iPhone: Apple bestätigt USB-C für die Zukunft und kritisiert die EU

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Das iPhone 14 hat noch einen Lightning-Anschluss.
Quelle: Apple

Apple ergibt sich in das eigene Schicksal und kündigt mit einem Zähneknirschen an, zukünftige iPhone-Modelle mit einem USB-C-Anschluss auszustatten. Dieser Standard wird von der EU ab 2024 vorausgesetzt.

Apple ist not amused. Den Grund für die Verstimmung nennt Greg Joswiak, Vizechef des weltweiten Marketings, in einem Interview mit dem Wall Street Journal. Angesprochen auf die neuen EU-Richtlinien in Bezug auf physische Ladeanschlüsse, antwortet Joswiak: "Natürlich müssen wir uns danach richten, wir haben keine Wahl." Damit bestätigt Apple quasi, dass zukünftige iPhone-Generationen zumindest in Europa auf einen Lighning-Anschluss verzichten und USB-C nutzen werden.

Die EU besteht auf einheitliche Ladeanschlüsse

Ab welcher iPhone-Generation die neuen Anschlüsse verbaut werden, beantwortet Joswiak nicht direkt: "Das Timing für europäische Länder wird von der EU vorgegeben." Und der Zeitpunkt steht bereits fest: Ab Herbst 2024 gilt der neue Standard für alle Elektrokleingeräte. Vermutlich wird die kommende iPhone-Reihe 2023 also noch mit Apples eigenem Lightning-Anschluss kommen und die 2024er-iPhones dann mit USB-C. Bei ihren Tablets hat Apple sogar schon mit der Umstellung begonnen. Für Notebooks gibt es noch eine Gnadenfrist bis 2026.

Passend zum Thema:

Joswiak macht in dem Interview klar, dass Apple mit den neuen Vorgaben nicht glücklich ist. Das Unternehmen sei immer gut damit gefahren, sich auf die eigenen Lösungen zu verlassen. Die Argumentation der EU, mit der neuen Regelung für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen, verstehe er nicht, da man ohnehin alle paar Jahre sein Kabel austauschen müsse, da es kaputtgehe oder von Katzen angefressen werde. Dank Ladegeräten mit austauschbaren Kabeln habe sich das Problem minimiert, und durch die erzwungene Umstellung werde bei Apple ebenfalls eine Menge e-Müll entstehen. Eine Möglichkeit, den USB-C-Standard zu umgehen, wäre es, komplett auf kabelloses Laden zu setzen, doch darauf wollte Joswiak in dem Interview nicht weiter eingehen.

Quelle: The Verge

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ThirdLife Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Zuriko
        Eine USB 3.0 ist ja eigentlich schon zügig, aber ich habe auch nie so grosse Files, hat mich nur interessiert.
        Ich arbeite normal auch nicht mit so großen Files, aber heutzutage hat man halt schnell große Files nur schon von ein paar Urlaubs-Clips. 4K60 mit DolbyVision und dann womöglich ProRAW ? Und dann kreischen die Leute noch nach 8K, das wäre mit Lightning ein Fiasko und quasi unbenutzbar.

        Passt nicht ganz zum "Pro" Anspruch den man auch preislich eintreibt.
      • Von ThirdLife Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Zuriko
        Eine USB 3.0 ist ja eigentlich schon zügig, aber ich habe auch nie so grosse Files, hat mich nur interessiert.
        Ich arbeite normal auch nicht mit so großen Files, aber heutzutage hat man halt schnell große Files nur schon von ein paar Urlaubs-Clips. 4K60 mit DolbyVision und dann womöglich ProRAW ? Und dann kreischen die Leute noch nach 8K, das wäre mit Lightning ein Fiasko und quasi unbenutzbar.

        Passt nicht ganz zum "Pro" Anspruch den man auch preislich eintreibt.
      • Von Zuriko Software-Overclocker(in)
        Zitat von ThirdLife
        Hey, unter Windows zieh ich das so nicht, da lade ich die Bilder oder Videos über die iCloud. Am Mac geht AirDrop halt wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] sagt so schnell wie das WiFi kann und im Wohnzimmer sind das knapp 1Gbit bei mir.
        Gut ich arbeite bei Fotos/Videos mit OneDrive, iCloud habe ich wirklich nur für die Backups der Daten und Programme auf dem iPhone. Wüsste nicht wie schnell mein Wifi theoretisch wäre, habe einen Asus AC5300, der ist wohl schon zügig. Aber Xbox, Apple TV und Laptop sitzen alle am LAN so wie es sich gehört.

