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  • Intel stellt Broadwell-H vor - Vorab-Test des Core i7-5775C mit Iris Pro Graphics 6200 [Special der Woche]

    Nun ist der da, der Broadwell-H und mit ihm die ersten LGA-Varianten für den Desktop-Sockel 1150: Core i7-5775C und Core i5-5675C, beide mit Iris Pro Graphics 6200 und 128 MiB eDRAM als L4-Cache ausgestattet. Wir haben ein Vorserienmuster ergattert und führen erste Leistungstests mit dem i7-5775C durch.

    Lange hat er auf sich warten lassen, Intels erster 14-nm-Prozessor mit Broadwell-Architektur. Was in Form des Core M schon seit Herbst 2014 verfügbar ist und sich ab Januar 2015 auch in immer mehr modernen Notebooks breitmachte, ja zuletzt gar in Mini-PCs verbaut worden ist, kommt nun auch für aufrüstwillige Spielernaturen. Die Rede ist von Broadwell-H. Damit sind die Desktop-Prozessoren gemeint, von denen Intel heute zumindest zwei für den Sockel 1150 vorstellt: Den i7-5775C und den i5-5675C. Bei beiden handelt es sich um Vierkern-Modelle, wobei der i7 wie gehabt seine Kerne mit Intels Hyperthreading-Technik besser auslasten kann und dazu dem Betriebssystem vier zusätzliche, virtuelle Kerne meldet. Das C-Anhängsel steht bei Broadwell für einen frei wählbaren Multiplikator und beerbt damit das seit einigen Jahren übliche "K". Im Gegensatz zu Sandy und Ivy Bridge sowie der ersten Haswell-Runde hat Intel die erlaubte Leistungsaufnahme auch für die in aktueller 14-nm-Technik gefertigten Broadwell-Modelle mit freiem Multi gesenkt und spezifiziert die Leistungsfähigkeit des Kühlsystems für 65 Watt.

    BDW-Gen8 - Neue Grafikeinheit bei Broadwell

          

    5th Gen Intel Core Processor Computex Press Deck Final 1 0175th Gen Intel Core Processor Computex Press Deck Final 1 017Quelle: IntelDie größte Neuerung - neben der 14-nm-Fertigung, die maßgeblich für den gesenkten Stromverbrauch verantwortlich ist - findet wieder einmal aufseiten der integrierten Grafik statt, die inzwischen rund die Hälfte der Chipfläche einnimt. Im Gegensatz zu den Vorgängergenerationen gibt es die mächigste Intel-IGP, Iris Pro, nun auch für gesockelte Prozessoren. Damit stehen Core i7-5775C und i5-5675C 48 Ausführungseinheiten sowie 128 MiByte eDRAM zur Verfügung, welcher auch für CPU-Aufgaben als L4-Cache mit bis zu 50GB/s genutzt werden kann. Wie bereits bei der Haswell-Generation scheint Intel ein 2-MiB-Abteil des L3-Caches opfern zu müssen, um den eDRAM-Controller an den internen Ringbus anzubinden. Der L3-Cache ist beim den vorgestellten Prozessoren mit Iris Pro-Grafik also um 2 MiByte kleiner und fasst nur 6 MiByte - die Unterscheidung zwischen Core i5 und Core i7 ist in dieser Hinsicht also Geschichte.

    Dazu gibt es bei Broadwell eine verbesserte Architektur und auch die Anzahl der Ausführungseinheiten wurde gegenüber Haswell erhöht: Kam die alte Iris-Pro-Grafik noch auf 40 Execution-Units (640 Gleitkommaoperationen pro Takt) sind es derer nun 48 und damit 20 Prozent mehr Rechenleistung pro MHz sowie 50 Prozent höhere Texturleistung. Es sind nämlich pro übergeordnetem Block nun drei statt nur zwei Textursampler vorhanden.

    Der Vergleich mit dem bisherigen Desktop-Spitzenmodell Intels, dem i7-4790K sieht bei der Grafik noch deutlich aus: Denn wie bereits erwähnt setzte der Prozessorgigant in der Vergangenheit bei seinen OC-Prozessoren nur eine beschnittene Ausbaustufe der Grafik ein (GT2). Gegen die 48 EUs der Iris Pro Graphics 6200 sieht die HD Graphics 4600 im 4790K mit ihren 20 EUs geradezu mickrig aus.

