Intel Skylake zum Release: Spezifikationen, Release-Termin, Test
Während Intels Broadwell-Generation nur wenig Aufmerksamkeit im Desktop-Segment erhalten soll, steht mit Skylake wieder ein großer Launch inklusive neuer Plattform rund um den Sockel 1151 an - voraussichtlich im kommenden Herbst, vielleicht auch schon im Sommer wird es soweit sein. PC Games Hardware versucht sich an einer ständig aktualisierten Übersicht.
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Update: Mittlerweile sind die beiden ersten Skylake-CPUs, der Core i7-6700K und der Core i5-660K (siehe PCGH-Test), im Handel erschienen.
Dieses Jahr gibt es gleich zwei neue Core-Generationen: Im Juni startete mit Broadwell die fünfte Generation, Anfang August dann die sechste Generation Skylake. Dieser Artikel soll als eine Übersicht zu den aktuellen Gerüchten dienen und einen besseren Überblick verschaffen. Die hier enthaltenen Informationen sind aber keinesfalls in irgendeiner Art offiziell bestätigt und sind daher bis zum Release von Intels Skylake-Ablegern mit Vorsicht zu genießen. Bis dahin werden wir diesen Artikel mit neuen Informationen entsprechend aktualisieren.
Skylake: Release-Zeitraum [COLOR=textColor3](Update)
Von benchinfo.info und digitimes.com stammen Übersichten, welche die angeblichen Veröffentlichungszeiträume von Intels Skylake-CPUs aufzeigen sollen. Die beiden Webseiten ergänzen sich dabei gegenseitig, widersprüchliche Details werden keine gemacht. Das 3DCenter hat eine schöne Übersicht zu den Informationen gemacht.
Demnach sollen die beiden übertaktbaren K-Modelle, Core i7-6700K und i5-6600K, schon zur Gamescom vorgestellt werden, die vom 06. bis 09. August laufen wird (geschlossener Tag am 05.). Dabei gilt es allerdings noch abzuwarten, ob die tatsächlich veröffentlicht und somit verfügbar sein werden oder ob es sich um eine reine Vorstellung handeln wird. Konkrete Details sind spätestens für das IDF vom 18. bis 20. August zu erwarten, wo Intel üblicherweise neue CPU-Generationen veröffentlicht. Die kleineren Desktop-Modelle sollen etwas zeitversetzt im Herbst erscheinen, die Mobile-Prozessoren im Winter bis hin zum Frühjahr 2016.
Quelle: 3DCenter
Skylake: Generalüberholte Plattform mit Sockel 1151
Interessant wird Skylake neben der aktualisierten Mikroarchitektur vor allem wegen der Plattform. Dort soll nämlich der Sockel 1151 mit Platform Controller Hubs der 100er-Serie eingeführt werden. Ersterer bringt erstmals DDR4-Unterstützung in den Mainstream, wohingegen H170 und Z170 bis zu 20 PCI-Express-Lanes nach 3.0-Standard zur Verfügung stellen können sollen - gegenüber den acht 2.0-Bahnen der aktuellen 9er-PCHs ist das eine enorme Steigerung. Besonders interessant dürften dann SSD-Lösungen für PCI-Express werden, die ohne frickelige Notlösungen schnell angebunden werden können.
Neben DDR4- sollen Skylake-CPUs übrigens auch DDR3-RAM unterstützen. Genauer soll es sich um DDR3L-Speicher handeln, der auf niedrigere Spannungen ausgelegt ist - das ergibt insofern Sinn, da Skylake mit DDR4 ursprünglich auf solche ausgelegt worden sein wird. Interessant dürfte eine solche Unterstützung für OEM-Anbieter von Notebooks werden, wo DDR3L-Speicher hauptsächlich zum Einsatz kommt. Die Kosten können dadurch nach unten gedrückt und bestehende Mainboard-Designs womöglich übernommen werden. Desktop-Nutzer werden hingegen wohl kaum noch in DDR3L-RAM investieren.
Inzwischen ist auch schon eine Fotografie aufgetaucht, welche die Rückseite einer Skylake-S-CPU und damit das Pin-Layout für den Sockel 1151 zeigen soll. Zum Vergleich haben wir links einen Core i5-4690K als Haswell-Vertreter angefügt.
Quelle: PCGH/benchlife.info
Vergleich: Ang. Skylake-Engineering-Sample (rechts) vs. Core i5-4690K (links)
Skylake: Die ersten geleakten Modelle (Update)
Ursprünglich aus der Türkei stammten schon konkretere Details zu zwei Skylake-Modellen, aus China folgten daraufhin acht weitere, nicht über den Multiplikator übertaktbare. Demnach werde sich Intel wieder näher am Namensschema von Sandy Bridge mit geraden Zahlen orientieren. Damit gäbe es in der Nomenklatur keine Überschneidungen mit Broadwell-CPUs, die innerhalb der 5000er-Reihe erscheinen sollen, und generell wär das Ganze übersichtlicher.
