iPhone: Virus behindert die Chip-Produktion bei TSMC, 250 Mio. US-D Schaden
Es gibt Neuigkeiten zum Virenbefall bei TSMC: Vor wenigen Stunden hat Chip-Hersteller TSMC verlauten lassen, dass die Chip-Produktion, insbesondere für die kommenden iPhone-Modelle, zum Halt gekommen ist. Grund dafür sei ein Virus, der sich im System des Unternehmens breit gemacht hat. TSMC hofft, die Produktion noch heute wieder starten zu können.
Aktualisierung vom 6. August: Mittlerweile gibt es neue Erkenntnisse über die Ausmaße des Schadens, der durch einen Virenbefall beim Auftragsfertiger TSMC für Probleme sorgt. In einer Pressemitteilung vom 5. August stellt man klar, dass das Ausmaß der Infektion je nach Fabrik variierte, aber alle Fabs getroffen waren. Zum Zeitpunkt der Pressemeldung seien 80 Prozent der befallenen Systeme wieder einsatzbereit und im Laufe des Montags soll die komplette Firma wieder vollständig arbeiten können.
TSMC gibt auch eine Umsatzwarnung heraus. Der Vorfall verursache nicht nur verzögerte Auslieferungen, die man aber im vierten Quartal wieder aufholen wolle, sondern auch zusätzliche Kosten. So werde der Umsatz im dritten Quartal drei Prozent niedriger ausfallen, was bei einer Erwartung von ca. 8,5 Mrd. US-D rund 250 Mio. US-Dollar ausmacht. Auch die Bruttomarge sinke um einen Prozentpunkt. TSMC geht in der Meldung nicht darauf ein, welche Kunden und welche Produkte betroffen sind. Man habe aber alle betroffenen Firmen informiert und arbeite eng mit den Partnern an einem aktualisierten Plan für die Wafer-Lieferungen.
TSMC stellt klar, dass sich der Virus während einer Software-Installation für neue Hardware durch eine "Fehlfunktion" (Englisch: Misoperation) einschleichen konnte. Der Virus breitete sich aus, sobald die neue Hardware an das interne Netzwerk angeschlossen wurde. Nicht betroffen waren Datenintegrität und vertrauliche Informationen. TSMC fertigt auch die 7-nm-CPUs für AMD (Zen 2).
Sicherheitsexperten werden sich noch an 2017 erinnern, als die Ransomware WannaCry international haufenweise Unternehmen und Einrichtungen dazu gebracht hat, ihre Aufgaben niederzulegen und die Schadsoftware zu entfernen. Seitdem gab es zwar nicht mehr so einen derart großen Vorfall, der Chip-Hersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (kurz: TSMC) musste aber nun zugeben, dass sich ein Virus im System des Unternehmens breit gemacht hat.
Dieser sei wohl seit Freitag Nacht bemerkt worden, was dazu geführt hat, dass TSMC die Produktion der Chips einstellen musste. Genauer gesagt geht es aktuellen Informationen zufolge um die Herstellung der Prozessoren für die kommenden iPhone-Modelle, da TSMC wohl in diesem Jahr der alleinige Produzent dieser Chips ist. Das Unternehmen hat offenbar mittlerweile das Problem ausfindig gemacht und eine Lösung vorbereitet, die Hauptproduktion soll aber wohl erst am heutigen Abend wieder losgehen.
"TSMC wurde schon früher von Viren attackiert, aber dies ist das erste Mal, dass eine Virus-Attacke unsere Produktion betroffen hat,' erklärt Chief Financial Officer Lora Ho in einem Interview. Ho sprach jedoch nicht davon, wie hoch der Schaden durch den Ausfall der Chip-Herstellung sein wird. Unklar ist außerdem, ob die Verzögerung der auslieferbaren Prozessoren sich auf die Veröffentlichung der jeweiligen Endgeräte auswirken wird. Momentan werden die neuen iPhone-Modelle für den Herbst und insbesondere September diesen Jahres erwartet.
Quelle: Bloomberg

heise online
Da dürfte AMD mit der Vega20 auch betroffen sein.
Das dürfte ziemlich heftig einschlagen.
Bei $250 Mio Schaden sind sehr viele Wafer betroffen - auch wenn ein Teil davon auch auf Reparaturkosten geht, dürften 99,x% der Kosten durch kaputte Wafer / Verzögerungen in der Auslieferung zurück gehen.
Das wären knapp 50000 Wafer o.O
Edit:
Es kann sein, dass PCGH in der ersten Pressemeldung noch nicht so viele Informationen hatte, wie CB...
Aber dann hat in mir der Marketing-Mensch zugeschlagen. Man verkauft das ganze als "limited edition". Fertig ist der Aufpreis von 200-300€ den die dummen Apple-Jünger sicher wieder gerne zahlen, genauso wie fürs X.
Aber dann hat in mir der Marketing-Mensch zugeschlagen. Man verkauft das ganze als "limited edition". Fertig ist der Aufpreis von 200-300€ den die dummen Apple-Jünger sicher wieder gerne zahlen, genauso wie fürs X.