    Nach wie vor jedoch wird die Leistungsentfaltung durch die Speicheranbindung sowie das verfügbare Strombudget gehemmt. Zwar dürfen Intel-Prozessoren ihre spezifizierte Leistungsaufnahme für kurze Zeit überschreiten und damit die thermale Trägheit der Kühllösung ausnutzen, doch trotzdem erweist sich die 65-Watt-Fessel, welche Intel seinen C-Modellen auferlegt, als zu eng für gleichzeitige Vollast von CPU und GPU. Der eDRAM ist mit von uns per AIDA64 gemessenen rund 50 Gigabyte pro Sekunde gegenüber Has- beziehungsweise Crystal Well nicht beschleunigt worden, arbeitet aber natürlich immer noch rund doppelt so schnell wie der herkömmliche Arbeitsspeicher.

    04:19
    Can it run Crysis? Heute mit der Iris Pro Graphics 6200

    Verfügbarkeit, Preise und weitere Informationen

          

    Der Großhandels-Preis für den i7-5775C liegt bei 366, der für den i5-5675C bei 276 US-Dollar. Zum Vergleich: Die am 1. Juni aktualisierte Intel-Preisliste sieht für den i7-4790K unveränderte 339, für den i7-5820K 389 und für den i5-4690K 242 US-Dollar vor. Über die Verfügbarkeit machte Intel bislang noch keine Angaben. Überhaupt blieben Auskünfte und andere Angaben im Vorfeld Mangelware - einen Grund dafür konnte uns die PR-Abteilung Intels nicht nennen. Viel mehr als nur die Daten in der Tabelle sowie die Angaben aus der Computex-Keynote, welche wir für Sie in der Bildergalerie geparkt haben, gibt es derzeit offiziell nicht.

    Die offiziellen Angaben von Intel (bereinigt um einen Tippfehler) finden Sie in den folgenden Tabellen. Die Daten, welche in der Gerüchteküche schon seit Monaten garziehen, haben sich also im Großen und Ganzen als zutreffend erwiesen.

    NameKerne/ThreadsPackage/SockelBasistaktSC-TurboMC-TurboL3-CacheRAMOEM-PreisIGP
    65 Watt-Modelle         
    Core i7-5775C (unlocked)4/8LGA-11503,3 GHz3,7 GHz3,6 GHz6 MiB2× DDR3L-1600366 US-$Iris Pro Graphics 6200
    Core i7-5775R4/8BGA3,3 GHz3,8 GHz?6 MiB2× DDR3L-1600348 US-$Iris Pro Graphics 6200
    Core i5-5675C (unlocked)4/4LGA-11503,1 GHz3,6 GHz?4 MiB2× DDR3L-1600276 US-$Iris Pro Graphics 6200
    Core i5-5675R4/4BGA3,1 GHz3,6 GHz?4 MiB2× DDR3L-1600265 US-$Iris Pro Graphics 6200
    Core i5-55754/4BGA2,8 GHz3,3 GHz?4 MiB2× DDR3L-1600244 US-$Iris Pro Graphics 6200
    47 Watt-Modelle       OEM-PreisIGP
    Core i7-5950HQ4/8BGA2,9 GHz3,8 GHz3,7/3,7 GHz6 MiB2× LPDDR3-1866/DDR3L-1600623 US-$Iris Pro Graphics 6200
    Core i7-5850HQ4/8BGA2,7 GHz3,6 GHz3,6/3,6 GHz6 MiB2× LPDDR3-1866/DDR3L-1600434 US-$Iris Pro Graphics 6200
    Core i7-5750HQ4/8BGA2,5 GHz3,4 GHz3,4/3,4 GHz6 MiB2× LPDDR3-1866/DDR3L-1600434 US-$Iris Pro Graphics 6200
    Core i7-5700HQ4/8BGA2,7 GHz3,5 GHz3,5/3,5 GHz6 MiB2× LPDDR3-1866/DDR3L-1600378 US-$Intel HD Graphics 5600
    Core i5-5350H4/4BGA3,0 GHz3,5 GHz3,5/3,5 GHz4 MiB2× LPDDR3-1866/DDR3L-1600289 US-$Iris Pro Graphics 6200
    NameKerneOEM-PreisIGPCodenameExecution-UnitsBasistaktMax. Turbo
    65 Watt-Modelle       
    Core i7-5775C (unlocked)4/8366 US-$Iris Pro Graphics 6200GT3e48300 MHz1.150 MHz
    Core i7-5775R4/8348 US-$Iris Pro Graphics 6200GT3e48300 MHz1.150 MHz
    Core i5-5675C (unlocked)4/4276 US-$Iris Pro Graphics 6200GT3e48300 MHz1.100 MHz
    Core i5-5675R4/4265 US-$Iris Pro Graphics 6200GT3e48300 MHz1.100 MHz
    Core i5-55754/4244 US-$Iris Pro Graphics 6200GT3e48300 MHz1.050 MHz
    47 Watt-Modelle       
    Core i7-5950HQ4/8623 US-$Iris Pro Graphics 6200GT3e48300 MHz1.150 MHz
    Core i7-5850HQ4/8434 US-$Iris Pro Graphics 6200GT3e48300 MHz1.100 MHz
    Core i7-5750HQ4/8434 US-$Iris Pro Graphics 6200GT3e48300 MHz1.050 MHz
    Core i7-5700HQ4/8378 US-$Intel HD Graphics 5600GT224300 MHz1.050 MHz
    Core i5-5350H4/4289 US-$Iris Pro Graphics 6200GT3e48300 MHz1.050 MHz


