Anno 1800: Prozessor- und Grafikartenbenchmarks
Auf dieser Seite beschäftigen wir uns mit der aktuellen Leistung von Anno 1800. Wie schnell sollten Prozessor und Grafikkarte sein, damit ein flüssiges Spielgefühf auftritt?
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Wie läuft Anno 1800 auf aktuellen Gaming-PCs? Der Dauerbrenner wird zwar alle paar Monate mit neuen Inhalten versorgt, an der Technik hat sich jedoch wenig verändert. Falls Sie zwischenzeitlich aufgerüstet haben, können Sie Anno 1800 in neuer oder endlich flüssiger Pracht erleben. Welche Grafikkarten (GPUs) und Prozessoren (CPUs) dabei die Nase vorn haben, erfahren Sie im Folgenden.
Die Auswahl der Benchmarkszenen nimmt bei der PCGH viel Zeit in Anspruch, denn schließlich sollen die ermittelten Werte repräsentativ und hilfreich sein. Wie immer haben sich zunächst mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen ein Bild vom Spiel verschafft. Wie immer lag unser Fokus nicht auf der anfänglichen Performance, sondern den Bildraten im späteren Spiel, dem sogenannten Late-Game. Strategiespiele werden mit steigender Levelkomplexität wesentlich anspruchsvoller als zu Beginn, da mehr Objekte, mehr KI, die Wegfindung und vieles mehr berechnet werden muss. Speziell in Anno 1800 trifft das zu, obwohl das Spiel von der Lower-Level-API DirectX 12 profitiert. Sie werden im späteren Spielverlauf garantiert in ein CPU-Limit geraten, selbst mit der aktuellen schnellsten Spiele-CPU, einem AMD Ryzen 7 5800X3D. Wir zeigen Ihnen als Ergänzung zu den Benchmarks jedoch einen einfachen Trick, wie Sie die CPU-Last merklich reduzieren können. Doch eines nach dem anderen - wir beginnen mit den Grafikkarten-Benchmarks.
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Anno 1800: GPU-Benchmarks
Zwar liegt der Fokus in Anno 1800 klar auf der Prozessor-Leistung, eine ordentliche Gaming-Grafikkarte sichert Ihnen jedoch hübsche Bilder mit bestmöglicher Kantenglättung. Anno 1800 befand sich mehrere Jahre im Leistungsindex Grafikkarten, erst seit 2022 testen wir das Spiel nicht mehr regulär. Im Folgenden sehen Sie die letzten Benchmarks von Anfang 2022, kurz vor der Umstellung des Leistungsindex. Wir testen Grafikkarten in der Neuen Welt und gehen mit der idyllischen Testszene "Puertonova" das hartnäckige CPU-Limit an. Die Sequenz ist bewusst prozessorschonend und skaliert nicht nur wegen des genutzten 8× MSAA perfekt mit Grafikkarten-Leistung. Die Geometrie wird mit den verwendeten Einstellungen optimal geglättet, ohne dass die Leistung empfindlich einbricht. Falls Ihre Grafikkarte über zusätzliche Reserven verfügt - im späteren Spiel limitiert fast immer der Prozessor -, können Sie Tests mit Downsampling wagen. Die Treiber-Funktionen DSR (Geforce) und VSR (Radeon) kitzeln die letzten Details aus der herrlich wuseligen Grafik.
Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei unseren GPU-Benchmarks seit April 2021 standardmäßig aktiv. Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können. Eine Messung dauert wie von PCGH gewohnt 20 Sekunden und erfolgt via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse.
Sie möchten wissen, wie schnell Ihre Grafikkarte im Vergleich ist? Dann sind Sie, wie immer, herzlich zum Mitbenchen eingeladen! Den Spielstand für die GPU-Benchmarks finden Sie, neben weiteren Informationen zum Nachstellen, im GPU-FAQ.