Interessant sind die angesetzten Taktraten, die auf dem Niveau der aktuellen "Devil's Canyon"-CPUs (i7-4790k und i5-4690K) und damit ziemlich hoch liegen sollen. So soll der i7-6700K mit 4,0 GHz Basis takten und nur beim Turbo mit 4,2 GHz 200 MHz langsamer ausfallen als der i7-4790K. Der i5-6600K takte mit 3,5/3,9 GHz identisch schnell wie der i5-4690K. Damit würde die höhere Performance pro Takt auch in einer insgesamt besseren Leistung resultieren und nicht nur in einer besseren Effizienz aufgrund von niedrigeren Frequenzen. Die TDP soll derweil bei 95 Watt und somit minimal höher als bei den Haswell-DT-Topmodellen liegen. Das dürfte an den aufgebohrten iGPUs liegen, Details gibt es dazu bisher aber noch keine.
Unter die beiden genannten Modelle werde Intel vier 65-Watt-Modelle positionieren. Das beinhalte den i7-6700 sowie die i5-CPUs 6400, 6500 und 6600. Auffällig: Dort falle vor allem der Turbo-Takt ziemlich hoch aus, bis hin zu 4,0 GHz beim i7-6700, wohingegen die Basistaktraten mit maximal 3,4 GHz deutlich niedriger seien. Noch eine Klasse darunter werde Intel entsprechende T-Modelle mit einer TDP von 35 Watt anbieten, die über niedrigere Taktraten und somit einer geringeren Spannung erreicht wird. Der Basistakt wird um 500 bis 700 MHz reduziert, der Turbo um 400 bis 500 MHz. Einzig die Core-i3-Serie wird derzeit noch nicht genannt.
Update: Inzwischen hat Intel sogar selbst die unten aufgeführten zehn Skylake-Modelle in einer Product Change Notification bestätigt. Dort wurden unter anderem die Produktcodes angegeben, mit denen sich erste Einträge in der indischen Importdatenbank zauba.com finden lassen. Neben der Info, dass Intel schon finale Skylake-CPUs in kleinen Stückzahlen durch die Weltgeschichte verschickt, werden dort auch die Basistaktraten bestätigt.
| Modell | Kerne/Threads | Basis-/Turbo-Takt | L3-Cache | Grafikeinheit | Speicher |
|---|---|---|---|---|---|
| 95 Watt | |||||
| Core i7-6700K | 4/8 | 4,0/4,2 GHz | 8 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |
| Core i5-6600K | 4/4 | 3,5/3,9 GHz | 6 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |
| 65 Watt | |||||
| Core i7-6700 | 4/8 | 3,4/4,0 GHz | 8 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |
| Core i5-6600 | 4/4 | 3,3/3,9 GHz | 6 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |
| Core i5-6500 | 4/4 | 3,2/3,6 GHz | 6 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |
| Core i5-6400 | 4/4 | 2,7/3,3 GHz | 6 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |
| 35 Watt | |||||
| Core i7-6700T | 4/8 | 2,8/3,6 GHz | 8 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |
| Core i5-6600T | 4/4 | 2,7/3,5 GHz | 6 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |
| Core i5-6500T | 4/4 | 2,5/3,1 GHz | 6 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |
| Core i5-6400T | 4/4 | 2,2/2,8 GHz | 6 MiByte | unbekannt | DDR4-2133/DDR3L-1600 |

Erschwerend kommen wie hier schon erwähnt die 8 Jaguar Kerne der Konsolen dazu. Diese sorgen dafür, dass die Ansprüche an die ausgewachsenen CPUs im PC sinken/gering bleiben und mehr denn je eine starke GPU gefordert wird.
Oder sind die 4 Kerner mit einem 4790k immer noch die #1 bei Games?
Hat einen Skylake-CPU gegenüber einen Haswell-CPU besondere Vorteile als z.B. einen niedriegeren Verbrauch? Bin mit der "CPU-Markt" jetzt nicht soooo gut informiert, von daher frage ich mal nach.
Zumal ja noch gar nichts über den Preis von Zen bekannt ist, wenn der auf Niveau eines 5960X ist wird es ihn nicht für 250€ geben.
Erschwerend kommen wie hier schon erwähnt die 8 Jaguar Kerne der Konsolen dazu. Diese sorgen dafür, dass die Ansprüche an die ausgewachsenen CPUs im PC sinken/gering bleiben und mehr denn je eine starke GPU gefordert wird.
Aus rein professioneller Sicht interessieren mich Consumer Grade CPUs nicht besonders da ich im Moment sehr gut mit Haswell E aufgestellt bin (5930K und 5960X). Aber mich wuerde Skylake reizen mit LN2 nen i5 oder i7 zu pushen. Oder ein mITX nur mit iGPU und Oelkuehlung, bei so einem niedrigen Verbrauch sollte ein reiner Tank (ohne Radi und Pumpe) eigentlich funktionieren.