    Übrigens: Während unserer Tests haben wir keine Probleme mit der Verwendung von normalem DDR3-Speicher anstelle von DDR3L feststellen können. Die Stromersparnis schwankte von Benchmark zu Benchmark, lag jedoch meist im Bereich von unter 5 Watt. Ein von uns hierzu befragter Mainboard-Hersteller geht davon aus, dass Intel lediglich aus Gründen niedriger Review-Leistungsaufnahme Wert auf DDR3L legt und es im Betrieb keine Probleme mit DDR3-RAM geben wird. Nach wie vor unterstützen die gesockelten Desktop-Broadwells offiziell nur die 1600er-Geschwindigkeitsstufe, für DDR3-1866 muss es LPDDR3 sein, was nur von den mobilen sowie festverlöteten Varianten unterstützt wird.

    Benchmark-Performance Core i7-5775C

          

    i7 5775C Teststand: Da unser altes Z87-G43 den i7-5775C nicht mehr unterstützt, musste es dem Board mit der niedrigsten Leerlauf-Leistungsaufnahme aus dem letzten Test weichen, dem MSI Z97S SLI Krait-Editioni7 5775C Teststand: Da unser altes Z87-G43 den i7-5775C nicht mehr unterstützt, musste es dem Board mit der niedrigsten Leerlauf-Leistungsaufnahme aus dem letzten Test weichen, dem MSI Z97S SLI Krait-EditionQuelle: PC Games HardwareMangels eines offziell freigebenen Testmusters, welches Intel uns bisher nicht zukommen lassen konnte, haben wir uns an eine ausgeliehene ES-CPU gehalten. ES steht für Engineering Sample und bezeichnet Vorabmuster, damit Zulieferer und Partner beispielsweise Kühler entwerfen, BIOS-/UEFI-Funktionen testen oder ihre Mainboards optimieren können. Sie können in einigen Punkten noch von Produktionsexemplaren abweichen - zum Beispiel bei den Stromsparfunktionen.

    Diese hält die TDP-Vorgaben sowie die von Intel angegebenen Taktstufen ein, sollte im Hinblick auf die reine CPU-Leistungsfähigkeit also repräsentativ arbeiten.

    Erste Vergleiche der Speicherperformance mittels AIDA64 ergaben eine gegenüber Crystal Well (Haswell+eDRAM) erhöhte Latenz bei Speicher- und L3-Zugriffen, die Transferraten selbst blieben pro Takt jedoch weitestgehend identisch bei knapp 24 GB/s Lesend, 25 GB/s Schreibend und 26,5 GB/s beim Kopieren. Der L1 transferiert bei 3,2 GHz rund 780/399/790 GB/s (read/write/copy), der L2-Cache 320/128/190 GB/s (r/w/c) - damit gelingt ihm das Lesen knapp 10 Prozent flotter als dem ebenfalls auf 3,2 GHz fixierten Crystal-Well-i7 4770R (mit 6 MiB L3, 128 MiB eDRAM).

