AMD Pinnacle Ridge: Ryzen-2000-CPUs bekommen verlötete Heatspreader
AMD hat bestätigt, dass die kommenden Prozessoren mit Codenamen Pinnacle Ridge als Ablösung für Summit Ridge weiterhin verlötet werden sollen. Das heißt, zwischen Heatspreader und Siliziumchip wird sich keine günstige Wärmeleitpaste, sondern Indium-Lot mit einem besseren Wärmeübergang befinden.
Bei den ersten Ryzen-2000-Prozessoren in Form der Raven-Ridge-APUs Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G verzichtet AMD auf das Verlöten des Heatspreaders mit dem Siliziumchip, sondern setzt wie Intel bei all seinen CPUs auf Wärmeleitpaste. Das hat hauptsächlich Kostengründe: Die Raven-Ridge-Modelle stellen AMDs "Brot und Butter"-Prozessoren dar und der Ryzen 3 2200G wird schon zum Marktstart für unter 100 Euro angeboten. Dabei sind die Produktionskosten bei einer Chipfläche von 209,78 statt 213 mm² ähnlich hoch wie bei den großen Ryzen-CPUs.
Trotz der Argumentation befürchteten einige potenzielle Käufer der kommenden Pinnacle-Ridge-CPUs mit Zen+-Kernen, dass AMD generell Intels Kurs einschlagen und sämtliche Prozessoren mit Wärmeleitpaste versehen könnte. Über Reddit hat Robert Hallock, Head of Technical Marketing bei AMD, bestätigt, dass das nicht der Fall sein wird - danke an PCGH-Mitglied ExoSCARFace für den Hinweis. Zunächst deutete Hallock den Umstand nur an, später erklärte er noch einmal die Beweggründe und bestätigte explizit die verlöteten Heatspreader bei Pinnacle Ridge, um Verwirrungen aus der Welt zu schaffen.
Allein aus Marketing-Zwecken dürften AMD die zusätzlichen Kosten für das Verlöten wert sein. Die Konkurrenz in Form von Intel lässt sich somit - spätestens seitdem der Chiphersteller auch die High-End-Prozessoren für 1.000 Euro und weit darüber hinaus nicht mehr verlötet - relativ einfach ausspielen. Die Veröffentlichung von Pinnacle Ridge hat AMD für den kommenden April angesetzt.

Die breite Masse kennt die Dinger zudem ohnehin nicht, sondern kauft halt im Markt, das was gerade im Angebot ist. Denen ist auch egal ob Intel oder AMD gerade den schnellsten Chip haben, da verpufft die Werbewirksamkeit sehr schnell.
Wer sich wirklich auskennt und so ein Ding auch ausfahren kann/muss, der kauft das Ding ob verlötet oder nicht. Allenfalls wird überlegt ob ein TR ob des besseren P/L Verhältnisses mehr Sinn macht oder nicht. Wer dann meint unbedingt noch übertakten zu müssen, der kann ja immer noch köpfen - das sind dann aber eben nur ein Bruchteil der privaten Käufer, Firmenkunden übertakten normalerweise nicht - daraus entsteht kein Druck auf Intel.
Die grossen nicht Xeons sind wohl eher für Leute gedacht, die mit ihrem Computer arbeiten wollen.
Zum Zocken braucht man eher weniger 12+ Kerne.
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Dieteuersten Modelle sind für Server und Workstations gedacht. Nicht für Gamer...
In der Realität sieht es eher so aus, dass >>95% der Käufer da noch nie was von gehört haben und es denen auch - zurecht - egal ist. Der Anteil der Übertakter ist gemessen am Gesamtmarkt verschwindend gering. Nur die sind aber ernsthaft an dem Thema interessiert. Firmenkunden und das sind nunmal die meisten, betreiben ihre Rechner für gewöhnlich in Spec, MM Fertigsystem Käufer ebenfalls. Nicht mal hier im Forum übertakten alle...
Intel wird also beileibe nicht von den Käufern dazu gezwungen wieder umzustellen. Bei einer Ersparnis pro CPU um 2 oder gar 3-stelligen Centbereich kann man es leich verschmerzen, wenn ein paar hundert Nerds weltweit deswegen die Dinger nicht kaufen. Zumal ja viele dennoch kaufen, köpfen und das Ding dennoch verwenden...
Für manche hier scheint das Thema eine Art heiliger Gral zu sein.
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