Wie Sie sehen, sind flüssige Bildraten bei maximaler Qualität kein Problem für die allermeisten Gaming-Grafikkarten. Dabei ist eine leichte Geforce-Affinität zu beobachten, allerdings ist diese niemals für die Spielbarkeit relevant. Die Auflösung schon: Mit steigender Pixelmenge wird Anno 1800 erheblich anspruchsvoller für die Grafikkarten, nur die schnellsten Modelle erreichen in Ultra HD noch 60 Fps. Da Anno 1800 jedoch ein gemächliches Spiel ist, tun's in der Regel auch Bildraten im 30er-Bereich. Ein Tuning-Tipp, falls Ihre Grafikkarte zu langsam ist: Reduzieren Sie zuerst das Anti-Aliasing und erst als letzte Maßnahme die Auflösung. Das Upscaling-Verfahren FSR kann ebenfalls helfen, hier raten wir jedoch von kleineren Modi als "Ultra Quality" ab, da ansonsten viele Details im Pixelmatsch und -flimmern untergehen.
Da wir niemals alle Grafikkarten testen können, die in den letzten zehn Jahren erschienen sind, staffeln wir das Testfeld stets sinnvoll. Sie vermissen bestimmt so manche Grafikkarte, daher hier ein paar immer anwendbare Faustregeln. Die Radeon RX 6900 XT LC im Benchmark zeigt, wo die neuere Radeon RX 6950 XT zu finden ist: ungefähr zwei Prozent darunter. Diese Radeon-Modelle sind gleichwertig. Die Radeon RX 6650 XT und RX 6750 XT überbieten ihre Vorgänger 6600 XT und 6750 XT indes um jeweils rund fünf Prozent. Grundsätzlich lassen sich viele Grafikkarten relativ genau einschätzen - werfen Sie dazu einfach einen Blick auf die Grafikkarten-Rangliste respektive die große Übersicht in diesem Artikel (Bonusindex).
Anno 1800: CPU-Benchmarks
Anno 1800 ist selbst 2022 noch Teil unseres Prozessor-Leistungsindex, denn es skaliert ordentlich mit modernen Architekturen und profitiert in komplexen Städten von jedem CPU-Upgrade. Für die Benchmarks setzen wir weiterhin auf unsere Szene "Bright Sands", weil sie eine sehr hohe, nachvollziehe Last erzeugt. Sie sind auch hier herzlich eingeladen, die Benchmarks nachzustellen. Für den Test mit unserem Savegame benötigen Sie keines der zahlreichen Add-ons. Warten Sie mit dem ersten Durchlauf ab, bis sich die Fps nach dem Laden stabilisieren und rund zehn Prozent gefallen sind. Sie können dann direkt zwei Durchläufe durchführen, was für einen aussagekräftigen Wert in Anno 1800 ausreicht. Wenn Sie sich zu lange in der Szene aufhalten, sinken die Fps immer weiter und verhindern einen Vergleich mit unseren Werten. Ein Neustart setzt dieses Defizit zurück. Warum sich Anno so verhält, ist bisher nicht ganz geklärt.
Im Video sehen Sie alle Einstellungen, die wir vor den Benchmarks vornehmen und wann der Benchmark beginnt. Den nötigen Spielstand, um unsere Szene exakt nachstellen zu können, finden Sie im CPU-FAQ.
Ja, das sind sehr viele Daten und Zahlen. Auffällig ist die Intel-Dominanz. Nur ein AMD-Prozessor kann ganz oben mitspielen: das Cache-Monster Ryzen 7 5800X3D. Dahinter tummeln sich alle Intel-Prozessoren bis hinunter zum Core i5-12400 oder i7-11700K, an dessen Leistung ein Ryzen 7 5800X anknüpfen kann. Sie sehen bereits hier, dass Anno 1800 viele Kerne nicht in Mehrleistung verwandeln kann. Wichtiger sind dagegen eine hohe Single-Core-Leistung sowie möglichst viel L3-Cache, wie der X3D zeigt. Generell ist es schade, dass Anno 1800 nur einen geringen Nutzen aus modernen CPUs zieht. Ein Vergleich: Ein Core i7-3770K aus dem Jahre 2012 leistet im Schnitt 30,3 Fps in unserer Testszene. Ein in jeder Hinsicht überlegener Ryzen 5 5600X liefert dagegen "nur" 59 Prozent mehr Fps. Das ist zwar in jedem Fall spürbar, dennoch hätte man bei einer acht Jahre jüngeren CPU deutlich mehr erwartet. Überraschend schnell ist dagegen der Vierkerner Core i3-12100F, welcher sogar einen Core i9-9900K hinter sich lässt. Das unterstreicht noch einmal das oben Gesagte. Wenn Sie auf der Suche nach einer möglichst hohen Framerate sind, empfehlen wir Ihnen einen Alder-Lake-Prozessor oder einen AMD Ryzen 7 5800X3D zu verwenden.