    Der L3-Cache arbeitet unseren AIDA64-Messungen zufolge beim i7-5775C allerdings etwas gemächlicher. Auf identischen 3,2 GHz betrieben liefert er rund 140/110/115 GB/s, der i7-4770R kam noch auf 160/110/122. Beim L4 messen wir wiederum quasi dieselben Lesewerte: 45 GB/s - wie zuvor auch bei gleichem Takt. Das Kopieren ging auf dem 4770R mit gut 38 GB/s etwas flotter als auf dem i7-5775C mit knapp 35 GB/s, auch das Schreiben entschied Crystal Well mit 36 zu 30 GB/s für sich.

    Die Latenzen sind - bei gleichem Takt und gleichen Timings für den Hauptspeicher geringfügig gesunken: Der Broadwell-i7 wartet rund 71 ns, der Crystal Well gut 76 ns - gleiches gilt für den L4-Cache. Der L1-Cache bleibt mit 1,3 ns hüben wie drüben unverändert, der L2-Cache lässt sich auf Broadwell-H mit 5,7 ns deutlich mehr Zeit zum Antworten als Crystal Well mit rund 4 ns. Beim L3 beträgt der Unterschied knapp eine halbe Nanosekunde, abermals zugunsten des älteren Prozessors.

    Core i7-5775C Launch-Preview

    Preview-Benchmarks Intel Core i7-5775C ES (!)

    • Anno 2070
    • Battlefield 4 (SP)
    • Crysis 3
    • F1 2013
    • Skyrim (mod)
    • 7-Zip
    • Lightroom 5.3
    • Luxmark 2.0
    • x264 Transcoding
    • Cinebench R15
    Info Icon
    Detail Settings Maximum details except post-processing (low), anti-aliasing (off), anisotropic filtering (off)
    System Intel X99/Z97/Z87, AMD 990FX, 2× 4 GiByte DDR3/4-RAM per mem. channel, speed acc. to each CPU's spec., Geforce GTX 780 Ti (fixed @875 MHz, 337.88 driver @HQ), Windows 8.1 Pro (64 Bit)
    • Produkte ein-/ausblenden

    4c/8t, 3,3-3,7 GHz
    59.6
    54
    4c/8t, 4,0-4,4 GHz
    58.3
    54
    4c/8t, 3,5-3,9 GHz
    54.3
    49
    6c/12t, 3,3-3,6 GHz
    53.2
    47
    4m/8t, 4,7-5,0 GHz
    40.2
    34
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    Name
    1.280 × 720, no AA/AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Core i7-5775C Performance Index Preview

    Preview-Benchmarks Intel Core i7-5775C ES (!)

    • Performance Index
    Info Icon
    Games Anno 2070, Battlefield 4, Crysis 3, F1 2013, Starcraft 2 Heart of the Swarm, TES 5 Skyrim
    Game-Resolution 1.280 x 720, no AA/AF
    Applications 7-Zip (3GB LZMA2 Compression), Adobe Lightroom 5.3, Luxmark 2.0 (x86-Cores,), x264 Ultra-HD (50 Mbps)
    • Benchmarks (1 von 3)

    • Produkte ein-/ausblenden

    6c/12t, 3,3-3,6 GHz
    91.8
    4c/8t, 4,0-4,4 GHz
    89.1
    4c/8t, 3,3-3,7 GHz
    88.6
    4c/8t, 3,5-3,9 GHz
    82.1
    4m/8t, 4,7-5,0 GHz
    68.0
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    80
    90
    100
    Name
    Overall (Normalized Performance (more is better))

    Hardware

    Geforce GTX 780 Ti @ 875/3.500 MHz, AMD 990FX/A88X, Intel X99/79,Z87/77/P45, 4 GiByte per mem channel

    Software

    Windows 8.1 Pro (64 Bit); Geforce 337.88 WHQL (HQ); Turbo & SMT on

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Benchmark-Performance Iris Pro Graphics 6200

          

    Etwas schwieriger wird die Benchmark-Bewertung bei der integrierten Grafikeinheit. Die Iris Pro Graphics 6200 unseres Testmusters arbeitet derzeit noch etwas wackelig. Ob das den vorab verfügbaren Treibern (10.18.14.4206), dem Mainboard-UEFI oder dem ES-Status unseres Testexemplars geschuldet ist, können wir nicht mit Gewissheit sagen - wir vermuten jedoch stark letzteres.

