Intel Core i-14000: Meteor Lake erscheint nur als i5 mit 65 Watt im Desktop und mixt 5, 6, 7 und 22 nm
Das Debüt der Core-i-14000-Serie in Form von Meteor Lake wird mit Spannung erwartet, schlägt Intel hier doch in vielerlei Hinsicht einen neuen Weg ein. Zum einen soll die Desktop-Chips vorerst auf höchstens 65 Watt beschränkt sein, zum anderen wird ein "wilder" Mix der Fertigungsverfahren in 5, 6, 7 und 22 nm von Intel und TSMC erwartet.
Während die Core-i-13000-Serie ("Raptor Lake") im Desktop noch im Laufe des dritten Quartals des laufenden Jahres eine Produktpflege in Form eines Refreshs erhalten soll, wird Meteor Lake beginnend im 2. Halbjahr voraussichtlich bereits die neue Generation der Core-i-14000-Serie mit den 800er-Chipsätzen und dem neuen Prozessorsockel LGA 1851 einführen. Erstmals überhaupt fährt Intel also "zweigleisig", denn Arrow Lake soll 2024 neue High-End-CPUs bieten.
Raptor Lake, Meteor Lake und Arrow Lake im Desktop
Während also das Raptor Lake Refresh noch in diesem Jahr von Meteor Lake-S ergänzt werden soll, stößt mit Arrow Lake-S 2024 eine dritte CPU-Generation im Desktop dazu. Das wird nötig, da Meteor Lake vom Prinzip her rein als mobiler Chip ausgelegt ist und im Desktop daher nur mit maximal 65 Watt als Core i5 aufgelegt werden soll. Das Limit soll bei 6 Performance- und 8 Efficiency-Cores liegen und deshalb nicht bis in den High-End-Bereich heranreichen. Hier wird Intel erst die Prozessoren der Generation Arrow Lake-S wieder positionieren können, was voraussichtlich aber erst Ende des kommenden Jahres der Fall sein wird.
Wenngleich Intel den 3D V-Cache von AMD mit einem hauseigenen L4-Cache, dem sogenannten Adamantine-Cache, kontern möchte, so wird es zumindest an der Spitze des Desktop-Portfolios eine lange Durststrecke geben. Wie jetzt übereinstimmende Medienberichte aus Asien besagen, hat Intel seine Bestellungen bei TSMC für die integrierte GPU-Einheit von Arrow Lake-S auf Ende 2024 verschoben. Bis dahin müssen das Raptor Lake Refresh und die kleinen Meteor Lake-S durchhalten.
Durststrecke im Desktop kündigt sich an
Nachdem es zuerst geheißen hatte, Intel hätte die auf Effizienz und den mobilen Einsatz optimierten Meteor Lake-S im Desktop in Gänze gestrichen, sollen jetzt zumindest Ableger in Form von Core i3 und Core i5 mit einer Verlustleistung von 35 bis 65 Watt auch für stationäre Computersysteme erscheinen. Da Intel hier den Fokus aber klar auf die Verbrauchsminderung gelegt haben soll und weder die IPC noch der neue "Adamantine-Cache" die fehlenden Kerne und Threads ausgleichen können, ist voraussichtlich bis Ende 2024 von Stillstand an der Spitze des CPU-Line-ups auszugehen. Dann erst übernimmt Arrow Lake-S mit bis zu 125 Watt.
Meteor Lake mischt 5, 6, 7 und 22 nm von Intel und TSMC
Beginnend mit Meteor Lake wird Intel auch erstmals auf einen Mix des eigenen Fertigungsverfahrens Intel 4, bei dem es sich anders als die Bezeichnung suggeriert, um einen Prozess in 7 nm handelt, mit Nodes in 5 und 6 nm vom Auftragsfertiger TSMC setzen. Aber auch Intel 16 mit 22 nm FFL kommt noch zum Einsatz.
Intel Core-i-14000-Serie ("Meteor Lake"):
- CPU Tile: Intel 4, 7 nm
- Graphics Tile: TSMC N5, 5 nm
- SoC an IOT Tile: TSMC N6, 6 nm
- 3D Foveros Base Tile: Intel 16, 22 nm
Für die Desktop-Prozessoren der Serie Arrow Lake-S ist mit einem ähnlichen Aufbau zu rechnen. Beim Sockel wird Intel jeweils auf den LGA 1851 mit 1851 Pins setzen und beginnend mit Meteor Lake-S den Support für DDR4 streichen.
Wenngleich es sich bei dem für das Basis-Chiplet ("Base Tile"), welches auch 3D Foveros und den L4-Cache bietet, mit Intel 16 um einen Fertigungsprozess in einer sogenannten 22FFL-Node ("22 nm FinFET Low Power") handelt, spricht Intel hier selbst eher von einem Fertigungsverfahren in 14 nm. Der Hersteller möchte hinsichtlich Intel 4, Intel 3 sowie Intel 20A und 18A im Zeitplan liegen.
Es wird spannend zu sehen sein, wie Intel die Zeitspanne bis Mitte/Ende 2024 überbrücken kann, denn bis dahin wird es aller Voraussicht nach keine neuen mehr Core i7 und Core i9 geben. Ob ein Raptor Lake Refresh gegen die nächste Generation Ryzen bestehen kann, ist zudem durchaus fraglich. Aktuell sind die Ryzen 7000X3D in Sachen Spiele-Leistung und Effizienz die Benchmark, an der es sich zu orientieren gilt.
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Wir können gerne paar Tests machen tuned vs tuned wenn hier ein Zen 4 User Bock hat um zu schauen wo man steht^^
Zumal der Split ja ohnehin eine Notlösung sein wird, denn auf offiziellen Slides von Intel steht Meteor Lake-S noch mit bis zu 125 Watt.
Wird auf jeden Fall spannend die Geschichte.
Warum auch viel mehr in Entwicklung stecken und zeigen was möglich ist ? Man hatte ja keine Konkurenz. Doch dann kam Zen.
Selbst Schuld Intel!
In den meisten Spielen war man sogar langsamer als Intels alte 4-Kerner: https://www.pcgameshardwa...
In Spielen war Intel 20-100% schneller.
Der 1800X war damals einfach nur eine Wucht, da man eine Leistung bekommen hat, die Intel noch kurz vorher für über 1000€ angeboten hat. natürlich war es ein negativer Punkt, dass man einen gewissen Teil der Ersparnis in besseren RAM investieren mußte, wenn man das volle Potential entfalten wollte. Mit der Übertaktbarkeit des 1800X war es auch nicht gut bestellt, das war eine Domäne des 1700 ohne X.
Insgesamt war Zen 1 ein klarer Erfolg.
In den meisten Spielen war man sogar langsamer als Intels alte 4-Kerner: https://www.pcgameshardwa...
In Spielen war Intel 20-100% schneller.