AMDs AM5 kann CUDIMM-Support: Die Frage ist nur, wann?

14
News Norman Wittkopf Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMDs AM5 kann CUDIMM-Support: Die Frage ist nur, wann?
Quelle: Crucial

Im Gegensatz zu Intel unterstützt AMD derzeit CUDIMM-RAM nicht vollumfänglich. Das soll sich aber wohl noch im Rahmen der bestehenden AM5-Plattform ändern.

Bei Intels aktuellen Arrow-Lake-Prozessoren aus der Core-Ultra-200-Reihe war von vornherein abzusehen, dass diese die noch neue RAM-Modulbauform CUDIMM unterstützen, wohingegen die Funktionalität auf AMD-Seite bei Ryzen 8000 und 9000 nachträglich verkündet wurde. Bisher gibt es das aber nicht vollumfänglich oder offiziell unterstützt. Im Gespräch mit Digital Trends hat AMDs Produktmanagementleiter für Spiele und Workstations, Sourabh Dhir, nun bekräftigt, dass es keinen Grund gäbe, warum AM5 nicht CUDIMM unterstützen sollte, wollte sich aber nicht auf einen Zeitplan zur Einführung festlegen.

Dem Bericht nach ist derzeit das einzige Problem, dass die Onboard-Takt-Tuner keine hohen Frequenzen ermöglichen. Dadurch wird mit einem CUDIMM-Stick auf einem aktuellen High-End-Board X870E-Generation nur ein sogenannter "Bypass-Modus" gefahren, bei der lediglich die höchste unterstützte Frequenz des Mainboards möglich wird, nicht aber die eigentliche Geschwindigkeit der Module. Im Laufe der Lebenszeit des AM5-Sockels soll sich das aber offenbar laut dem AMD-Manager noch ändern.

CUDIMM-Support kann für AM5 kommen

"So wie sich unsere Speicher-Roadmap entwickelt, werden Sie feststellen, dass verschiedene Innovationen zu verschiedenen Formfaktoren bei den DIMMs führen. CUDIMM ist eine Technologie, die es uns ermöglicht, DDR5-Geschwindigkeiten über 6000 hinaus zu erreichen, und ich glaube nicht, dass wir eine neue Infrastruktur brauchen, um diese zu unterstützen", so Dhir.

Auf die Frage, ob dies über ein BIOS-Update aktiviert werden kann oder ob dafür ein neuer Chipsatz und eine neue Prozessorgeneration (wenn auch kein neuer Sockel) erforderlich ist, bestätigte er lediglich: "Innerhalb der gleichen AM5-Infrastruktur. [...] Es ist robust genug. Sie ist zukunftssicher genug, und sie ist für die Unterstützung dieser [Entwicklungen] ausgelegt."

Abschließend bekräftigte er zu dem Thema nochmals: "Alles, was mit DDR5 zu tun hat, [AM5] ist dafür gebaut, diese Fähigkeiten zu unterstützen." Des Weiteren wurde angedeutet, dass DDR6 der treibende Faktor für AMDs Wechsel zu einem AM6- oder einem anderen zukünftigen Sockel-Design sein könnte, wollte sich aber nicht zu Einzelheiten äußern.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was sagen Sie zu der Ankündigung? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

14
    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von HardWareFresser87
        Es ist ein Problem, solange der Controller in Prozessor steckt, AMD kann da viel erzählen, ich verstehe nicht wie das mit den aktuellen Prozessoren funktionieren sollte, da hier per CPU imitiert wird. Ich denke wie viele andere auch, dass dies erst mit neuen Prozessoren möglich wird, da nicht die AM5 Plattform das Problem ist.
        Es wurde ja schon geschrieben, warum es gut ist, dass der Controller in der CPU steckt. Man hält sich ja bewusst vage, mein starker Tipp ist aber auch, dass für AM5 einfach noch neue CPUs rauskommen, die einen entsprechend erweiterten und eventuell auch allgemein etwas leistungsfähigere Controller mitbringen. Der aktuelle hat ja jetzt schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Dementsprechend bleibt abzuwarten, ob nur höhere Taktraten oder eben auch höhere, synchrone Taktraten drin sein werden.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von HardWareFresser87
        Es ist ein Problem, solange der Controller in Prozessor steckt, AMD kann da viel erzählen, ich verstehe nicht wie das mit den aktuellen Prozessoren funktionieren sollte, da hier per CPU imitiert wird. Ich denke wie viele andere auch, dass dies erst mit neuen Prozessoren möglich wird, da nicht die AM5 Plattform das Problem ist.
        Es wurde ja schon geschrieben, warum es gut ist, dass der Controller in der CPU steckt. Man hält sich ja bewusst vage, mein starker Tipp ist aber auch, dass für AM5 einfach noch neue CPUs rauskommen, die einen entsprechend erweiterten und eventuell auch allgemein etwas leistungsfähigere Controller mitbringen. Der aktuelle hat ja jetzt schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Dementsprechend bleibt abzuwarten, ob nur höhere Taktraten oder eben auch höhere, synchrone Taktraten drin sein werden.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Das wäre trotzdem noch schlechter für die Leistung, denn auch der große Cache ist nicht Endlos.
        Außerdem müssten ja dann zwei verschiedene CPUs gebaut werden. Auch der Sockel und die Mainboards müssten entsprechend darauf angepasst sein. Mit höheren Preisen.
        Im Endeffekt hätte man wahrscheinlich eher zwei verschiedene Plattformen, einen für die CPUs mit integriertem und einen mit externen Speichercontroller.