    5th Gen Intel Core Processor Computex Press Deck Final 1 013 - im Bild wohl die BGA-Version mit separatem eDRAM-Die.5th Gen Intel Core Processor Computex Press Deck Final 1 013 - im Bild wohl die BGA-Version mit separatem eDRAM-Die.Quelle: IntelNichtsdestotrotz haben wir bereits einige erste Tests durchführen können. Im Luxmark 2.0 erreicht die 5775C-IGP mit 762 Punkten über 80 Prozent mehr Leistung als die integrierte Grafik eines Core i7-4770K. Zur Iris-Pro-Grafik des i7-4770R aus der Haswell-Generation liegen uns lediglich alte Messwerte vor - gegenüber jenen schafft die neue Iris Pro immerhin noch rund 40 Prozent Zuwachs. Auch die Radeon-Grafik des A10-7850K schlägt sie - ein in Aussicht gestelltes Testmuster des A10-7870K erreichte uns bislang noch nicht.

    In synthetischen Tests erreichen wir bei Rechen- wie Texturleistung sowie bei der Geometrieperformance über 50 Prozent Zuwachs gegenüber der Iris-Pro-Grafik der Haswell-Generation in einem vergleichbar mit 65 Watt budgettierten Prozessor.

    Wir hoffen, im Laufe des Tages erste Spiele-Benchmarks der Iris Pro Graphics 6200 nachreichen zu können.

    Leistungsaufnahme und Overclocking

          

    Der Wechsel auf eine neue Fertigungstechnik, eine neue Grafikarchitektur und -einheit sowie die Absenkung der erlaubten TDP-Obergrenze auf 65 Watt machen die Leistungsaufnahme zu einem der spannenderen Faktoren Broadwells. Wie üblich haben wir unsere Performance-Messungen zwar samt und sonders mit dem Meßgeräte begleitet. Dennoch wollen wir hier mit Rücksicht auf den Vorserienstatus unserer CPU auf harte Benchmark-Diagramme und Overclocking-Versuche verzichten - dafür vertrauen wir unserem Engineering Sample noch nicht genug, um hier keine falschen Werte beziehungsweise Hoffnungen in die Welt zu setzen. Die 4-GHz-Marke fiel natürlich jedoch ohne Probleme...

    Insgesamt schlägt sich die Broadwell-CPU allerdings sehr gut und setzt sich - sofern wir sie jetzt schon werten würden - in unserem Effizienz-Index an die Spitze. Dieser misst nicht die reine Leistungsaufnahme, sondern die pro verbrauchtem Watt erbrachte Leistung. Bisher lagen hier der i7-4790K bei der Gesamt- und der Spiele-Effizienz vorn, der i7-5820K bei der Anwendungs-Effizienz. Vor beiden kann sich bereits unser Broadwell-ES einen kleinen Vorsprung herausarbeiten, obwohl er noch die 128 MiB eDRAM mitversorgen muss. Das dürfte allerdings dem DDR3L-RAM geschuldet sein, mit normalem DDR3-Speicher liegt er bei der Effiizenz nur noch hauchdünn vor den beiden Vorgänger-CPUs. Wie bereits erwähnt: Aufgrund des ES-Status unseres Testmusters sollten diese Werte mit einer ganzen Schubkarre Salz genossen werden und können bei finalen Produktionsmustern komplett veraltet sein.

    Vorläufiges Fazit Intel Core i7 5775C

          

    5th Gen Intel Core Processor Computex Press Deck Final 1 0165th Gen Intel Core Processor Computex Press Deck Final 1 016Quelle: IntelEs wäre unseriös, auf Basis der vorliegenden, mit einen Engineering Sample ermittelten Daten ein Fazit ziehen zu wollen. Was bleibt ist ein erster Eindruck von der CPU-Leistungsfähigkeit des Broadwell-H-Spitzenmodells. Trotz deutlich geringerem Takt nimmt es der i7-5775C mit der Devil's-Canyon-CPU i7-4790K auf, kann sie jedoch auch mit dem unter dem Heatspreader aufgelötetem eDRAM-Speicher bei der absoluten Performance nicht durchweg schlagen. Wohl aber gelingt ihm dies bei der Effizienz. Inwiefern finale Produktionsmuster insbesondere den letzteren Wert noch verbessern können, bleibt abzuwarten. Sobald wir ein solches Muster erhalten, werden wir sofort unsere Benchmark-Maschinen auf's Neue anwerfen, um Sie mit frischem Material zu versorgen.

