Snapdragon X Elite: Armutszeugnis beim Gaming [Bericht]
Seit Mitte Juni sind Microsofts Copilot+-PCs mit Snapdragon X Elite verfügbar und immer mehr Tests zeigen, dass der Chip beim Gaming nicht mithalten kann.
Im Vorfeld der Markteinführung des Snapdragon X Elite wurde dieser von Qualcomm als starke Konkurrenz für AMD, Intel und Apple präsentiert, wobei trotz Emulation in Verbindung mit Windows on Arm auch stets eine konkurrenzfähige Gaming-Leistung in Aussicht gestellt wurde. Erste Tests der neuen, als Copilot+-PCs vermarkteten Laptops mit dem Chip zeigen jetzt jedoch eher Gegenteiliges.
Wie Tomshardware hierzu berichtet, könnte es ähnlich wie bei Intels holprig gestarteten Arc-Ambitionen noch Jahre der Software- und Treiberentwicklung benötigen, bevor Qualcomm in der Lage sein wird, konkurrenzfähige Laptop-Prozessoren für Spiele anzubieten. Bereits bei ersten Tests von Referenz-Notebooks mit Snapdragon X Elite im April habe sich gezeigt, dass die Auswahl an unterstützten Spielen recht begrenzt zu sein scheint und die Adreno-GPU, entgegen anderer Erwartungen, kaum auf Augenhöhe mit einer Radeon 780M war.
Snapdragon X Elite: Sogar deutlich hinter Intel
Auch die um 36 Prozent höhere GPU-Leistung im Vergleich zur integrierten Arc-Grafikeinheit eines Intel Core Ultra 7 155H scheint sich in freier Wildbahn nicht zu bestätigen, denn unter anderem auch PCWorld hat den Snapdragon X Elite kürzlich mit Intel-Laptops auf den Prüfstand gestellt. Dabei hatte der Qualcomm-Chip dem Bericht nach bei der Ausführung vieler Spiele und typischer Anwendungen (wie Adobe Premiere und After Effects) das Nachsehen und schnitt bei jedem getesteten Spiel deutlich schlechter ab als der Core Ultra 7. In einigen Extremfällen wie Civilization VI war die integrierte Intel Arc Graphics demnach sogar bis zu 3,5 Mal schneller als die integrierte Qualcomm Adreno X1 des Snapdragon X Elite.
Windows on Arm scheint laut Tomshardware derzeit insgesamt einfach eine schlechtere Spielkompatibilität und Leistung mit Windows-Spielen zu haben als das durchschnittliche Steam-Deck, das zudem zu einem viel niedrigeren Preis erhältlich ist. Die offizielle Liste der "Windows on Arm Ready Games" beläuft sich auf insgesamt 1.259 Titel, darunter auch eine Reihe von sehr anspruchslosen Indie- und 2D-Spielen. Das Steam-Deck mit Valves Linux-Kompatibilitätstool Proton kommt laut SteamDB indes inzwischen auf 15.391 verifizierte und spielbare Spiele.
Snapdragon X Elite: Treiber und Software könnten helfen
Zwar hat die Adreno-Grafik im Snapdragon X Elite mit theoretisch 4,6 Teraflops FP32-Rechenleistung und einer Speicherbandbreite von bis zu 135 GB/s dem mittlerweile alternden Steam Deck mit seiner "Van Gogh"-APU von AMD und nur 1,6 Teraflops bei 102 GB/s einiges voraus. Doch hier mache sich die Treibererfahrung von AMD und die native x86-Architektur ohne Emulation bemerkbar, wenn man mal von der niedrigeren Display-Auflösung absieht. Intels Arc-Grafikeinheit im Core Ultra 7 155H kommt derweil auf eine Rechenleistung von 4,6 Teraflops mit einer Speicherbandbreite von bis zu 119 GB/s. AMDs "Strix Point"-Prozessoren mit bis zu 5,8 Teraflops werden derweil im Juli nachlegen.
