Broadwell-EX vorgestellt: Bis zu 24 Kerne und 60 MiB L3-Cache
Intel hat seine runderneuerte Speerspitze bei den Serverprozessoren vorgestellt. Mit Broadwell EX kehrt der 14-nm-Prozess bei den Xeon E7 der vierten Generation ein. Auf dem Papier stehen bis zu 24 Kerne und 48 Threads, 60 MiByte L3-Cache und 3 Terabyte adressierbarer Arbeitsspeicher.
Die kleinen Server-Reihen hatte Intel schon aktualisiert und jüngst auch die Xeon E3-1500-Serie erweitert. Nun kommen die großen dran: Die Xeon E7 v4 setzen auf Broadwell-EX und werden damit in 14 nm gefertigt. Technologisch ist die Architektur damit nicht mehr brandneu, denn auf dem Desktop und Mobile wird schon Skylake vertrieben und an Kaby Lake gearbeitet. Dennoch weiß der Xeon E7 zu beeindrucken.
E7 steht bei Intel für High-End, was Serverprozessoren angeht und das belegen auch die Daten: Bis zu 24 Kerne, 60 MiB L3-Cache und 3 Terabyte adressierbarer Speicher im Format DDR3-1600 oder DDR4-1866 arrangieren sich auf 456 Quadratmillimeter großen Dies, die 7,2 Milliarden Transistoren beherbergen. Bis zu drei Dies kommen zum Einsatz. Das erlaubt Flexibilität in der Fertigung. Für Broadwell-EX gilt: Architektonisch ist es prinzipiell ein Broadwell-EP, der dafür fit gemacht wurde, mit mehr als einem Kameraden zusammenzuspielen. Beim Speichercontroller etwa merkt man auch, dass die Architektur nicht nagelneu ist. Beim Xeon E5 v4 ist schon DDR4-2400 verfügbar ebenso wie beim Desktop-Ableger der Server-CPUs, Broadwell E.
Betreiber von Serverfarmen werden das entspannt sehen. Hier stehen andere Faktoren ganz oben auf der Liste. Da ist es dann auch kein Weltuntergang, wenn die Plattform zu den Prozessoren erneut aufgewärmt wurde. Brickland beherbergte schon Ivy Bridge EX und Haswell EX im Sockel R1, ausgeführt als LGA 2011. Bis zu vier (E7-4800 v4) bzw. acht Sockel (E7-8800 v4) haben die Hauptplatinen. Maximal können also 24 Terabyte Speicher kombiniert werden.
Am Ende stehen also vier neue Xeon E7-4800 v4 und fünf neue E7-8800 v4 sowie drei Spezialmodelle in der Tabelle. Letztere kombinieren besonders hohe Taktraten und große L3-Caches zu immer noch einigermaßen vielen Kernen. Eben gerade so, dass die TDP von 165 Watt nicht gesprengt wird. Die erreicht sonst nur die Speerspitze mit 24 Kernen und 48 Threads. Bleibt zum Schluss zu erwähnen, dass auch Broadwell-EX wie sein Vorgänger unter gewissen AVX-Lastszenarien drosselt. Pauschal 400 MHz darf man dann abziehen.
| Modell | C/T | Takt | Turbo | L3-Cache | QPI | Skalierung | TDP | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| E7-8890 v4 | 24/48 | 2,2 GHz | 3,4 GHz | 60 MiB | 9,6 GT/s | 8 | 165 W | 7.175 USD |
| E7-8880 v4 | 22/44 | 2,2 GHz | 3,3 GHz | 55 MiB | 9,6 GT/s | 8 | 150 W | 5.896 USD |
| E7-8870 v4 | 20/40 | 2,1 GHz | 3,0 GHz | 50 MiB | 9,6 GT/s | 8 | 140 W | 4.672 USD |
| E7-8860 v4 | 18/36 | 2,2 GHz | 3,2 GHz | 45 MiB | 9,6 GT/s | 8 | 140 W | 4.060 USD |
| E7-8855 v4 | 14/28 | 2,1 GHz | 2,8 GHz | 35 MiB | 8,0 GT/s | 8 | 140 W | - |
| E7-4850 v4 | 16/32 | 2,1 GHz | 2,8 GHz | 40 MiB | 8,0 GT/s | 4 | 115 W | 3.004 USD |
| E7-4830 v4 | 14/28 | 2,0 GHz | 2,8 GHz | 35 MiB | 8,0 GT/s | 4 | 115 W | 2.169 USD |
| E7-4820 v4 | 16/32 | 2,0 GHz | - | 25 MiB | 6,4 GT/s | 4 | 115 W | 1.502 USD |
| E7-4809 v4 | 14/28 | 2,0 GHz | - | 20 MiB | 6,4 GT/s | 4 | 115 W | 1.224 USD |
| E7-8893 v4 | 10/20 | 3,2 GHz | 3,5 GHz | 60 MiB | 9,6 GT/s | 8 | 165 W | 6.841 USD |
| E7-8891 v4 | 8/16 | 2,8 GHz | 3,5 GHz | 60 MiB | 9,6 GT/s | 8 | 165 W | 6.841 USD |
| E7-8867 v4 | 18/36 | 2,4 GHz | 3,3 GHz | 45 MiB | 9,6 GT/s | 8 | 165 W | 4.672 USD |


10 Kerne 3.2/3.5 GHz und das wäre das teuerste Date das ich jemals gehabt hätte
Bei MS zahlt man ja auch schon nach Kernen.
Verhält sich letztenendes genau wie mit sehr viel RAM vs HDD - bringt nicht immer was und schon gar nicht immer gleich viel, fängt aber zuverlässig redundante Plattenzugriffe ab.
Wenn ich beim 24Core nur 4 Kerne nutze takten die gerade mal 100Mhz niedriger, ich hab aber wenn es sein muß noch 20 andere Kerne zur Verfügung.
Der macht preislich wenig Sinn.
So ne CPU willste auch nicht wirklich mit "nur" 2 Sockeln betreiben, sondern wenn dann mit 4, besser 8, einfach weil die Dinger schweine teuer sind. Das kaufste nicht aus Spaß, auch wenn meist die Software das zichfache kostet vom Server. Gespart wird überall
Son Ding nimmste normal nur um eben extrem VIEL Ram in einem SharedMemorySystem zu haben. Also ein ScaleUp System und kein ScaleOut. Daher ist die Anspielung in der News bezüglich Serverfarmen auch ziemlich naja. "Farmen" betreibste damit nicht. Viel zu teuer und unwirtschaftlich. Wie gesagt, das nimmste nur da, wo du extrem viel RAM brauchst in einem einzelnen System. Sprich halt für Datenbankanwendungen. So traurig es auch ist, die Software ist da auch nicht immer gerade super toll aufgestellt, selbst wenn man Millionen dafür an Lizenzen blechen muss.