    Alles in allem scheint es, als fiele der Performance-Schritt aufseiten der CPU bei Broadwell-H kleiner aus als erhofft, die niedrigen Takte spielen da sicherlich eine Rolle. Die GPU müssen wir uns noch genauer anschauen, die ersten Werte sowohl was die theoretische als auch praktische Leistung betrifft, sehen jedoch sehr vielversprechend aus - hier hinein floss der Löwenanteil der Broadwell-Verbesserungen.

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    02:36
    Intel Broadwell: 14-nm-Fertigungsprozess im Video erklärt
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    CPU-Tests 2016: Benchmark-Bestenliste - Leistungsindex für Prozessoren [Juni]
      • Von xHaru Software-Overclocker(in)
        Zitat von FrozenPie
        Würde mich ja wirklich mal interessieren welche Anwendungen so extrem viel CPU-Cache brauchen, vor allem den doch eher langsamen L3-Cache (verglichen mit dem L2- und L1-Cache)
        Dann lass mal TiB L1-er Cache verbauen, also so auf den DIE löten. Da dann den Kühlblock drauf und wir haben, zumindest bei Haswell, keine Wärmeleitprobleme mehr..
      • Von cl55amg BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von FrozenPie
        Würde mich ja wirklich mal interessieren welche Anwendungen so extrem viel CPU-Cache brauchen, vor allem den doch eher langsamen L3-Cache (verglichen mit dem L2- und L1-Cache)
        Der L3 Cache ist immernoch sehr viel schneller als Zugriffe auf den langsamen DRAM. Den Vorteil von Cache bei Spielen, wird man nur in sehr CPU limitierenden worst case Szenen feststellen können, eben genau dann wenn man Zugriffe auf den DRAM vermeiden konnte. Mit den üblichen Benchmarks kann man das schlecht messen.
      • Von FrozenPie Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Knogle
        Ich kann ja meine 1567er CPUs auspacken mit ihrem 100MB L3 oder so
        Würde mich ja wirklich mal interessieren welche Anwendungen so extrem viel CPU-Cache brauchen, vor allem den doch eher langsamen L3-Cache (verglichen mit dem L2- und L1-Cache)
      • Von Knogle BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von FrozenPie
        Ich frag mich eher welche Anwendungen von größerem L3-Cache profitieren (Spiele tun's jedenfalls kaum)
        Ich kann ja meine 1567er CPUs auspacken mit ihrem 100MB L3 oder so
      • Von FrozenPie Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von xHaru
        vielleicht hast du die nicht aufgeführten 6 MiB Cache gesehen und den deshalb mit nem i5 verwechselt.
        Ich frag mich eher welche Anwendungen von größerem L3-Cache profitieren (Spiele tun's jedenfalls kaum)
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    PC Games Hardware 07/2016 PC Games 06/2016 PC Games MMore 05/2016 play³ 07/2016 Games Aktuell 07/2016 buffed 06/2016 XBG Games 03/2016
    PCGH Magazin 07/2016 PC Games 06/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
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1160517
Broadwell
Intel stellt Broadwell-H vor - Vorab-Test des Core i7-5775C mit Iris Pro Graphics 6200 [Special der Woche]
Nun ist der da, der Broadwell-H und mit ihm die ersten LGA-Varianten für den Desktop-Sockel 1150: Core i7-5775C und Core i5-5675C, beide mit Iris Pro Graphics 6200 und 128 MiB eDRAM als L4-Cache ausgestattet. Wir haben ein Vorserienmuster ergattert und führen erste Leistungstests mit dem i7-5775C durch.
http://www.pcgameshardware.de/Broadwell-Codename-259477/Specials/Intel-Broadwell-Test-Core-i7-5775C-i5-5675C-Iris-Pro-Graphics-6200-1160517/
07.06.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/06/5th_Gen_Intel_Core_Processor_Computex_Press_Deck_Final_1_-017-pcgh_b2teaser_169.jpg
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