Langfristig wird erwartet, dass Qualcomm die Treiber- und Softwareunterstützung für seine Prozessoren der Snapdragon-X-Serie verbessern wird. Theoretisch könnten sogar Spieleentwickler damit beginnen, native Arm-Ports zu erstellen, spekuliert der Bericht. Bei entsprechender Entwickler- und Treiberunterstützung sei es für die aktuelle Snapdragon-Generation zumindest denkbar, dass die integrierten Adreno-GPUs so eine ähnliche Leistung wie Intels aktuelle Arc-Graphics der Meteor-Lake-Generation liefern könnten.
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Das absolute Ergebnis hat in meinen Augen keinerlei Anteil daran, denn eine GTX970 wirst du in Cyberpunk eben nicht über 4fps bringen! Weil einfach keine Leistung da ist, egal mit welchen Tricks im Treiber.
Leistungssteigerungen bekommst du nur hin, wenn vorher nicht alles ausgelastet war! Womit dann auch wieder Befehlssatzerweiterungen usw. gemeint sind. Wenn du bspw. AVX512 hast, es aber wegen dem Treiber nicht nutzt (mir ist ein Equivalent der GPU gerade nicht eingefallen), dann kannst du mit einer Anpassung des Treibers eben massiv Leistung gewinnen, die du vorher eben nicht hattest. Gleiches wird hier eben bei Intel passiert sein und gleiches gilt auch für Qualcomm und Apple und Nvidia und AMD (um mal die größten Spieler am Markt zu platzieren).
Die akt. Intel Grafikkarten sollten keine Konkurenz für Grafikkarten aus dem Jahre 2014 (970) sein sondern eher der RTX 30x0 von 2020 oder sogar der RTX 40x0 von 2022.
Das ein Treiber von einem ~neuen Mitbewerber Zeit braucht bis alles richtig rund läuft war jedem klar.
Es liegt nicht nur an dem Hersteller selbst sondern auch das daran das keine Software "Rücksicht" auf ggf. Eigenheiten / Vorteile der Karte nimmt. Eben weil neu und absolut unbedeutend im Markt (da keine Verbreitung)
Wenn man also nun ein neuen Treiber hat welcher absurd hohe Mehrleistung in einzelenen Spielen bringt liegt das daran das es vorher einfach nicht gut, lief um es nett zu vormulieren.
Die unterirdische Performance in DirectX 9 ist ebenso passé wie die durchwachsene DirectX-11-Leistung. Moderne Spiele waren nie das Problem (Ausnahmen bestätigen selbst heute die Regel), hier lief und läuft Arc gut (DirectX 12/Vulkan) bis sehr gut (Raytracing).
Mit dem Gedanken, dass Produkte beim Kunden reifen müssen wir leben, wenn wir Vielfalt wollen. Denn kein Hersteller dieser Welt kann Produkte so lange testen, bis alle möglichen Kombinationen von Hard und Software durch sind. Die einzige Möglichkeit ist, sich von der Vielfalt abzuwenden und komplett standardisierte Dinge zu nutzen.
Vor allem wenn man mit Performance Zahlen wirbt um das Produkt zu verkaufen, sollten diese auch erreicht werden können, und das im Bestfall in den meisten Situationen und nicht in der einen Workload die ein Hauseigener Benchmark Synthetisch generiert.
Die Frage ist hier aber ob diese Treiber überhaupt kommen und wenn ja wann genau
Und man setzt auf bekannte Strukturen, DG2 ist quasi eine DG1 mit Raytracing Support, und das alles war bis zu dem Zeitpunkt in Notebooks und in Desktops als integrierte Grafikeinheit vorhanden gewesen.
Den "Wundertreiber" gab es nur, weil die ihre Treiberprogrammierung zu Grabe getragen haben udn intern nun per Zusatzsoftware und Whitelist einfach die Spiele transcodieren lassen.
Stichwort DXVK udn Co.
Quasi das, was Linux mit Proton und Co auch macht.
