MSI Afterburner: Beta mit voller Vega-10-Unterstützung - GTX 1070 Ti ist auch dabei
AMD hat mit Vega relativ viele Änderungen im Vergleich zu den älteren Grafikprozessorne vorgenommen. Dementsprechend dauerte es etwas länger, bis externe Tools die neuen Grafikkarten unterstützen. Mit der aktuellen Beta ist die populäre Übertaktungsanwendung MSI Afterburner in der Lage, Spannungen und Takt der Vega-10-GPU genauer anzupassen und Werte besser auszulesen. Sogar die noch nicht angekündigte GTX 1070 Ti wird unterstützt.
Die Overclocking -Software MSI Afterburner kann besser mit AMDs aktuellen Vega-Grafikkarten und Nvidias kommenden RX-Vega-56 -Konter umgehen. Die Beta 19 des MSI Afterburner 4.4.0 verfügt nun über einen Low-Level-Zugriff auf den Vega-10-Grafikchip. Dadurch kann das Übertaktungstool direkt auf die GPU zugreifen, ohne AMDs ADL-Schnittstelle zu benutzen, welche zuvor Limitierungen verursacht hatte. Diese Änderung erlaubt es, die Spannung genauer zu kontrollieren und sorgt für umfangreicheres und effizienteres Hardware -Monitoring. Auf die Core-Spannung der Vega-10-GPU bei Grafikkarten im Referenzdesign - also aller momentan erhältlichen Modelle - kann nun direkt über den SMC-Microcontroller zugegriffen werden, welcher in den Grafikchip integriert ist. Die Spannung wird nun per Offset im ganzen -100 bis +100 mV Bereich auf allen P-States eingestellt.
Weiterhin kann der GPU-Stromverbrauch von Vega-Grafikkarten nun vom Graphen im Hardware-Monitor abgelesen werden, Gleiches gilt für die Temperatur der HBM-Speicherchips. Die Genauigkeit der Spannungs-Offsets - sowohl in Berechnung als auch beim Anlegen - wurde bei den älteren AMD -GPUs Baffin, Fiji und Ellesmere verbessert. Bei den Radeon-RX-500 -Grafikkarten konnte durch einen Bug in älteren Versionen von MSI Afterburner die GPU-Auslastung und der Speicherverbrauch im Hardware-Monitor falsch dargestellt werden, dieser Fehler wurde nun behoben.
Vor dem Update konnten nur AMDs hauseigene Wattman-Software, Sapphires TriXX und das GPU-Tweak-Programm von Asus eine kontrollierte Übertaktung von Vega-Grafikkarten ermöglichen. Während es nach dem Launch einige Wochen dauerte, ehe MSI Afterburner die RX-Vega-Grafikkarten voll unterstütze, wird die kommende Geforce GTX 1070 Ti, deren Veröffentlichung noch diesen Monat erwartet wird, im Referenzmodell schon vor der Verfügbarkeit supportet. Dies liegt allerdings daran, dass die neue Grafikkarte auf der gleichen GP104-GPU und dem gleichen PCB wie die schon bekannte Geforce GTX 1070 basiert. Die aktuelle Beta vom MSI Afterburner erlaubt die Anpassung der Kernspannung der GTX 1070 Ti.
Quelle: Guru3D-Forum via Videocardz.com
