Neuralink: Patient spielt WoW freihändig nach 100 Tagen mit Implantat
Ein britischer Patient mit Neuralink-Implantat war 100 Tage nach seiner Operation in der Lage, World of Wacraft zu spielen. Dabei bezeichnete er die Freiheiten, die er genieße, als "süchtig machend".
Nachdem bereits vor einer Weile erste Meldungen darüber kursiert waren, dass motorisch stark eingeschränkte beziehungsweise nahezu vollständig paralysierte Patienten mit einem Neuralink-Implantat in der Lage gewesen seien, Counter-Strike 2 zu spielen, erreicht die Gedankenkontrolle jetzt ein neues Level. Denn der britische Veteran Jon Noble konnte 100 Tage nach seiner Operation bereits World of Warcraft spielen.
World of Warcraft per Gedankenkontrolle: "Die Freiheit macht süchtig"
Noble ist ein ehemaliger Paratrooper der britischen Armee, der wegen einer Rückenmarksverletzung gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Er bekam als Patient 18 das Neuralink-Implantat N1 im Rahmen einer Operation eingesetzt, die seinen Angaben nach absolut komplikationslos verlief. Nach einem Tag durfte er das Krankenhaus verlassen, nach zwei Wochen verknüpfte er das Implantat mit seinem Macbook.
Er schreibt dazu: "Nach wenigen Minuten [der Kalibrierung] bewegte ich den Cursor einfach nur durch Denken. Anfangs fühlte es sich an, als müsste ich mich an einen Traum erinnern, aber ab der dritten Woche ging es ganz von selbst. Scrollen, klicken, tippen - alles per Gedankenkontrolle."
An Tag 80 sei er dann bereit gewesen für World of Warcraft. Am Anfang habe sich die Steuerung noch etwas holprig angefühlt, aber nach einer gewissen Eingewöhnung sei es "pure Magie" gewesen. Mittlerweile spielt Noble ohne Verzögerungen ganz normal WoW, ohne Tastatur und nur per Gedankenkontrolle. Sein Fazit: "Es ist ehrlich gesagt brillant. Die Freiheit macht süchtig."
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Da sieht man wieder, wie Fiktion und Realität nahe beieinander liegen.
Ich würde anzweifeln, dass das System überhaupt für gesunde Menschen geeignet ist. Zwar ist unser Gehirn erstaunlich anpassungsfähig, was die Ansteuerung von externer Technik angeht; beispielsweise haben Probanden in Tests mit zusätzlichen, nur indirekt reagierenden robotischen Daumen, diese sehr schnell instinktiv mitnutzen können. Es kann also durchaus sein, dass man die Bedienung einer "Hirntastatur" auch zusätzlich erlernen könnte, nicht nur an Stelle verlorener Gliedmaßen. Aber bis man den motorischen Cortex umtrainiert hat, würde man die direkten Eingaben parallel zu realen Bewegungen generieren – und am Ende eines schief gelaufenen Matches digital "Alt + F4" zu denken wirkt nur halb so cool, wenn man dabei auch den Arm maximal nach vorne streckt und so den Monitor vom Tisch boxt.
Aber Spaß beiseite, das ist durchaus eine sehr gute Entwicklung für viele Kranke Menschen, aber so wie die Welt derweil tickt würde ich es mir nie und nimmer einsetzen lassen.
Das derzeit Mögliche ist für kranke oder beeinträchtigte Menschen ein riesiger Schritt nach vorne