Wenn Raid-Add-ons sterben gehen: Die Zukunft von WoWs High-End-Content
Ist ein World of Warcraft ohne eine brummende Add-on-Community überhaupt noch WoW? Wir fühlen den Änderungen auf den Zahn.
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Wenn Raid-Add-ons sterben gehen: Die Zukunft von WoWs High-End-Content
- 2.1 Ein Lichtblick für Add-onEnthusiasten: Kosmetische Änderungen sind okay!
- 2.2 Eine Ära geht zu Ende: Freue und Trauer in der Community
- 2.3 Rasante Änderungen, positive Grundstimmung
- 2.4 Keine ausgefeilte Klaviatur: Wie sich Bossbegegnungen ändern
- 2.5 Alles gut, alles schlecht, alles anders
- 2.6 Der Konsolen-Masterplan
- Seite 3 Bildergalerie
Ein Lichtblick für Add-onEnthusiasten: Kosmetische Änderungen sind okay!
In Hinsicht auf Nameplate-Add-ons sieht die Sache bereits etwas anders aus, denn Blizzard kommunizierte sehr klar, dass kosmetische Änderungen an der Benutzeroberfläche auch mit dem Midnight-Pre-Patch weiterhin erlaubt sind. Wenn ihr die neuen offiziellen Nameplates nicht mögt, könnt ihr also Abhilfe schaffen, indem ihr Dinge wie Plater Nameplates benutzt.
Wir sehen euch nun bereits hinterhältig grinsen, denn ausgefeilte Programmierkunstwerke wie Plater besitzen natürlich auch die Möglichkeit, prädiktive oder logikbasierte Scripte zu fahren, die World of Warcraft zum Beispiel sagen lassen: "Färbe diese Nameplate rosa, wenn ein versteckter Buff aktiv ist". Dinge wie "Autokick", die Zauber schnell unterbrechen oder clevere Prioritätssysteme fallen ebenfalls unter die Kategorie der Nameplate-Add-ons ... und sind mit dem Pre-Patch allesamt wirkungslos.
Wir erinnern uns: Das Add-on an sich wird nicht gesperrt, sondern sein Datenzugriff wird eingeschränkt. Hey, immerhin könnt ihr eure Nameplates immer noch in heißem Rosa, Türkis und einem beruhigenden Malventon einfärben. Wenn wir schon keine Automatisierung mehr bekommen, verwandeln wir unsere Benutzeroberfläche in einen Synthwave-Traum!
Apropos Synthwave: Wilde Erweiterungen wie Musikplayer, Peggle-Overlays und Text-To-Speech-KI im Stil von VoiceOver für die WoW-Classic-Ära werden auch weiterhin funktionieren - wenn ihr euch außerhalb von Instanzen aufhaltet. Innerhalb von Instanzen greift hingegen die Sperre für Comm- und Chatparsing, die sich auch auf RP-Musik-Generatoren wie Musician erstreckt.
Solltet ihr die Dinger trotzdem nutzen, führt das dazu, dass nur euer Client die Musik hört, anstelle von jedem, der das Add-on installiert hat. Zur Entwarnung: Solange ihr keine Mariachi-Band in einem Schlachtzug gründen wollt, seid ihr hier auf der sicheren Seite.
Ihr wollt die Optik eurer Benutzeroberfläche verändern, steht aber nicht auf Blizzards Optionen? Kein Problem! Eine neue Skin für eure Schadensanzeige? Klar, warum nicht! Eure geschätzten drei Millionen Transmog-Add-ons, Verzeichnisse und Anzeigen? Funktionieren mit dem Pre-Patch auch weiterhin wie gewohnt!
