Silverthorne/Diamondville

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Angekündigt hat Intel den sparsamen Mobilprozessor Atom schon während der Cebit, auf dem IDF folgte nun die offizielle Markteinführung. Wir sind für Sie vor Ort und verraten alle Details.

IDF Shanghai 2008: Intels neuer Mobilprozessor - alle Details zum Atom Namen sind...
Vor jener Cebit-Vorstellung war der Atom sowohl als Silverthorne als auch unter dem Namen Diamondville bekannt. Worin besteht nun der Unterschied? Beim Silverthorne handelt es sich um die kompaktere Version, die direkt auf die Hauptplatine gelötet wird - gedacht für eben jene MIDs, von denen sich Intel gewaltige Stückzahlen verspricht. Er ist es, der auf dem IDF offiziell vorgestellt wurde. Einen klassischen Pin-Sockel hingegen verwendet der Diamondville, der sich damit für größere, auch stationäre Rechner wie besagte Nettops eignet; außerdem soll er auch in einer zukünftigen Version von Asus' Eee-PC zum Einsatz kommen (Asus über Zukunft des Eee-PCs). Zum Diamondville zeigte Intel zwar Bilder, lieferte aber nur wenige Details.

Der zum Silverthorne passende Chipsatz heißt Poulsbo, während Diamondville auch mit anderen Chipsätzen wie dem betagten Intel 945G kombiniert wird. Die Plattform Centrino Atom setzt jedoch den Poulsbo voraus, sie trug bislang den Codenamen Menlow - wer das Centrino-Atom-Logo auf sein Gerät kleben will, muss neben dem richtigen Chipsatz auch weitere Vorgaben erfüllen, so darf das Display keine Diagonale über 6 Zoll aufweisen. Unter Sodaville schließlich versteht Intel die Menlow-Variante für Unterhaltungselektronik wie DVD-Rekorder und verwandte Gerätschaften.
Intel sieht den Atom in vier Geräteklassen: Embedded (etwa Navigations- oder medizinische Geräte), CE (zum Beispiel Fernseher und Rekorder), Nettops/Netbooks (kleine Rechner und Notebooks) sowie MIDs (mobile Internet-Geräte), einer neuen Gerätekategorie. Intel sieht den Atom in vier Geräteklassen: Embedded (etwa Navigations- oder medizinische Geräte), CE (zum Beispiel Fernseher und Rekorder), Nettops/Netbooks (kleine Rechner und Notebooks) sowie MIDs (mobile Internet-Geräte), einer neuen Gerätekategorie.
Atom-Aufbau im Detail Atom-Aufbau im Detail Atom unter dem Mikroskop
Wie die größeren Desktop-Brüder Wolfdale und Yorkfield fertigt Intel den Atom im 45-Nanometer-High-K-Prozess, A100 und A110 wurden noch mit 90 Nanometern Strukturbreite hergestellt. Damit verteilen sich 47 Millionen Transistoren auf nur 25 Quadratmillimetern. Der Atom ist ein Einkern-Prozessor, dafür unterstützen die schnelleren Modelle Hyperthreading - jene Technik aus Pentium-4-Tagen, die der Software einen zweiten Kern vorgaukelt und bis zu 30 Prozent mehr Performance bringen soll.

Mit gängigen Desktop-Dualcores kann es der Atom aber trotzdem nicht aufnehmen, das liegt an seinem niedrigen Takt von maximal 1,86 GHz ebenso wie am nur 512 KiByte kleinen L2-Cache, vor allem aber an der langsamen In-Order-Pipeline. Doch für Server oder Spielerechner ist dieser Prozessor ohnehin nicht gedacht, und für die Darstellung von Webseiten wird's wohl reichen. Aber auch "richtige" Betriebssysteme wie Windows laufen auf dem Atom - der größte Vorteil seiner x86-Architektur. Verzichten müssen Silverthorne und Diamondville auf die aktuelle Befehlssatzerweiterung SSE 4, Version 3 ist aber ebenso enthalten wie die 64-Bit- und die Virtualisierungstechnologie.

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  1. Seite 1 Einleitung: Intel Atom
  2. Seite 2 Silverthorne/Diamondville
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