        Welchen Vorteil erhoffst die dir denn davon, wenn der Speichercontroller nicht in die CPU integriert ist?
        Es würden ganz sicher nicht wieder Dritte in den Markt einsteigen, und alternative Chipsätze und dementsprechend einem anderen Speicher-Controller anbieten.
        Man hätte sicherlich den gleichen Speicher-Controller wie nun intern, nur dann eben extern. Ich würde auch erwarten, das die stabil erreichbaren RAM-Taktraten dabei eher sinken als steigen würden.
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Homerclon
        Den RAM-Controller mit in der CPU zu haben, ist ein zu großer Vorteil. Die Daten können dadurch nämlich direkt vom RAM zur CPU und umgekehrt, und müssen nicht erst über einen externen Chip. Dieser externe Chip war auch immer ein Umweg, da er nicht auf der kürzesten Strecke lag.
        Das könnte man doch wenigstens bei den V-Cache-Prozessoren weglassen oder nicht.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Zitat von HardWareFresser87
        Das ist ja auch egal jetzt ^^ viel wichtiger ist das AMD sich von dem Gedanken verabschiedet den Controller in die CPU zu bauen, mit AM6 werden die sich hoffentlich davon verabschieden.
        Das wird nicht passieren. Der Controller wanderte bei AMD bereits mit dem Athlon 64 (2003) in die CPU, und Intel zog mit dem ersten Core-i (2008) nach.

        Den RAM-Controller mit in der CPU zu haben, ist ein zu großer Vorteil. Die Daten können dadurch nämlich direkt vom RAM zur CPU und umgekehrt, und müssen nicht erst über einen externen Chip. Dieser externe Chip war auch immer ein Umweg, da er nicht auf der kürzesten Strecke lag.

        Zitat von HardWareFresser87
        Bei Intel ist das besser, da hier der Prozessor nicht der limitierende Faktor ist, kannst draufknallen, was du willst, die Teile funktionieren.
        Intel hat aber auch ein spezifiziertes "Limit", bis zu dem es offiziell unterstützt wird. Alles was darüber hinaus geht, ist streng genommen eine Übertaktung der CPU.
        Und doch, auch die machen irgendwann dicht, und das System wird instabil. Iirc läuft bei denen der RAM schon länger standardmäßig im 2:1-Modus (Gear 2), alternativ kann man auch 4:1 (Gear 4) wählen.
        Gear 1 (1:1) soll mit DDR4 noch eine Rolle gespielt haben, aber nicht mehr bei DDR5.

        EDIT:
        Mit CUDIMM kann der Limit noch etwas weiter ausgereizt werden. Was mit "Standard" DIMM also nicht Stabil möglich war, kann mit CUDIMM evtl. Stabil betrieben werden. Taktraten bei denen man nicht mal den ersten Windows-Ladescreen (oder andres OS) sah, werden vermutlich weiterhin nicht gehen. Aber jene die "nur" im laufenden instabil waren, da hat man gute Chancen das es klappt.
        Also 200-400 MHz zusätzlich dürften drin sein. Das gleiche verspricht ja auch ASUS bei ihrem NitroPath - das auch nur zeitlich ASUS-Exklusiv ist.
        Wenn alles auf CUDIMM optimiert wurde, sind vielleicht auch mehr als +200-400 MHz drin. Kombiniert man das noch mit NitroPath ...
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Ist halt die Frage, ob das ein Problem wäre, wenn es nicht so wäre. Je höher der RAM taktet, desto geringer fällt die zusätzliche Latenz durch den höheren Teiler aus und desto eher überwiegt der Vorteil der höheren Übertragungsrate.
        Es ist ein Problem, solange der Controller in Prozessor steckt, AMD kann da viel erzählen, ich verstehe nicht wie das mit den aktuellen Prozessoren funktionieren sollte, da hier per CPU imitiert wird. Ich denke wie viele andere auch, dass dies erst mit neuen Prozessoren möglich wird, da nicht die AM5 Plattform das Problem ist.

        LG
        Zitat von empy
        Das wurde doch in den entsprechenden Kanälen von AMD kommuniziert und ging auch groß durch die entsprechenden Medien. Also mir war das jedenfalls vor dem Kauf bekannt und ich habe deswegen extra ein 6000er-Kit gekauft, damit ich ein passendes Profil habe und mich nicht mit den Latenzen rumärgern muss.
        Das ist ja auch egal jetzt ^^ viel wichtiger ist das AMD sich von dem Gedanken verabschiedet den Controller in die CPU zu bauen, mit AM6 werden die sich hoffentlich davon verabschieden.

        LG
        Zitat von Schori
        CUDIMM taktet höher, ist mir bewusst, aber auch hier sagt niemand, dass das synchron laufen soll oder mit den aktuellen CPUs.
        Was ist der Mehrwert dieser Technik, wenn sie ihr volles Potenzial nicht ausschöpfen? Warum sollte sich jemand solches Kit anschaffen und es dann asynchron betreiben? Das verstehe ich nicht.
        Zitat von Schori
        AMD gibt 5600 MT/s als maximale Spezifikation her, darüber hinaus ist nix garantiert. Läuft bei Intel genauso.
        Expo hat erstmal auch nix mit dem IMC/CPU zu tun denn der RAM läuft ja damit, im Zweifelsfall halt nicht synchron.
        Bei Intel ist das besser, da hier der Prozessor nicht der limitierende Faktor ist, kannst draufknallen, was du willst, die Teile funktionieren.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk