Broadwell: Xeon E3 v4 mit bis zu 95 Watt TDP und höherem Takt veröffentlicht
Intel hat mit seiner Broadwell-Generation auch fünf Xeon-Prozessoren von der Stange gelassen, die E3-v4-Familie. Die beinhaltet drei Modelle für den Sockel 1150, die erstmals in der Xeon-Geschichte mit Iris-Pro-GPU daherkommen. Zudem wurde beim Topmodell die TDP von 65 auf 95 Watt erhöht. Das resultiert in mehr CPU- und RAM-Takt.
Intel hat gestern Broadwell-H offiziell veröffentlicht, nachdem die mobilen Y- und U-Modelle schon seit einigen Monaten verfügbar sind. Das beinhaltet fünf Mobile-Ableger mit vier Kernen, drei BGA-Modelle für den OEM-Markt und zwei LGA1150-Ableger. PC Games Hardware konnte ein Engineering Sample des Core i7-5775C ergattern und auf den Prüfstand stellen. Daneben hat Intel fünf Broadwell-Prozessoren für den Server-Markt veröffentlicht, die dementsprechend als Xeons daherkommen.
Darunter befinden sich drei Modelle, die mit den üblichen Sockel-1150-Mainboards genutzt werden können, der E3-1285 v4, E3-1285L v4 und E3-1265L v4. Alle drei Modelle kommen mit einer Iris-Pro-GPU daher – ein Novum in der Xeon-Familie. Die P6300-Grafikeinheit unterscheidet sich auf dem Papier nicht von der bekannten Desktop-6200: Mit von der Partie sind 48 Ausführungseinheiten mit einem Basistakt von 300 MHz, die auf bis zu 1.150 MHz "boosten" können. Auf bis zu 16 GiByte des Arbeitsspeichers können die GPUs zurückgreifen. Quicksync lässt Intel bei den neuen Xeons jetzt im Übrigen auch aktiv.
Der E3-1285L v4 entspricht größtenteils dem Core i7-5775C, bloß mit einem 100 MHz höherem Basis- und Turbo-Takt, dafür aber geschlossenem Multiplikator. Interessanter ist der E3-1285 v4, bei dem die TDP von 65 auf 95 Watt angehoben wird. Das resultiert in 3,5/3,8 GHz (Vergleich i7-5775C: 3,3/3,7 GHz) und einem von DDR3L-1600 auf -1866 angehobenen RAM-Takt (mit dem Core i7 durch OC möglich). In der Praxis dürfte der Xeon seine Turbo- und Boost-Taktraten durch das höhere TDP-Budget wesentlich besser ausfahren können. Preislich sind die Neulinge für Endkunden allerdings sehr unattraktiv. Bei einer Abnahme von 1.000 Stück beziffert Intel den Preis des E3-1285 v4 auf 556 USD, die kleinere L-Variante soll immer noch 445 USD kosten.
Quelle: Intel (Pressemitteilung, Ark)
| Modell | K/T | Basis-/Turbo-Takt | L3-Cache | GPU | Speicher | TDP | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Xeon E3-1285L v4 (LGA) | 4/8 | 3,4/3,8 GHz | 6 MiB | Iris Pro P6300 | DDR3L-1866 | 65W | $445 |
| Xeon E3-1285 v4 (LGA) | 4/8 | 3,5/3,8 GHz | 6 MiB | Iris Pro P6300 | DDR3L-1866 | 95W | $556 |
| Xeon E3-1278L v4 (BGA) | 4/8 | 2,0/3,3 GHz | 6 MiB | Iris Pro P6300 | DDR3L-1600 | 47W | $546 |
| Xeon E3-1265L v4 (LGA) | 4/8 | 2,3/3,3 GHz | 6 MiB | Iris Pro P6300 | DDR3L-1866 | 35W | $417 |
| Xeon E3-1258L v4 (BGA) | 4/8 | 1,8/3,2 GHz | 6 MiB | HD P5700 | DDR3L-1600 | 47W | $481 |

Die IGP wird doch automatisch deaktiviert sobald eine dezidierte Grafikkarte genutzt wird. Ich kann mir nicht vorstellen das so eine deaktivierte IGP noch Strom schluckt oder etwa doch?
IGP ergibt für mich Sinn bei einem Ofice-Rechner oder einer Retrospielekiste, aber bei Boliden wie den Xeons kann ich getrost auf diesen platzverschwendenden Schrott verzichten.
Für mich ist das alles andere als Platzverschendender Schrott. Mein Kumpel z.b. hatte jetzt erst eine RMA seiner Grafikkarte und konnte die 3 Monate mit der IGP überbrücken. Denn WQHD schafft die auch bei Diablo3.
IGP ergibt für mich Sinn bei einem Ofice-Rechner oder einer Retrospielekiste, aber bei Boliden wie den Xeons kann ich getrost auf diesen platzverschwendenden Schrott verzichten.
Weiterhin sehr interessant, diese Xeons. Erst letztens eine 1231v3 bei nem Kumpel verbaut. Zwar ohne OC Möglichkeit, dafür aber ein feines Stück Technik. Klar, Intel ist teuer, aber verdammt wertstabil. Meine persönliche CPU von bisher 3570k wird wohl mit dem Skylake 7820k getauscht, denn mehr als 4 Kerne solltens dann schon sein
die lohnen sich doch gar nicht. wer ne igpu will nimmt doch ne andere cpu