3-nm-Fertigung: TSMC und Samsung haben Schwierigkeiten
Angeblich sollen die Foundries Samsung und TSMC Probleme mit den jeweiligen 3-nm-Prozessen haben. Wie lang sich die Entwicklung bei beiden Unternehmen verzögert, ist leider noch nicht bekannt.
In den letzten Jahren lief es gut für die weltgrößte Foundry TSMC: Der 7-nm-Prozess des Unternehmens ist ein voller Erfolg und auch der Wechsel auf die EUV-Belichtungstechnik wurde mittlerweile erfolgreich durchgeführt. Gleichzeitig erlebt TSMC derzeit eine sehr hohe Nachfrage, und auch dieses Jahr dürfte es durch den neuen 5-nm-Prozess wieder zahlreiche Bestellungen geben.
Verzögerungen bei Samsung und TSMC
Danach sieht die Zukunft aber offenbar nicht ganz rosig aus, wenn man einem Bericht der Digitimes traut. Demnach hat TSMC Probleme mit dem nachfolgenden 3-nm-Prozess, sodass sich dieser verspäten soll. Bislang ging man davon aus, dass die 3-nm-Fertigung im Jahr 2022 die Marktreife erreichen soll.
Ob es dabei bleibt, oder ob sich der Prozess sogar noch bis 2023 verzögert, ist bislang unklar. Angeblich ist die Testproduktion, die zum Jahresende 2020 starten sollte, bis jetzt noch nicht angelaufen. Dramatisch könnte eine Verzögerung dabei vor allem für Apple sein, die sich angeblich schon jetzt die gesamten Kapazitäten für die Fertigung des A16-SoCs gesichert haben.
Samsung, die einzige Foundry die derzeit vergleichbare Strukturbreiten anbietet, hat angeblich ebenso Schwierigkeiten. Im Gegensatz zu TSMC will das Unternehmen mit dem 3-nm-Prozess einen Wechsel von der FinFET- hin zur GAAFET-Technik vollziehen, doch das ist anscheinend schwieriger als geplant. Daher soll auch Samsung den 3-nm-Prozess frühestens 2022 in die Massenproduktion bringen.
Auch spannend: Samsungs Halbleitersparte: 5-nm-EUV in der Serienfertigung, mehr Geld für 8 nm - wegen Ampere?
Quelle: Samsung
Durch GAAFETs (Gate-All-Around Field-Effect Transistor) soll die effektive Gatebreite von Transistoren vergrößert werden, ohne den tatsächlichen Flächenbedarf zu erhöhen. Dadurch könnten höhere Schaltfrequenzen oder ein niedriger Energieverbrauch erreicht werden.
Welche Auswirkungen die Entwicklungsprobleme der beiden Foundries haben werden, ist derzeit kaum abzusehen. Wenn die Verzögerungen die Massenproduktion bei TSMC und Samsung nur um wenige Wochen bis Monate nach hinten schieben, ist für Endkunden womöglich kein allzu negativer Effekt feststellbar. Was aber passiert, wenn sich ein Fertigungsprozess zu lange verzögert, lässt sich am Beispiel von Intel gut erkennen: Durch den verspäteten 10-nm-Prozess mussten immer mehr Produkte in den alten 14-nm-Fabs gefertigt werden, die aber nicht auf diese Kapazität ausgelegt waren. Das Ergebnis waren Lieferengpässe.
Quelle: via Computerbase

Es mag irgendwie lustig klingen, dass die US Steuerbehörden einen detaillierten Plan haben, wie schon 12 Stunden nach einer Superkatastrophe (egal ob Atomkrieg, Supervulkanausbruch, Asteroideneinschlag usw.) wieder alles läuft und Steuern erhoben werden können. Im Falle eines Falles ist es aber ganz gut, wenn der Staat nicht pleite ist und und wichtige Dinge einziehen kann. Umgekehrt kann man Nothilfen auszahlen.
Im Prinzip ist es wie bei jeder Krisenvorsorge: wenn noch nichts schlimmes passiert ist, dann lachen alle und stellen sie in Frage (das Geld kann man doch besser ausgeben), aber wenn das Schiff sinkt, dann ist man doch froh, dass es Rettungsboote und Rettungswesten gibt und wehe dem, der daran gegeizt hat (übrigens gab es auch bei der Titanic extrem gute Argumente, von schlauen Leuten, warum man nur so wenig Rettungsboote mitgenommen hat).
Sowas muß verhindert werden, denn sonst können wir als Export(vize)weltmeister einpacken. Von der Fertigungstechnik reicht AMDs Fab in Dresden wohl völlig aus, es fehlt allerdings an Kapazitäten und die Verpackung ist auch wo anders.
Anm.: Dieser Beitrag könnte Spuren von Sarkasmus enthalten. Zu Risiken und Nebenwirkungen belästigen Sie bitte jemand anderen.
Wenn man zumindest Mittelfristig denkt, dann kommt den Mikrochips eine Schlüsselrolle zu. Genau wie z.B. etwa der Frage, wie wir unsere Häuser und Straßen beleuchten. Zum Glück sind die Glühbirnen ausgemustert, bei deren 1000h Brenndauer würden wir bald im Dunkeln sitzen. Das haben wir den LEDs zu verdanken, womit wir auch schon wieder beim Thema Halbleiter wären.
Lange nicht alles wird dadurch besser, dass es digital gepimpt wird (wer schonmal bei Regen sein Fahrerfenster nicht mehr schließen konnte bei spontan defektem elektrischem Fensterheber wünscht sich erstaunlich schnell die gute alte Kurbel zurück, ich hatte das Vergnügen schonmal
Wenn man hingegen eine halbwegs funktionsfähige Halbleiterproduktion hat, dann erübrigt sich das Thema.
Lange nicht alles wird dadurch besser, dass es digital gepimpt wird (wer schonmal bei Regen sein Fahrerfenster nicht mehr schließen konnte bei spontan defektem elektrischem Fensterheber wünscht sich erstaunlich schnell die gute alte Kurbel zurück, ich hatte das Vergnügen schonmal
Eine kaputte Wirtschaft kann einen Krieg entscheiden, eine Lektion aus dem ersten Weltkrieg.
Es ist wie mit der dämlichen deutschen Tradition Häuser aus Ziegeln zu bauen. Ich habe nie verstanden, warum man das während des Kalten Kriegs nicht verboten hat, zumindest in den Städten. Klar ist die Verwüstung auch mit Stahlbeton gigantisch, aber es ist ein massiver Unterschied, ob ein paar Millionen mehr oder weniger überleben und ob eine Stadt zu 75% oder "nur" zu 25% zerstört ist.