Lockdown bei Foxconn in China: Arbeiter fliehen in Scharen [Update: Großzügige Bonuszahlungen]
Jetzt aktualisiert: Nachdem in Chinas Hauptwerk von Apples Auftragsfertiger Foxconn aufgrund einer Null-Toleranz-Politik gegen Covid-19 ein Lockdown ausgerufen wurde, fliehen etliche Mitarbeiter aus der Fabrik, wie Reuters berichtet und Videoaufnahmen im Netz beweisen sollen. Die iPhone-Produktion in Foxconns Werk in Zhengzou könnte dadurch um 30 Prozent einbrechen.
Original-Artikel vom 31. Oktober 2022: Während weltweit die Coronamaßnahmen Schritt für Schritt gelockert beziehungsweise abgeschafft werden, verfolgt China - das Land, aus dem sich Covid-19 global verbreitete - eine Null-Toleranz-Politik gegenüber der Ausbreitung des Virus, auch unter der Bezeichnung "Zero Covid" bekannt. In Zhengzhou, der Hauptstadt der zentralen Provinz Henan, sollen laut Reuters-Angaben in den vergangenen 14 Tagen über 250 neue Infektionen mit Covid-19 gemeldet worden sein. Dort befindet sich auch Chinas größtes Werk des taiwanesischen Apple-Zulieferers Foxconn, bei dem 200.000 Arbeiter beschäftigt werden.
Foxconn-Arbeiter fliehen wegen schlechter Arbeitsbedingungen
Laut unbestätigten Informationen soll die Fabrik schon seit dem 7. Oktober abgeriegelt und verbarrikadiert sein. Die Arbeiter müssen also dort in der Fabrik verweilen und trotz Lockdown in einem "geschlossenen Kreislauf" weiterproduzieren. Am 19. Oktober habe Foxconn in Zhengzhou den Verzehr von Mahlzeiten in den Kantinen verboten, weshalb die Angestellten diese mit in ihre Schlafsäle nehmen mussten. Daraufhin sollen Menschen, die am Standort arbeiten, über soziale Netzwerke ihrem Frust freien Lauf gelassen und die unwürdigen Arbeitsbedingungen angekreidet haben.
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Vergangenes Wochenende soll es dann zu einer Massenflucht von Arbeitern aus dem Foxconn-Werk gekommen sein, wie Reuters berichtet und Aufnahmen, die im Netz die Runde machen, beweisen sollen. Zu sehen sind Menschen, die teilweise mit Gepäck tagsüber über Felder und nachts an Straßen entlanglaufen. Auch Kletteraktionen über Zäune sind in einem Video zu sehen. BBCs Korrespondent in China, Stephen McDonell verbreitete via Twitter mehrere Videos, die die Flucht der Arbeiter dokumentieren sollen. In einem seiner Kommentare heißt es:
"Arbeiter sind aus dem größten Montagewerk von Apple ausgebrochen und haben den Zero-Covid-Lockdown bei Foxconn in Zhengzhou überwunden. Nachdem sie sich hinausgeschlichen haben, gehen sie in ihre mehr als 100 Kilometer entfernten Heimatstädte, um die Maßnahmen der Covid-App zu überwinden, die entwickelt wurde, um die Menschen zu kontrollieren und dies zu verhindern."
Durch den Lockdown und die daraus resultierenden Fluchtbewegungen, könnte die Produktion von Apples iPhones im nächsten Monat im betroffenen Foxconn-Werk in Zhengzhou, welches eines der größten weltweit ist, um 30 Prozent einbrechen, wie auf Berufung von Reuters eine Person mit Insiderwissen befürchtet. Foxconn arbeite nun daran, die Produktion in einem kleineren Werk in Shenzhen anzukurbeln, um das Minus auszugleichen. Der Auftragsfertiger ist Apples größter iPhone-Hersteller und ist für 70 Prozent der iPhone-Lieferungen weltweit verantwortlich, was wiederum 45 Prozent des Umsatzes des taiwanesischen Unternehmens ausmacht, sagten Analysten von Fubon Research aus Taipei in diesem Monat.
Foxconn lockt mit gigantischen Bonuszahlungen
Update vom 02. November 2022: Nachdem infolge eines Lockdowns in Chinas größtem iPhone-Werk des Auftragsfertigers Foxconn und den daraus resultierenden schlechten Arbeitsbedingungen etliche Arbeiter in ihre Heimatstädte geflohen sind, versucht Foxconn in Zhengzhou nun die Angestellten mit äußerst großzügigen Bonuszahlungen bei Laune zu halten. Denn mit dem Weihnachtsgeschäft nähert sich für Apple eine sehr ertragreiche Phase, weshalb Ungereimtheiten wie solche beim Auftragsfertiger zu einer ungünstigen Zeit kommen.
Foxconn möchte also diejenigen belohnen, die sich im November bei der iPhone-Produktion voll ins Zeug legen, wie Reuters berichtet. Wer in diesem Zeitraum die Arbeit nicht stoppt und keinen Urlaub nimmt, dem sollen Bonuszahlungen von bis zu umgerechneten 2.080 Euro winken. Für gewöhnlich soll dieser Bonus lediglich einem Zehntel dieses Betrags entsprechen, nämlich 208 Euro. Das wäre eine Menge Geld für die Arbeiter im Foxconn-Werk in Zhengzhou, denn jene sollen dort regulär nur umgerechnet bis zu 550 Euro monatlich verdienen.

katastrophale Coronapolitik bei uns
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Noch dümmere Coronapolitik in China.
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Jetzt hat China dem Druck der Straße und der Wirtschaft nicht mehr standgehalten und rudert wieder zurück. Immerhin könnten so viele Lieferengpässe vorerst wieder Geschichte sein. Mit 2 Monaten Verzug bis wir es hier merken natürlich. Foxconn wird sich sicherlich über die Nachrichten freuen.
Corona Demos in China = Voll gut.. Die tapferen Chinesen welche auf die Straße gehen
Corona Demos in Deutschland = Nazis, Schwurbler, Aluhutträger, Impfverweigerer, Antisemiten, Darm der Gesellschaft usw... Hier mal wenige Medien zur Erinnerung.
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Die ganzen Übergriffe der Polizei auf den Demos zeige ich hier lieber nicht.
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Noch dümmere Coronapolitik in China.
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Jetzt hat China dem Druck der Straße und der Wirtschaft nicht mehr standgehalten und rudert wieder zurück. Immerhin könnten so viele Lieferengpässe vorerst wieder Geschichte sein. Mit 2 Monaten Verzug bis wir es hier merken natürlich. Foxconn wird sich sicherlich über die Nachrichten freuen.