[PLUS] RAM-Revolution? CUDIMM-Speichermodule und OC-Technologien für DDR5-10000+ analysiert
Nach einer gefühlten Ewigkeit des Stillstandes und fehlender Innovationen kündigt sich jetzt die erste Revolution beim aktuellen DDR5-Speicherstandard und den darauf basierenden Speicherkits an, die nicht nur die Mainboards und CPUs einbezieht, sondern sogar von diesen vorangetrieben wird. PCGH gibt einen Überblick.
RAM-Revolution
Neue Speichermodule vom Typ CUDIMM ("Clocked Unbuffered Dual Inline Memory Module"), welche in Kombination mit den neuesten AM5-Mainboards mit AMDs X870(E)-Chipsatz sowie den Hauptplatinen mit Intels neuem Sockel 1851 und dem Z890-Chipsatz beträchtlich höhere Speichergeschwindigkeiten von bis zu 9.600 MT/s zulassen, und neueste OC-Technologien, wie Asus NitroPath, Gigabyte D5 Bionic Corsa sowie das Asrock Memory OC Shield: Das Segment des Arbeitsspeichers erlebt gerade gefühlt seine eigene kleine Renaissance.
DDR5-Speicher im Wandel
PCGH hat sich die CUDIMM-Speichermodule sowie die neuen OC-Speichertechnologien aktuellen Mainboards einmal ganz im Detail angesehen und entsprechend eingeordnet. Die Redaktion erklärt, wie und weshalb aufgrund dieser Entwicklungen bereits in absehbarer Zeit mit extrem hohen Speichergeschwindigkeiten von 10.000 MT/s und mehr zu rechnen sein wird, und wohin die Reise dieser RAM-Revolution voraussichtlich gehen wird. Die CPUs, Mainboards und Speicherbausteine sind der Schlüssel zu schnellem DDR5-Speicher.
CUDIMM-Speichermodule
Die noch jungen CUDIMMs ("Clocked Unbuffered Dual Inline Memory Modules"), welche gemeinhin als einer der "Schlüssel" für deutlich schnellere DDR5-Speicherkits angesehen werden, unterscheiden sich von den heutzutage größtenteils zum Einsatz kommenden UDIMMs ("Unbuffered Dual Inline Memory Modules") insbesondere durch den neuen sogenannten CKD ("Client Clock Driver"), der den Takt zwischen dem integrierten Speichercontroller ("IMC") des Prozessors und dem DRAM puffert ("buffered").
- Die CKD ("Client Clock Driver") unterstützt die Protokolle I2C ("(Inter-Integrated Circuit") und I3C ("Improved Inter Integrated Circuit"), um eine asynchrone Steuerung zu ermöglichen.
- Diese Maßnahmen sollen für ein saubereres Signal, weniger Rauschen und insgesamt für eine verbesserte Stabilität - insbesondere bei hohen Taktfrequenzen - und Zuverlässigkeit sorgen. CUDIMMs sollen deshalb bei sehr hohem Takt stabiler arbeiten als UDIMMs.
- Selbst die eher konservative JEDEC Solid State Technology Association sieht für CUDIMMs bereits jetzt Standards von DDR5-7200 vor, während UDIMMs bei 6.400 MT/s verweilen.
Bei den CUDIMMs handelt es sich um ungepufferte Dual-Inline-Speichermodule, welche durch den zusätzlichen "Client Clock Driver" ein verstärktes respektive "aufgefrischtes" Signal vom Speichercontroller ("IMC") des Prozessors erhalten. Single PLL, Dual PLL und PLL Bypass werden ebenso unterstützt, wie eine weitreichende Signal- und Statusüberwachung. In Kombination mit stark selektierten Speicherbausteinen ("ICs") und ganz besonders leistungsfähigen Speichercontrollern sind so schon heute 9.000 MT/s+ möglich.
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