Eine Ära geht zu Ende: Freue und Trauer in der Community
Die Reaktionen auf die Neuerungen sind, wie immer, gemischt. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die sich nun um die Spielbarkeit neuer und alter Schlachtzüge sorgen, denn seien wir mal ehrlich: Die Übergangsphase ist ein absolutes Gemetzel. Nicht nur das, denn die Spieler, welche die Add-ons bisher erstellten und pflegten, sahen sich relativ plötzlich mit einem Abgrund konfrontiert, an dessen Stelle sich zuvor ihr Hobby befand. Viele Hobbyprogrammierer wie das WeakAura-Team und Hekìlì, der Entwickler des gleichnamigen Rotationsmanagers, gaben öffentlich ihre Trauer zu Kunde. Beide werden in Zukunft, wenn überhaupt, nur noch Add-ons für WoW Classic erstellen. Adam "MysticalOS" Williams, der kreative Kopf hinter DBM, sieht die Entwicklung indes realistisch: "Ich bin mit den Änderungen [im Prinzip] zufrieden ... Was nicht in Ordnung ist, ist, dass sie in Alpha One weit über das [Entfernen] von Kampf-Add-ons hinausschießen. Die erste Iteration war sehr schlecht. DBM ist in Midnight nicht verschwunden ... Es wurde nur an die Art von Spiel angepasst, die Blizzard will".
Eine bisher kaum angesprochene Folge der Änderungen ist übrigens, dass die Projekte, die durch Ko-Fi oder Patreon unterstützt werden, nun ins Schwimmen geraten; eine erkleckliche Anzahl der Add-on-Ersteller bezieht nämlich einen Teil ihres Lebensunterhaltes aus deren Entwicklung.
Natürlich ist das im Kern nicht Blizzards Schuld! Es ist trotzdem eine Überlegung wert, ob die Kalifornier durch den mehr als zwanzig Jahre währenden Betrieb eines extrem Add-on-freundlichen MMORPGs nicht zumindest einen Teil der Verantwortung tragen. Einigen wir uns einfach diplomatisch drauf, dass eine etwas längere Warnzeit schön gewesen wäre. Das wiederum war aber, dank der schnellen Entscheidung und des brachialen Rollouts der Änderungen, kaum möglich - denn auch das Blizzard-Team wurde in vielen Fällen von den Folgen des Purges überrascht!
Quelle: Blizzard
Vorbildlich: DBM ist immer noch eines der wenigen Add-ons, die mit internationaler Sprachauswahl daherkommen. Blizzard kopierte hier clevererweise.
Diesen Umstand sieht man auch an der durch pcgamer.com verewigten Reaktion von Ion Hazzikostas, als er auf die Kritikpunkte aus der Community angesprochen wurde: "Intern dachten wir: Sie haben nicht Unrecht." Mit den aus der World Soul Saga resultierenden Änderungen und der Bereitschaft Blizzards neue, manchmal drastische Dinge auszuprobieren, gehen wir aktuell in ein neues, mutiges Zeitalter von World of Warcraft über - das zum Teil leider ein paar unschuldige Opfer zurücklässt, die der Geschwindigkeit moderner Videospieliteration geschuldet sind.
Rasante Änderungen, positive Grundstimmung
Auf der anderen Seite jubelt ein nicht zu vernachlässigender Teil der Community über die neue Gerechtigkeit, die endlich alle Spieler auf eine Stufe stellt. Wo bisher der Konsens herrschte, dass ein gutes Add-on-Management eben zu den Fähigkeiten gehörte, die ein starkes Schlachtzugmitglied von vorneherein mitbrachte, breitet sich nun eine unterschwellige Freude aus: Endlich müssen Spieler keine externen Programme mehr herunterladen, lernen und korrekt justieren, um ein Spiel zu spielen, das völlig ohne diese Krücken auskommen sollte.
Keine Hausaufgaben mehr, keine Zeit, die auf Tuning verschwendet wird, und keine unnötigen, teils undurchsichtigen Voraussetzungen, um ein zwanzig Jahre altes Spiel zu spielen. Einfach nur einloggen, Gruppe suchen und spielen! Deutlich weniger begeistert von den Änderungen geben sich verständlicherweise alle Spieler, die unter einer körperlichen oder geistigen Einschränkung leiden, denn gerade DBM oder WeakAuras glichen diese Unterschiede fast perfekt aus.
