Intel mit sinkenden Umsätzen: PC-Geschäft legt leicht zu und schwächelt doch, Aktienkurs bricht ein

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Intel mit sinkenden Umsätzen: PC-Geschäft legt leicht zu und schwächelt doch, Aktienkurs bricht ein (1)
Quelle: Intel

Intel hat neue Quartalszahlen veröffentlicht und die sind kein wirklicher Grund zur Freude, obwohl man unterm Strich immer noch viel Gewinn macht. Die PC-Sparte konnte in der Coronakrise sogar leicht zulegen - der höheren Nachfrage nach Laptops sei Dank. An der Börse geht es derweil bergab.

Intel hat seine jüngsten Quartalszahlen veröffentlicht. Demnach bleiben die Amerikaner unter Strich sehr profitabel und es sieht wohl etwas besser aus, als noch im zweiten Quartal prognostiziert. COVID-19 lässt aber auch Intel nicht ungeschoren davon kommen. Entsprechend schlecht nehmen sich Gewinne und Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Punkten kann ausgerechnet die vielgescholtene PC-Sparte, wo man ein leichtes Umsatzplus verbucht. Im Detail ließ Intel aber auch dort kräftig Federn.

Doch der Reihe nach. Intel setzte im dritten Quartal 2020 immer noch 18,3 Milliarden US-Dollar um - aber eben auch 4,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zurück gingen ebenso der Betriebs- und Reingewinn um 21,5 und 25,6 Prozent, sodass am Ende 5,1 beziehungsweise 4,3 Milliarden US-Dollar Gewinn bleiben.

Um fast ein Drittel sankt der Umsatz der "IOTG"-Sparte (Internet der Dinge), während die Program Solutions Group, kurz PSG, (programmierbare Chips, KI) ein gutes Fünftel ihrer Federn ließ. Bei der Datenspeichersparte NSG sind es im Vergleich zum Vorjahr elf Prozent weniger.

Die Data Center Group, zu der unter anderem die Xeon-Prozessoren zählen, setzte im Vergleich zum Vorjahresquartal sieben Prozent weniger Geld um, sprich 5,9 statt 6,4 Milliarden Dollar. Da der Durchschnittspreis pro CPU um 15 Prozent fiel, schrumpfte der operative Gewinn hier wesentlich stärker als der Umsatz: Der Rückgang von 3,1 auf 1,9 Milliarden US-Dollar entspricht einem Minus von 39 Prozent.

PC-Sparte wächst und schwächelt zugleich

Intel mit schwachen Quartalszahlen Quelle: Intel Intel mit schwachen Quartalszahlen Mehr Umsatz generierten die Amerikaner hingegen mit ihrer PC-Sparte. Desktop-CPUs setzte Intel jedoch 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum ab, was sicherlich auch an der starken Konkurrenz durch AMD liegt. Der höhere Umsatz des PC-Zweigs fußt damit auf der während der Coronapandemie gestiegenen Nachfrage nach Laptops. Hier konnten die Amerikaner ein Plus von 16 Prozent verbuchen, allerdings wurden die Prozessoren im selben Zeitraum auch sieben Prozent günstiger. Somit mündet das Umsatzplus von einem Prozent zugleich in 17 Prozent weniger Gewinn.

Intel erwartet, dass der Gesamtumsatz im laufenden vierten Quartal um weitere 14 Prozent zurückgeht. Mit einem Umsatz von 75,3 Milliarden Dollar in den Büchern soll 2020 trotzdem als Rekordjahr (Plus 5 Prozent) in die Geschichte des Konzerns eingehen. Dementsprechend bewertet der Konzern die aktuellen Ergebnisse positiv. Anleger zeigen sich allerdings weniger optimistisch: Der Kurs fiel seit Bekanntwerden der Quartalszahlen um gute 10 Prozent auf knapp 41 Euro je Aktie.

Ebenfalls interessant: 80-Euro-Preisbrecher: Core i3-10100F kommt als Konkurrenz zum Ryzen 3 3100 [Update]

Intel äußerte sich im Rahmen des "Earnings Call" auch zu den Problemen mit dem 7-nm-Prozess, durch die der Konzern genötigt war, den Release entsprechender Chips auf das Jahr 2023 zu verschieben. Der Prozess sei seit der letzten Ankündigung nun auf einem guten Weg. Aktuell evaluiere man auch, ob man eine Third-Party-Foundry bis dahin mit der Produktion bestimmter Produkte beauftragt. Festlegen wolle man sich Ende 2020 bis Anfang 2021.

