiert und letztlich auch entschieden wird. Dabei resultiert dieser komplett unabhängig von den Fertigungsstandorten schlicht daraus, dass Bestellungen abgesagt, zu spät wieder angemeldet und keine kompensierende Lagerhaltung betrieben wurde. Asiatische Hersteller haben die gleichen Fehler nicht in gleichem Maße wie deutsche gemacht, bekommen aufgrund der allgemeinen Angebots-Nachfrage-Lage aber zunehmend genau das gleiche Problem. Die Lage der Fabs "um die Ecke" (oder aus europäischer Sicht eben nicht) ändert daran wenig, geliefert wird an den der die Kapazitäten rechtzeitig gebucht hat.
Das finde ich nachts ohne Navi.
Mal ehrlich, den Anschluß haben wir doch längst verloren.
Es wär gut, wenn wir das nicht verlieren würden oder sogar ausbauen könnten.