Insbesondere die internationale Gehörlosengilde "Undaunted" verließ sich auf eine ganze Batterie an Add-ons denn, Überraschung, Sprachkommandos über Discord sind nur schwer möglich, wenn der gesamte Schlachtzug keine Geräusche wahrnimmt. Glücklicherweise wissen wir inzwischen aus diversen Interviews, dass die Mitglieder der EU- und US-Abteilungen der Gilde von Blizzard eingeladen wurden und an speziellen Testprogrammen teilnehmen.
Quelle: Blizzard
Blizzard stellte die Gehörlosengilde "Undaunted" auf YouTube vor. In enger Zusammenarbeit soll so die Barrierefreiheit der Blizz-Addons garantiert werden.
Wir zitieren Ion Hazzikostas: "Barrierefreiheit bleibt ein wichtiger Schwerpunkt für das Team, speziell im Zusammenhang mit dieser Initiative. Deshalb möchten wir die Meinung aller Spieler hören, insbesondere derjenigen, die auf spezielle [Add-ons] angewiesen sind, um unser Spiel spielen zu können". Abgesehen von einer leicht unglücklichen Formulierung, ist das exakt das Statement, das wir hören wollten (haha). Der Lead User Experience Designer Crash Reed gab außerdem bekannt, dass frei justierbare audiovisuelle Anzeigen auf dem Entwicklerplan stehen, ebenso wie nameplategesteuerte Richtungsangaben und Text-to-Speech.
Konkurrenz-MMORPGs wie Elder Scrolls Online regeln das Ganze ein wenig anders, denn hier ist das Auslesen von Kampfdaten immer noch erlaubt, ebenso wie oberflächliche Spielhilfen und kosmetische Änderungen des UI. Interessant: Text-To-Speech und visuelle Spielhilfen wurden in Zenimax Onlinerollenspiel längst implementiert!
Final Fantasy XIV hingegen, verbietet alle Add-ons, Punkt. Richtig gelesen: keine Add-ons. Nicht ein einziges. Jegliche Zuwiderhandlung wird drakonisch bestraft, wie es bereits bei diversen RWF geschah. Die Barrierefreiheit in FFXIV ist dadurch deutlich schlechter als in World of Warcraft, weil erstens keine externen Hilfsmittel erlaubt sind und das Spiel zweitens nicht so viele Stützen beinhaltet, wie seine beiden Mitbewerber.
Das Team um Yoshida gelobte hier allerdings Besserung, sodass wir uns in Zukunft auf einen Support für einen Farbenblind-Modus und Text-To-Speech freuen können. Zusätzlich funktionieren Bosskämpfe in Square Enix' Spiel mehr über visuelle Warnzeichen, sodass gehörlose Spieler immerhin ein wenig besser zurechtkommen.
Keine ausgefeilte Klaviatur: Wie sich Bossbegegnungen ändern
Die Art und Weise, wie wir in Zukunft mit Raidbossen interagieren, wird grundlegend ändern. Das liegt zum Großteil daran, dass die Kämpfe bisher auf die Verwendung von Add-ons feinjustiert wurden. Wenn ihr denkt, dass ihr ohne Add-ons genauso gut spielt wie mit, dann müssen wir euch enttäuschen: Wir besitzen nur eine begrenzte Aufmerksamkeitskapazität, die zudem mit unseren stetig schwindenden Reflexen zusammenarbeiten muss, um den Überblick über eine gegebene Situation zu bewahren.
Unser Gehirn kann, wenn man es genau nimmt, keine zwei Dinge zur gleichen Zeit tun. Stattdessen geschieht etwas, das in der Verhaltensforschung als "Task Switching" bezeichnet wird - wir schalten in rasanter Geschwindigkeit zwischen mehreren unterschiedlichen Aufgaben hin und her, jonglieren quasi mehrere Aufmerksamkeitsstränge so schnell, dass es uns wie eine Handlung vorkommt. In dem Moment, in dem euch die Add-ons unterm Hintern wegbrechen, muss euer Gehirn eine deutlich größere Last tragen und wird, vor allem in Kombination mit komplexen Rotationen oder Prioritätensystemen, unweigerlich Fehler machen.
