Xbox-Chef: Gaming-Industrie könnte sich ähnlich zu Spotify entwickeln

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Gaming-Industrie könnte sich ähnlich zu Spotify entwickeln (1)
Quelle: Microsoft

Im Podcast bei Game Maker äußert sich der Chef der Xbox-Abteilung, Phil Spencer, zur Zukunft der Videospiel-Industrie. Es könnte mehr Streaming-Dienste geben. Vor allem aber sollen Spiele auf allen möglichen unterschiedlichen Endgeräten künftig laufen.

Seit es ab November den Cloud-Gaming-Service Google Stadia gibt, rücken diese Dienstleistungen immer mehr in den Fokus. Wie sehen das denn die klassischen Konsolen-Hersteller? Im Podcast Game Marker hat sich der Xbox-Chef, Phil Spencer, gewagt, eine Prognose abzugeben. Seiner Meinung nach könnte der Videospielbranche etwas Ähnliches erfahren, wie der Musik-Industrie. So könne es künftig mehr Dienstleistungen wie Spotify geben, also kostenpflichtige Abo-Services, bei der man als Abonnent Zugriff auf eine Bibliothek an digitalen Inhalten erhält. Außerdem könnte es künftig eine Vielzahl an unterschiedlichen Geräten geben, auf denen man spielen kann. Aktuell habe man etwa schon mehr Geräte auf denen man TV schauen kann, als jemals zuvor. Spiele sollen künftig in verschiedenen Kontexten und auf unterschiedlichen Endgeräten laufen.

High-End-Hardware wird zunehmen - Konsole wird nicht ersetzt

Phil Spencer ist der Auffassung, dass es künftig aber nicht nur mehr Streaming-Geräte wie etwa den Amazon Fire TV Cube geben wird, sondern auch deutlich mehr High-End-Hardware. Im Gespräch mit Gamespot erklärt Phil Spencer, dass ein Spiele-Streamingservice wie Project xCloud ein Teil der Zukunft des Gaming sein wird. Allerdings ist es aktuell nicht so, dass alles nur noch aus der Cloud kommt, die physischen Endgeräte sind noch lange nicht tot. Daher wird es auch weiterhin neue derartige Geräte geben.

"Ich glaube, wir werden unter unseren Fernsehern mehr Unterschiede haben als zuvor. Ich denke, es wird wahrscheinlich eine Fülle von Konsolen geben, die nur für Streaming ausgelegt sind, die kein Laufwerk und keinen Speicher haben, und alles kommt durch, und dann ist es die Frage, wie ich das Signal zum Fernseher bekomme...Ich denke, Sie werden auch mehr High-End-Sachen sehen. Ich schaue mich einfach um und versuche, die Dinge nach einem Muster zu gestalten. Wenn ich an Video und Musik denke ... die Streaming-Dienste, die es gibt, haben diese Medientypen für alle Geräte um mich herum freigesetzt. Ich habe jetzt mehr Geräte, mit denen ich fernsehen kann, als jemals zuvor. Ich denke, bei den Videospielen wird es ähnlich ablaufen. Ich versuche nicht zu sagen, dass Ihre Eure Konsolen heute verkaufen und auf Streaming umsteigen solltet, weil die Erfahrung einfach nicht die gleiche ist wie das Spielen auf der Konsole, aber ich denke, dass es wichtig ist, dass wir nicht all diese Erfahrungen mit dem Kauf eines bestimmten Geräts verknüpfen." - Phil Spencer, Chef der Xbox-Abteilung bei Microsoft.

Generell wird es zukünftig wohl darum gehen, vor allem Videospiele auf die unterschiedlichsten Endgeräte und somit Plattformen zu bringen. Wohl ganz so, wie es beispielsweise beim Cross-Play bei Minecraft der Fall ist, bei dem man Endgeräteunabhängig spielen kann. In Sachen Distributionsform könnten sich Spiele-Abos wie etwa der Xbox Game Pass durchsetzen. Hierbei bezahlt man - analog zu Netflix - einen bestimmten jährlichen Betrag und erhält dafür Zugriff auf eine Bibliothek mit verschiedenen Spieletiteln. Allerdings gibt es aufgrund von lizenzrechtlichen Regelungen immer wieder ein Wechsel bei den verfügbaren Inhalten statt. Bevor jedoch ein Spiel aus der Bibliothek entfernt wird, bekommt man als Nutzer mehrfach Mitteilungen geschickt, dass der Spieletitel xyz nun am Tag z verschwinden wird. Einzig First-Party-Spiele von Microsoft selbst bleiben so lange im Katalog, bis der Nachfolger der jeweiligen Spielereihe erscheint. Laut aktueller Zahlen läuft der Xbox Game Pass wirtschaftlich gut - auch für die beteiligten Spieleentwickler.