        Na dann mal schauen was Apple dann für einen USB-C nimmt. Eine USB 3.0 ist ja eigentlich schon zügig, aber ich habe auch nie so grosse Files, hat mich nur interessiert.
      • Von ThirdLife Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Zuriko
        Airdrop kann 1Gbit/s übertragen? Erstaunlich! Geht aber nur auf Apple Geräte die das supporten oder? Wenn ich Videos auf mein Windows Gerät laden möchte kann man das nicht nutzen?
        Hey, unter Windows zieh ich das so nicht, da lade ich die Bilder oder Videos über die iCloud. Am Mac geht AirDrop halt wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] sagt so schnell wie das WiFi kann und im Wohnzimmer sind das knapp 1Gbit bei mir.
      • Von SFT-GSG BIOS-Overclocker(in)
        Zitat

        Das Unternehmen sei immer gut damit gefahren, sich auf die eigenen Lösungen zu verlassen.
        Glaube ich gern, das war finanziell sehr einträglich....
        Zitat

        Die Argumentation der EU, mit der neuen Regelung für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen, verstehe er nicht, da man ohnehin alle paar Jahre sein Kabel austauschen müsse, da es kaputtgehe oder von Katzen angefressen werde.
        Keine Ahnung ob er damit sagen will, dass die Apple Kabel qualitativ schlechter als billigste USB Kabel sind. Ich habe heute noch von 3 Katzen komplett durchgekaute USB Kabel im Einsatz....funktionieren immer noch.

        Im Übrigen hat ja Apple damit angefangen aus angeblichem Nachaltigkeitsgründen keine Netzteile mehr beizulegen...die kann man ja angeblich ewig verwenden. Aber die Kabel muss man immer wieder tauschen? Wie wärs dann mal mit Qualität. Oder Apple wechselt bei Kabeln von weiß auf schwarz, die schmeckten meinen Katzen nie....die weißen waren für die wie Kaugummi.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Zuriko
        Airdrop kann 1Gbit/s übertragen? Erstaunlich! Geht aber nur auf Apple Geräte die das supporten oder? Wenn ich Videos auf mein Windows Gerät laden möchte kann man das nicht nutzen?
        Ich weiß nicht genau, wie gut die Software-Einbindung unter Windows funktioniert. Aber wenn dein WLAN 1 GBit/s erlaubt, dann sind wireless eben 1 GBit/s möglich.

        Zitat von Jooschka
        Ich halte den USB-Anschluss nach wie vor für keine gute Lösung, um Geräte zu laden. Mir wäre es lieber gewesen, man hätte einen richtigen Stromanschluss verbaut, der auch wirklich zum übertragen von Strömen ausgelegt ist und nicht ursprünglich für Datentransport konzipiert wurde. Für Handys ist das noch egal, da gehe ich mit USB konform. Aber wenn ich einen etwas größeren Akku laden will, ganz allgemein, dann braucht es jetzt wieder mehr Elektronik im Endgerät, im Kabel, und im netzteil, um das über USB zu realisieren und Standatdkonform zu bleiben. Ich hätte da lieber als Alternative ein paar DC-Stecker gesehen, mit denen im Prinzip direkt der Akku geladen werden kann, ohne weitere Spannungswandlung.
        Im Prinzip ist das jetzige Vorgehen doch grundsätzlich ein Effizienzverlust. Erst wandelt das Netzteil in USB-Spannung um, dann die Ladelelktronik wieder in Ladespannung, anstatt direkt vom NT die richtige Spannung zu bekommen. Außer man nutzt das mitgelieferte Netzteil, welches entsprechende Protokolle beherrscht und das ebtsprechende Kabel mit dem entsprechenden Chip drin und so weiter... anstatt da einfach 2 ausreichend dicke Aderpaare mit ausreichend dickem Stecker (Kontaktoberfläche) zum laden zu benutzen... für mich ist das ab e
        einer gewissen geforderten energiemenge einfach nur Schwachsinn, das über usb regeln zu wollen/müssen.
        Just my 2 cents
        Akkus laden in der Regel mit maximal 4,5 V. Bei so niedriger Spannung große Ströme zu übertragen funktioniert nur über kurze oder über sehr dicke Kabel. Von daher ist eine doppelte Wandlung bei zum Beispiel Laptops unvermeidbar. Die meisten Netzteil dort nutzen heute 19 V, Power Delivery Profil 5 über USB Typ-C 20 V. Das wiederum ist für Kleinstgeräte aber unnötig viel, also braucht es ohnehin noch eine Datenverbindung am "reinen" Ladekabel, damit Endgeräte erkannt und die Spannung angepasst werden kann. Dass der Typ-C-Stecker, bei dem all das eben sehr wohl von Anfang an eingeplant wurde, nebenbei auch noch als Anschluss für Maus, Tastatur, USB-Sticks und ähnliches dienen kann, schadet bei den meisten Endgeräten aber auch nicht.
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