Oder wie Ion Hazzikostas es sagen würde: "Wenn man das Spiel ohne jegliche Add-ons spielt und versucht, auf höchstem Wettbewerbsniveau zu spielen, finde ich es zu schwierig und ich glaube, dass es deshalb kaum jemand versucht." Völlig korrekt.
Derzeit müssen Spieler durchschnittlich innerhalb einer halben Sekunde zwischen vier verschiedenen Fähigkeiten wählen, um optimal zu spielen. Mit einem Add-on, das euch "jetzt Knopf drücken" befiehlt, ist das kein Problem, aber das ist nicht das Spiel, das Blizzard designen will.
Wie wir aus Lead Encounter Designer Dylan Barkers Äußerungen entnehmen, setzen sich Bosse aus den Kategorien Stärke, Geschick und Intelligenz zusammen. "Stärke" bezieht sich auf eure Gegenstandstufe, "Geschick" auf eure Fähigkeit, verschiedenen Effekten auszuweichen, und "Intelligenz" darauf, mit schnell wechselnden Situationen zurechtzukommen. Laut Barker nutzt das Designteam in letzter Zeit immer weniger intelligenzbasierte Bosse, weil diese Begegnungen ohnehin vollumfänglich von Add-ons gelöst wurden.
Hier haken wir ein, denn Argumente wie "Das bedeutet doch nur, dass Raids dümmer werden" sind nicht korrekt; durch die angedachten Änderungen wird die Skilldecke nicht sinken. Stattdessen wird der Boden angehoben, denn durch einfachere Klassen und besser designte Kämpfe dürfen nun auch Spieler mitmachen, die sich Add-ons bisher verweigert haben.
Erinnert euch an das "Task Switching": Auch diese WoW-Variante wird euch herausfordern, während ihr eine bessere Durchsatzleistung als Gelegenheitsspieler habt, weil ihr mit dem Stress besser klarkommt und gut spielen könnt. Die wahrgenommene Schwierigkeit wird sich durch die Abschaltung der Add-ons also kaum verändern.
Alles gut, alles schlecht, alles anders
Wir sind aus den genannten Gründen zwar der professionellen Meinung, dass der durchschnittliche Mythic-Raid-Spieler auf lange Sicht kaum eine Änderung wahrnehmen wird - kurzzeitig müssen wir uns aber alle auf katastrophale Zustände gefasst machen. Das ist keine Schwarzmalerei, sondern lediglich vorsichtig realistisch gedacht: Blizzard tritt aktuell eine der tragenden Wände des gesamten WoW-Konstruktes kaputt, während sie gleichzeitig eine neue Stütze errichten, die auf Erkenntnissen basiert, die zum Teil während des laufenden Konstruktionsprozesses gewonnen wurden.
Die Add-on-freie Zukunft wird sicher sehr angenehm werden, der Weg dahin führt aber über unwegsames Gelände. Gemüter werden sich erhitzen, Diskussionsplattformen werden glühen, und wir würden wetten, dass sogar ein paar Client-Mods auftauchen, die das übernehmen, was Add-ons bisher gestemmt haben.
Seid hier aber vorsichtig, denn Hazzikostas drückte sich sehr, SEHR klar aus, was Modifikationen am Spiel-Client angeht: "Wenn Spieler Tools von Drittanbietern verwenden oder tatsächlich versuchen, den Client zu modifizieren, um unsere Regeln zu umgehen, wird dies zu Maßnahmen gegen [die betreffenden] Konten führen, und leider müssen wir Spieler, die das tun, sperren. Wir hoffen, dass es nicht dazu kommt."
Übt euch also in Geduld und gebt Blizzard einen kleinen Vertrauensvorschuss, denn in letzter Zeit geben sich die Devs echt Mühe, um WoW auf eine Art und Weise zu renovieren, die es auch auf lange Sicht relevant hält. So oder so sehen wir uns spätestens in Midnight wieder. Für graue Haare haben wir später noch Zeit.
