Arm vs. Qualcomm: Rechtsstreit erreicht mit dem Entzug der Architekturlizenz die nächste Stufe
Der Streit zwischen Arm und Qualcomm erreicht abermals ein neues Level. Nun soll Arm mit einer 60-tägigen Kündigungsfrist die Architekturlizenz für Qualcomm aufgelöst haben.
Der seit mehr als zwei Jahren anhaltende Rechtsstreit zwischen Arm und Qualcomm geht in die nächste Runde: Wie das Portal Bloomberg unter Berufung auf ein an Qualcomm verschicktes Dokument berichtet, hat Arm dem Chiphersteller die Architekturlizenz entzogen. Berücksichtigt wird hierbei eine vorgeschriebene Frist von 60 Tagen; entsprechend hat Qualcomm nach aktuellem Stand in knapp zwei Monaten keine Lizenz mehr, um auf Basis der Arm-Befehlssatzarchitektur eigene Mikroarchitekturen zu entwickeln.
Der Auslöser der Querelen liegt in der Qualcomm-Übernahme des Startups Nuvia. Dieses arbeitete ursprünglich an einem für den Serverbereich gedachten CPU-Kerns mit Arm-Architektur - nach der Übernahme hat Qualcomm dieses Design für das Notebook-Segment "umfunktioniert". In den Augen von Qualcomm hat man sich keiner Lizenzverletzung schuldig gemacht, denn immerhin habe man mit der Übernahme von Nuvia auch deren legitime Architekturlizenz übernommen und so das Recht, eigene Anpassungen am Nuvia-Design vorzunehmen.
Arm sieht dies wiederum anders: Nuvia hat in der Argumentation lediglich eine Lizenz besessen, die explizit für Serverdesigns vorgesehen war. Da keine Zustimmung seitens Arm für die Weitergabe der Lizenz erfolgt ist, hätte Qualcomm diese auch nie übernehmen und weiterverwenden dürfen. Die eigentliche Nuvia-Architekturlizenz wurde im Übrigen bereits im Februar 2023 aufgelöst, da sich die beiden Unternehmen nicht einigen konnten.
Für Qualcomm kommt die Nachricht zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt - auch wenn so etwas wie ein guter Zeitpunkt für einen Lizenzentzug wohl nicht existiert. Denn derzeit findet der Snapdragon Summit steht, auf dem mehrere neue Prozessoren auf Basis einer Arm-Lizenz vorgestellt werden. Wie es mit diesen und weiteren CPUs weitergeht, steht bisher nicht fest - in der Vergangenheit forderte Arm etwa die Zerstörung sämtlicher auf Nuvia basierenden Chips. Qualcomm selbst äußerte sich bereits in einer Stellungnahme (via Videocardz) zum Arm-Vorgehen:
Dies ist eine weitere unbegründete Drohung von ARM, die darauf abzielt, einen langjährigen Partner unter Druck zu setzen, unsere leistungsführenden CPUs zu beeinträchtigen und die Lizenzgebühren ungeachtet der umfassenden Rechte unserer Architekturlizenz zu erhöhen.
Qualcomm zeigt sich unbeeindruckt ob des Arm-Verhaltens, bei dem es sich angesichts der im Dezember angesetzten Gerichtsverhandlung um ein Störfeuer handle. Die Kündigung der Lizenz sei völlig unbegründet, sodass sich der Hersteller zuversichtlich zeigt, dass die Qualcomm-Rechte im Rahmen der Vereinbarung bestätigt werden.

Es geht wohl doch "nur" um die CPUs die auf der Technik der zugekauften Firma Nuvia basieren.
Das scheint aktuell nur Snapdragon X aus den ARM Notebooks zu betreffen.
Jop es geht nur um die x Chips
Es gibt zwei Vereinbarungen eine wo qualcomm eigene Chips entwickeln kann und eine wo qualcomm die Chips von arm nutzt wie z.b. im Snapdragon 8 gen 3
Jop es geht nur um die x Chips
Es gibt zwei Vereinbarungen eine wo qualcomm eigene Chips entwickeln kann und eine wo qualcomm die Chips von arm nutzt wie z.b. im Snapdragon 8 gen 3
Die ganzen Chips bis zum Snapdragon 8 gen 3 sind nicht betroffen guckt euch die Daten an hier sind die Kerne von arm selbst verbaut damit verdient arm ja Geld weil diese ja verkauft werden an qualcomm
Ich nutze im Sony Xperia 10 Mark 6 den Snapdragon 6 gen 1 hat auch einen arm kern