Ebenfalls lesenswert: Project xCloud: Laut Phil Spencer wird Cloud-Gaming die Konsole nicht ersetzen

Fakten rund um die Zukunft der Videospielbranche laut Phil Spencer:

  • Der Chef der Xbox-Abteilung, Phil Spencer, hat im Podcast Game Maker erläutert, wie er sich die Zukunft der Videospielbranche vorstellt. Er glaubt, dass sich Vieles aus der Musik-Industrie wiederholen wird.
  • So könnte es beispielsweise mehr Spiele-Abos geben. Zudem wird es mehr Endgeräte geben, wie etwa Streaming-Geräte.
  • Es soll aber auch mehr High-End-Hardware geben. Wichtig sei letztendlich, dass man auf viele verschiedenen Endgeräten spielen kann.

Quelle: Game Maker Notebook

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    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Xbox-Chef: Gaming-Industrie könnte sich ähnlich zu Spotify entwickeln

        Das weiß man leider nicht immer vorher und gerade bei der aktuellen Immobiliensituation hat man nicht immer die große Wahl. Und nicht jeder kann im Home-Office arbeiten und nicht bei jedem ist der Wohnort komplett egal. Man kann natürlich sagen, dass jeder, der unter 5.000€ Netto rauskommt und so ziemlich jede Wohnung nehmen kann oder jemand, der an seinen Arbeitsplatz gebunden ist, weil er vielleicht etwas spezielleres macht, was man nicht überall machen kann oder jemand, der vielleicht auch noch Angehörige irgendwo hat, die er aus irgendwelchen Gründen nicht alleine lassen kann oder will und/oder vielleicht noch einen Partner hat, der auch nicht bereit ist, die Zelte abzubrechen, einfach nehmen muss, was er kriegt. Man kann aber auch sagen, dass es angebracht ist, dass in absehbarer Zeit dafür gesorgt wird, dass man weitflächig eine halbwegs gute Versorgung hat, was ich für die bessere Variante halte. Internet ist quasi der Strom des 21. Jahrhunderts, da kann man auch nicht einfach stehenlassen, wenn der irgendwo nicht vernünftig geht, weil ohne eben nichts mehr geht.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Xbox-Chef: Gaming-Industrie könnte sich ähnlich zu Spotify entwickeln

        Das weiß man leider nicht immer vorher und gerade bei der aktuellen Immobiliensituation hat man nicht immer die große Wahl. Und nicht jeder kann im Home-Office arbeiten und nicht bei jedem ist der Wohnort komplett egal. Man kann natürlich sagen, dass jeder, der unter 5.000€ Netto rauskommt und so ziemlich jede Wohnung nehmen kann oder jemand, der an seinen Arbeitsplatz gebunden ist, weil er vielleicht etwas spezielleres macht, was man nicht überall machen kann oder jemand, der vielleicht auch noch Angehörige irgendwo hat, die er aus irgendwelchen Gründen nicht alleine lassen kann oder will und/oder vielleicht noch einen Partner hat, der auch nicht bereit ist, die Zelte abzubrechen, einfach nehmen muss, was er kriegt. Man kann aber auch sagen, dass es angebracht ist, dass in absehbarer Zeit dafür gesorgt wird, dass man weitflächig eine halbwegs gute Versorgung hat, was ich für die bessere Variante halte. Internet ist quasi der Strom des 21. Jahrhunderts, da kann man auch nicht einfach stehenlassen, wenn der irgendwo nicht vernünftig geht, weil ohne eben nichts mehr geht.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        AW: Xbox-Chef: Gaming-Industrie könnte sich ähnlich zu Spotify entwickeln

        Zitat von empy
        Ich meinte die verfügbaren Internetangebote. Von denen ja das Streaming auch abhängt. Das meinte ich auch mit dem Elend, das war bildlich gemeint. Teilweise machen nur wenige Meter den Unterschied zwischen der Möglichkeit relativ günstig eine schnelle Verbindung zu bekommen oder relativ teuer eine langsame. Und manchmal lässt sich das im Vornherein gar nicht so sicher bestimmen.
        Wie gesagt, wer will der kriegt es auch. Klar gibt es einige Orte mit schlechter Internetanbindung, das ist aber auch normal auf der Welt - es gibt halt Orte die Nachteile haben und man weiß das vorher und entscheidet selbst was man will etc. Das ist das schöne an unserem Leben, wir sind nicht an bestimmte Orte mit ihren Problemen gebunden.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Xbox-Chef: Gaming-Industrie könnte sich ähnlich zu Spotify entwickeln

        Zitat von cryon1c
        Würden wir nicht meckern sondern produktiv sein, wären wir viel weiter.
        Das eine schließt doch das andere nicht aus. Wenn man keinen Verbesserungsbedarf sieht, ist man doch viel eher unproduktiv. So ganz ernst gemeint war die Zeile auch nicht.