Der Konsolen-Masterplan
Wir müssen es ansprechen, weil es immer wieder durch die Diskussionsplattformen geistert: Ein großer Teil der Community ist der Meinung, dass die Add-on-Purge auf einen bevorstehenden Konsolen-Release abzielt. Immerhin sind Konsolen nicht dazu in der Lage, uns tolle Add-ons oder Mods zu bieten wie der von den Naaru geküsste, nach Blumen riechende und mit zuckenden Muskeln bepackte Gaming-PC, den jeder von uns am Schreibtisch stehen hat, richtig? Nun, wir haben wilde Neuigkeiten, denn Konsolen können in der Tat Add-ons und Mods verwenden!
Natürlich sieht die Auswahl ein wenig schlanker aus, aber MMORPGs wie zum Beispiel Elder Scrolls Online unterstützen eine gigantische Auswahl an von Spielern erstellten Add-ons, die ohne Probleme und mit nativer Interface-Unterstützung auf Xbox und Playstation verwendet werden können. Dessen nicht genug, gibt es sogar speziell auf die Konsolenvariante abgestimmte UI-Erweiterungen, die auf dem PC schlicht keinen Sinn ergeben würden. Aber haltet euch fest, denn es wird noch wilder: Startet WoW, öffnet den Chat und gebt den Befehl "/console gamepadEnable 1" ein.
Yep, World of Warcraft besitzt seit Patch 9.0 eine native Gamepad-Unterstützung und niemand weiß es. Abgesehen von ein paar kleinen Anpassungen im Optionsmenü funktioniert das Ganze absolut hervorragend und macht damit Add-ons wie ConsolePort im Endeffekt überflüssig. All das scheint, gemeinsam mit der Übernahme durch Microsoft und seinem starken Gamepass-Ökosystem, sehr eindeutig auf eine Konsolen-Version von World of Warcraft hinzudeuten.
Quelle: buffed
Perfider Masterplan: Führt Microsoft eine Verschwörung an, um World of Warcraft auf die Xbox zu verfrachten? Mit Sicherheit!
In den nächsten Jahren? Absolut nicht!
Aaaaber: Was eindeutig dagegen spricht, ist, dass es keinerlei Ankündigungen in dieser Richtung gab. Ein Konsolen-Realease von WoW wäre eine der größten Neuigkeiten der Videospielbranche. Solche Dinge werden nicht per "Shadowdrop" geregelt, auch wenn es sich hier seit dem Oblivion Remaster um das neue Modewort der Gamingwelt handelt.
Ion Hazzikostas wurde in einem Interview mit dem Magazin VICE sehr direkt nach einer Konsolenversion gefragt und gab als Antwort: "Derzeit gibt es [diesbezüglich] keine Pläne." Die Benutzeroberfläche, die Funktionsweise des Auktionshauses, das Partymanagement und die Dichte der Tastenbelegungen sind ebenfalls noch längst nicht konsolenreif, ebenso wie die sogenannte "First Party Certification". Im Falle einer Xbox-Version hat nämlich Microsoft die gesamte Hoheit über den Terminplan und die Qualität aller Produkte.
Sollte ein Patch von Blizzard nicht den "TRC" (Technical Requirements Checklist) von Xbox entsprechen, werden die Verantwortlichen den Patch postwendend zurück an Blizzard reichen und um Korrektur bitten, bevor das Ding überhaupt heruntergeladen werden kann. FFXIV und ESO kommen damit klar, indem sie das Problem durch "Batches" regeln und die Veröffentlichungsfenster der verschiedenen Plattformen koordinieren, aber das würde, bei einem mit Patches und Hotfixes absolut überladenen Onlinerollenspiel wie WoW, in einer mittelschweren Katastrophe enden.
Auch die SKU (Stock Keeping Unit) von WoW müsste komplett überarbeitet werden, was übersetzt bedeutet, dass plattformspezifische Verpackungen, Oberflächen für den Ingame-Shop, Altersfreigaben und Hardwareprofile berücksichtigt werden müssen. Alles in allem ist World of Warcraft von einem Konsolenrelease noch Jahre entfernt - auch wenn die Add-on-Verknappung in der Tat einen Schritt auf diesem Weg bedeuten könnte.