Die Dinger laufen also bis heute nicht wirklich so, wie sie ursprünglich eigentlich sollten.
Intel hat es nicht geschissen bekommen, ihre völlig veraltetes Treibermodell, was für Notebooks und bis DX11 irgendwie funktioniert hat, auf neuzeitliche DX12 und Vulkantechnologie umzuschreiben.
Völlig katastrophale CPU Drawcall-Overheads zerstören die ganze Leistung.
Nun gut, mittlerweile laufen die ollen DInger ja halbwegs, aber ineffizient.
Der wichtigste Vorteil gegenüber Snapdrogon ist udn bleibt aber der native x86 Part.
Das man mit ARM regelmäßig auf die Schnauze fällt, ist ja nicht das erste mal, woran Microsoft auch beteiligt ist.
Eigentlich ist die Diskussion auch überflüssig, weil ja noch eine Verkaufssperre droht.
Vielleicht werden die Dinger wieder eingesammelt und verschrottet.
An dem finanziellen Kollaps würde ich als Drittanbieter ja nicht verwickelt sein wollen.
Man muss sich echt an den Kopf packen, wer den Mist verzapft hat.
Einfach mal machen udn raushauen, anstatt sich rechtlich abzusichern?
Kommt immer gut, vermutlich war das eine geldgeile Person mit 7stelligem Gehaltscheck, sicherlich winkten spezielle Gewinnbeteiligungen am Umsatz etc..
Ist das Produkt in deinen Augen dann schon gescheitert? Wenn sie in 12 Wochen nachliefern? Man sollte nicht vergessen, dass StrixPoint (Intel halte ich da für den falschen Benchmark, denn deren GPU Leistung ist vertmutlich auch recht mies im Vergleich zu AMD StrixPoint) eben auch etwas andere TDPs und Lizenzkosten haben dürfte. ARM ist am Ende billig und effizient! Glaube niemand hier glaubt daran, dass ARM jetzt in wenigen Monaten auf Augenhöhe zu den x86 APUs liegt, aber es ist ja nunmal auch wichtig einen Anfang zu machen und mit 4,x TF finde ich zeigt man einen sehr guten Ansatz, den man sicherlich auch in Anwendungen und einigen OpenGL basierten Titeln schon recht zeitnah sehen kann, dass es eben auch diese Leistung liefert und dort dann auch gegen AMD/Intel bestehen kann. Ihr hattet übrigens vor einigen Tagen doch selber einen Bericht drin, wo eben nach einem Update (sogar über Windwos Update) die Leistung in Resident Evil von 40fps mit Drops auf 100fps ohne Drops stieg! Insofern schauen wir mal wo wir in drei bis vier Monaten stehen, wenn Qualcomm dann schon in Richtung Intel geht, sind sie auf einem guten Weg. AMD wird für beide (Intel und Qualcomm) erstmal nicht zu holen sein, dafür ist eben AMD in der zu komfortablen Lage dedizierte Grafikkarten seit Jahren anzubieten und dort eben auch weit oben mitzumischen, diese Ansätze kommen dann eben auch in die APU und Intel baute seit Jahren eine GPU um eine iGPU zu haben.
Die Frage ist hier aber ob diese Treiber überhaupt kommen und wenn ja wann genau
Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und sage: Bis dahin schaffen die das nicht. Wir reden hier von einem Rückstand, der gemessen an der Rohleistung größer als bei Intels Arc-Launch seinerzeit zu sein scheint und während Intel eine komplett neue Abteilung für eine komplett neue Produktsparte hochgezogen hat, ist der Snapdragon X einfach nur ein weiterer Chip am oberen Ende eines bestehenden Portfolios. Umgekehrt hat Qualcomm weder Erfahrung mit Windows noch mit komplexen Games und dass Microsoft nach zwei bis drei Jahrzehnten gescheiterter ARM-Experimente auf einmal die Hufe hochkriegt, ist wohl auch nicht zu erwarten.