Wir haben Ihnen zum Anfang der Benchmarks einen hilfreichen Tipp versprochen, wie Sie die CPU-Leistung erhöhen können. Die Antwort ist so simpel wie genial: Detailreduktion. Unsere Benchmarks finden natürlich immer bei höchsten Details statt, um auch die Leistung der schnellsten Hardware untereinander vergleichen zu können. Speziell in Anno 1800 kann eine Reduktion der Details für massiv erhöhte Leistung sorgen - auf Kosten der Qualität, doch sehen Sie selbst:
Wir vergleichen die Grafikpresets miteinander, AA haben wir jedoch zu jeder Zeit deaktiviert. Anno ist das einzige Spiel, wo wir ohne Probleme auf die Full-HD-Auflösung zurückgreifen können; wir sind trotzdem zu jeder Zeit CPU-limitiert. Die Bilder sprechen Bände, die Presets verändern sehr stark das Gesamtbild, insbesondere hinsichtlich der gleichzeitig sichtbaren Elemente. Darunter fallen nicht nur Flora und Fauna, sondern auch viele Details bei Häusern und die generelle Sichtweite. Hier lässt sich viel Leistung freischaufeln, auf Kosten der Optik. Mithilfe eines AMD Ryzen 5 5600X haben wir einen Benchmark erstellt, welcher die massiven Auswirkungen auf einen Blick festhält.
Obacht: Bei dieser Szene handelt es sich nicht um die reguläre CPU-Testszene, auch das verwendete System lässt sich nicht mit den obigen Testsystemen vergleichen. Zu den Zahlen: Hätten Sie es für möglich gehalten, dass Sie durch simples Abschalten von Grafikdetails bis zu 184 Prozent mehr Fps freischaufeln können? Schon das Preset Hoch reicht aus, um die Leistung fühlbar zu steigern und optisch ist das kein großer Unterschied. Nutzen Sie auch in jedem Fall den DirectX-12-Modus, welcher die Parallelisierung deutlich erhöht.
Wann haben Sie das erste Mal Anno erlebt? Die Autoren dieser Zeilen sind schon so "alt", dass sie mit Anno 1602 zum ersten Mal in diese sehr idyllische Aufbauwelt abgetaucht sind. Das waren noch Zeiten. Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar, wir freuen uns über jedes Feedback der Anno-Community. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt.

Ich finde es Interessant das Anno 1800 besonders vom höheren Cache vom 3D Prozessor profitiert.
Baue mir gerade einen neuen PC zusammen und installiert ist dann der Ryzen 7 5800x3D.
Werde dann Anno 1800 wieder spielen können, sobald das System zusammengebaut ist.
Bei meinem alten Intel war ein weiterspielen ab einer bestimmten Stelle einfach nicht mehr möglich.
Habe auch Herausgefunden dass 16GB Arbeitsspeicher nicht mehr reichen und man 32GB für Anno 1800 braucht.
Und wenn Ich mir die Tests hier ansehe habe Ich mit der Nvidia RTX 3060 Ti nicht viel falsch gemacht.
Bin Ja mal gespannt wie sich die neuen 3D V-Cache Prozessoren von AMD hier schlagen werden.
Intel hat momentan mit dem Raptor Lake hier die Führung.
Ein neuer Test mit Anno 1800 wäre dann nett mit den dann vorhandenen 3D V-Cache Prozessoren.
Mfg :
Niza