Quelle: Intel (1, 2)

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    • Kommentare (34)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TrueRomance Lötkolbengott/-göttin
        Mainstream hin oder her, Kerne kosten Geld. Und wie wir wissen sind Kerne nicht alles.
        Was hätte ich als Gamer mit 24 Zen1 oder Zen+ Kernen gewollt wenn mein 4460 bereits 6 ausreichend starke Kerne gehabt hätte. Ich habe ihn tauschen müssen weil 4 Kerne zu wenig gewesen sind. Ich hab sogar den Kauf rauszögern müssen weil mich zen1 nicht überzeugt hat.
        Maximal zen2 hätte sich dann gelohnt, vielleicht sogar erst zen3.
        Also hätte AMD bei weitem nicht so einen Erfolg mit den ersten beiden Ryzengens gehabt.
        Stell dir mal den i7 4790k mit 8 Kernen vor. Der Großteil hätte die letzten 3 Jahre nicht aufrüsten müssen.
      • Von TrueRomance Lötkolbengott/-göttin
        Mainstream hin oder her, Kerne kosten Geld. Und wie wir wissen sind Kerne nicht alles.
        Was hätte ich als Gamer mit 24 Zen1 oder Zen+ Kernen gewollt wenn mein 4460 bereits 6 ausreichend starke Kerne gehabt hätte. Ich habe ihn tauschen müssen weil 4 Kerne zu wenig gewesen sind. Ich hab sogar den Kauf rauszögern müssen weil mich zen1 nicht überzeugt hat.
        Maximal zen2 hätte sich dann gelohnt, vielleicht sogar erst zen3.
        Also hätte AMD bei weitem nicht so einen Erfolg mit den ersten beiden Ryzengens gehabt.
        Stell dir mal den i7 4790k mit 8 Kernen vor. Der Großteil hätte die letzten 3 Jahre nicht aufrüsten müssen.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Na ich meinte damit,dann würden sie halt dann wenn es so wäre,mit noch mehr kernen gekommen und hätte mit Kernen so um sich geworfen und nicht nur mit 16 Kernen.Dann würde z.b auch 24 und 32 Kernen im Mainstraim gewesen und 64 und mehr Kerne im Highend.Das würde also auf das gleiche hinauslaufen.Aber weil Intel nicht so gut kann,darum schmeißt AMD eben nicht mit Kernen um sich,sonst wären ja die 24 Kerner und so ebenso Mainstream,das meinte ich damit.Das sie auch nicht so weit hoch springen wie unbedingt nögtig wäre.
      • Von TrueRomance Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von latiose88
        Na hätten sie das so getan,dann wäre AMD halt dann mit noch mehr Kernen daher gekommen
        Na klar, aber die haben ihren Preis. 8 Kerne hätte AMD auch dann nicht für 150 Taler verkauft.
        Abgesehen davon, hätten verdammt viele nicht aufgerüstet, wenn Haswells i5 bereits 6 Kerne gehabt hätte.

        Intel hat weitere 3 Jahre aber immernoch noch 4 Kerner verkauft. Als Intel den ersten 6 Kerner präsentiert hat waren sie halt etwas zu spät. Selbst schuld wenn man so blind durch die Welt läuft.
        Zitat von latiose88
        kontern.AMD macht halt nur das nötigste
        Das Nötigste? AMD gibt seit 3 Jahren alles was nur möglich ist. Sonst wäre Zen1 nicht so schwachbrüstig gewesen.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Na hätten sie das so getan,dann wäre AMD halt dann mit noch mehr Kernen daher gekommen.Man kann egal wie man es sieht,ja halt immer kontern.AMD macht halt nur das nötigste,weil alles andere halt zu sehr wirtschaftliche kosten verursachen würde.Also bringt das was wäre wenn ja überhaupt nichts mehr.
      • Von TrueRomance Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Pu244
        Im übrigen hat bis heute keiner eine vernünftige Idee vorgebracht, was Intel denn mit einer neuen Architektur denn besser machen sollte.
        Wenn Intel mit Haswell bereits 6 Kerne im i5 zur Verfügung gestellt hätte, hätten sie den Ryzen schon 4 Jahre vor dessen Markteinführung das Wasser abgegraben.

        Dass dann der 10nm Prozess noch failt, ist halt blöd gelaufen. Aber irgendwie auch verdient.
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