        Zitat von cryon1c
        Preis-Leistung ist dabei irrelevant, es ist ein Hobby und Hobby kostet. Wenig Leistung ist allerdings ein Problem, wobei man bedenken muss - als Early Adopter ist das normal das man in Probleme rennt die später verschwinden.
        Ich meinte die verfügbaren Internetangebote. Von denen ja das Streaming auch abhängt. Das meinte ich auch mit dem Elend, das war bildlich gemeint. Teilweise machen nur wenige Meter den Unterschied zwischen der Möglichkeit relativ günstig eine schnelle Verbindung zu bekommen oder relativ teuer eine langsame. Und manchmal lässt sich das im Vornherein gar nicht so sicher bestimmen.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        AW: Xbox-Chef: Gaming-Industrie könnte sich ähnlich zu Spotify entwickeln

        Zitat von empy
        Naja, für noch deutlich zu viele leider nicht.
        Wer will, bekommt es auch. Man muss sich aber dafür bewegen, fällt nicht vom Baum.

        Zitat von empy
        Ich glaube manchmal, dass das ewige Gemecker der einzige Grund ist, warum wir da sind, wo wir sind. Es ist bei weitem nicht alles so gut, wie es in einem vernünftigen Rahmen sein könnte. Kein Grund sich zurückzulehnen, auch wenn es deutlich schlechter sein könnte.
        Würden wir nicht meckern sondern produktiv sein, wären wir viel weiter. Wir hätten wesentlich mehr Startups und viele andere coole Sachen, mehr Innovationen, mehr spannende Entwicklungen.
        Ich bin außerhalb von Deutschland aufgewachsen und kenne viele Länder, so viel motzen schaffen vll nur die Briten.. der Rest labert nicht sondern macht was oder enspannt sich beim Wein im Restaurant abends, das ganze Jahr über.

        Zitat von empy
        Warum sollten sie darin ein Problem sehen?
        Gar nicht, es ging hier ja nicht um die Infrastruktur sondern um die neue Technologie - so viel Quatsch und Gegenwind bekommt Gamestreaming in anderen Ländern nicht, nicht mal annähernd. Klar, ich sehe nicht alles, bei weitem nicht, aber so viel Unfug - das gibt es nur hier, unsere Nachbarn haben wesentlich mehr Hype um das Thema.

        Zitat von empy
        Es kommt immer ein bisschen darauf an, was man angeboten bekommt. Teilweise hat man furchtbare Leistung, teilweise furchtbare Preis-Leistung, teils gibt es auch keine günstigen Angebote für die, die sich nicht so viel leisten wollen oder können. Ich selbst kann mich nicht beklagen, aber manchmal muss man kaum eine Straße weitergucken, um das Elend zu sehen, das in dem Bereich teilweise herrscht.
        Preis-Leistung ist dabei irrelevant, es ist ein Hobby und Hobby kostet. Wenig Leistung ist allerdings ein Problem, wobei man bedenken muss - als Early Adopter ist das normal das man in Probleme rennt die später verschwinden.
        Und Angebote gibt es beim Streaming selten, sehr selten - egal ob Musik, Filme/Serien oder eben Gamestreaming, das ist ja der Sinn dahinter - mit dem Abo nicht den Preis an sich zu drücken sondern den Preis zu verteilen auf monatliche Zahlungen.
        Das Elend wird es immer geben, aber man kann doch nicht immer die Hose runterlassen wenn man irgendwo Elend sieht - da kann man ja gleich nackig rumlaufen. Wenn es ums Hobby geht darf es auch mal etwas mehr sein - teuer, unpraktisch, unnötig, übertrieben und auch mal daneben - ist halt n Hobby, soll Spaß machen. Und da kommt das Streaming richtig, weil es einem erlaubt das Hobby auf ganz neuen Wegen auszuleben.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Xbox-Chef: Gaming-Industrie könnte sich ähnlich zu Spotify entwickeln

        Zitat von cryon1c
        Hallo, gutes Internet daheim zu haben ist kein Wunder, auch kein 6er im Lotto, das ist heutzutage alltäglich...
        Naja, für noch deutlich zu viele leider nicht.

        Zitat von cryon1c
        Wir sollten aufhören mit dem meckern - wir sind ein dickes Industrieland mit brauchbarer Infrastruktur die ausgebaut wird und längst für solche Technologien bereit.
        Ich glaube manchmal, dass das ewige Gemecker der einzige Grund ist, warum wir da sind, wo wir sind. Es ist bei weitem nicht alles so gut, wie es in einem vernünftigen Rahmen sein könnte. Kein Grund sich zurückzulehnen, auch wenn es deutlich schlechter sein könnte.

        Zitat von cryon1c
        Und unsere Nachbarn ebenfalls, die sind teils besser ausgestattet als wir und sehen darin kein Problem.
        Warum sollten sie darin ein Problem sehen?

        Zitat von cryon1c
        Kosten sind übrigens kein Thema.
        Es kommt immer ein bisschen darauf an, was man angeboten bekommt. Teilweise hat man furchtbare Leistung, teilweise furchtbare Preis-Leistung, teils gibt es auch keine günstigen Angebote für die, die sich nicht so viel leisten wollen oder können. Ich selbst kann mich nicht beklagen, aber manchmal muss man kaum eine Straße weitergucken, um das Elend zu sehen, das in dem Bereich teilweise herrscht.
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