WoW: Dragonflight: Benchmarks
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WoW: Dragonflight: Benchmarks

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Special Raffael Vötter David Krausbauer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Auf dieser Seite beschäftigen wir uns mit der Leistung des neuen Dragonflight-DLC. Wie schnell müssen Prozessor und Grafikkarte für ein reibungsloses Spielvergnügen sein?

Wie bei jedem PCGH-Technik-Test üblich, haben sich vor den Messungen mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen mit dem Spiel vertraut gemacht. Das haben wir selbstverständlich auch bei WoW Dragonflight getan. Bei allen Tests nutzen wir die aktuellen Grafiktreiber von AMD, Nvidia und Intel, namentlich die AMD Software 22.11.2, den Geforce GRD 527.37 und den Game On Driver 31.0.101.3802 Beta. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei den PCGH-Benchmarks seit April 2021 standardmäßig aktiv. Eine Messung dauert wie von PCGH gewohnt 20 Sekunden und erfolgt via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse.

WoW Dragonflight: Grafikkarten-Benchmarks

Als Grafikkarten-Benchmarkszene haben wir eine effektvolle Sequenz aus dem Startgebiet der Dracthyr auserkoren. Neben einem Unwetter und entsprechenden Effekten bietet die Szene eine hohe Sichtweite und fährt damit alles auf, was WoW im Jahr 2022 zu bieten hat. Es handelt sich nicht um einen Worst Case für Grafikkarten, aber um eine weit überdurchschnittlich fordernde Szene, welche Sie im obigen Video sehen. Unsere Wahl fiel auch auf diese Sequenz, da hier - im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten - wenig Spieler-Fluktuation stattfindet, die Leistung fällt konstant aus. Beginnen wir mit den Ergebnissen ohne Raytracing-Schatten, für die wir 20 Grafikkarten seit 2014 versammelt haben:

Die Annahme, dass World of Warcraft auf sprichwörtlich jedem Toaster flüssig läuft, wird von den Ergebnissen eindrucksvoll widerlegt. WoW Dragonflight benötigt für 60 Fps in Full HD/1080p mindestens eine Geforce GTX 980 Ti, GTX 1070 oder eine Radeon RX Vega 56. Das dürfte für die meisten PCGH-Leser keine Hürde darstellen, gemessen am unter anderem von Steam gezeichneten Hardware-Durchschnitt sind die genannten Grafikkarten jedoch überdurchschnittlich schnell. Die aktuelle Oberklasse und das High-End offenbaren, dass WoW außerdem Wert auf Prozessorleistung legt, die schnellsten Grafikkarten werden in den niedrigen Auflösungen massiv ausgebremst - dazu gleich mehr. Kommen wir zunächst zu den Raytracing-Benchmarks.

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Grafikkarten-Benchmarks mit Raytracing

Da die Raytracing-Schatten entsprechende Rechenwerke auf den Grafikkarten benötigen, ist das Testfeld hier etwas kleiner als oben. Die Hoffnung, dass die Raytracing-Schatten auf GTX-Grafikkarten wie der Geforce GTX 1070 oder GTX 1660 funktionieren, da Nvidia hierfür einen Software-Modus im Treiber anbietet, wird zerstört - Raytracing funktioniert in WoW erst mit einer RTX-Grafikkarte (RTX 2060, RTX 3050 und besser). Wir testen dieselbe Szene wie oben, diesmal zusätzlich mit RT-Schatten auf "Hoch", was der maximalen Qualität entspricht.

Wenig überraschend gibt es die verbesserte Schattierung nicht umsonst, es ist durchweg ein Leistungsverlust zu verzeichnen. Im Falle der schnellsten Modelle rührt dieser nicht etwa von der GPU-Belastung her, tatsächlich erhöht das Raytracing auch den Aufwand für die CPU. Dies betrifft jedoch nur Boliden wie die Geforce RTX 4080 und RTX 3090 aufwärts, die übrigen Grafikkarten erzielen wegen der Strahlenlast weniger Fps. Die Leistungskosten fallen je nach Architektur unterschiedlich aus, wobei das übliche Bild vorherrscht: Raytracing kostet auf RDNA-2-Grafikkarten mehr als bei Geforce-RTX-Modellen. Diese beinahe unumstößliche und auf die Hardware zurückzuführende Regel wurde vor zwei Jahren von WoW Shadowlands erschüttert, lässt sich jedoch wieder auf Dragonflight anwenden.

Die kleinsten Grafikkarten im Testfeld, Geforce RTX 2060 und Radeon RX 6600, offenbaren, was die Raytracing-Schatten in hoher Qualität maximal kosten, denn hier liegt zu keiner Zeit ein Prozessorlimit vor. Die Radeon RX 6600 bricht bereits in Full HD um 33 Prozent ein, die Geforce RTX 2060 um 19 Prozent. Intels Arc Alchemist in Gestalt der A770 reiht sich dazwischen ein, sie bricht in 1080p um 28 Prozent ein. Falls Ihre Grafikkarte damit überfordert ist, empfehlen wir Versuche mit reduzierter Raytracing-Qualität. Die Stufe "Gut" beherzigt gleich viele Lichtquellen und reduziert nur die Auflösung des Effekts. Bedenkt man die subtile Natur der Raytracing-Schatten, erscheint uns jedoch auch ein kompletter Verzicht auf diese Aufwertung sinnvoll. Wer ein Modell vom Schlage Geforce RTX 3070, Radeon RX 6800 XT und schneller besitzt, kann jedoch fast bedenkenlos "all in" gehen.

Prozessor-Benchmarks

Die letzten Prozessor-Benchmarks aus Azeroth sind viele Jahre her, daher präsentieren wir Ihnen zum Release von Dragonflight eine große Auswahl an Prozessor-Benchmarks. Damit diese aussagekräftig sind, haben wir einige Stunden damit verbracht, eine geeignete Testszene zu finden. Diese sollte einerseits anspruchsvoll sein und andererseits nicht massiv von der Server-Auslastung respektive der Uhrzeit abhängen. Eine der Hauptstädte kam daher nicht infrage, auch wenn hier abends die geringsten Bildraten zu verzeichnen sind. Nach vielen Probemessungen landeten wir bei den Ruby Life Pools, einer Plattform auf der Verbotenen Insel, bei der unsere Ansprüche erfüllt werden. Wie bei den Grafikkarten handelt es sich nicht um ein Worst-Case-Szenario für Prozessoren, aber um eine weit überdurchschnittliche Last mit entsprechend geringen Bildraten.

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Wir nutzen für die Ermittlung der Daten jeweils aktuelle Chipsätze und I/O-Hubs von AMD und Intel und gewährleisten ein CPU-Limit, das die Einhaltung der Herstellervorgaben beinhaltet. Zur Ermittlung, Auswertung und Überwachung der Daten werden folgende Programme verwendet: CapFrameX, MSI Afterburner, Riva Tuner Statistics Server, Hwinfo x64, Elmorlabs EVC2 und Microsoft Excel 365. Die Zahlen begleitet die Analyse durch die Grafiktreiber von AMD und Nvidia. Des Weiteren erfolgt eine Effizienz-Angabe, auf Basis eines externen Hardware-Tools, welches pro Benchmark bis zu 10.000 Datensätze erfasst. Alle Zahlen werden als Durchschnittswerte dargestellt. Die Konfiguration der einzelnen Prozessoren können Sie begleitend zu jedem Eintrag entnehmen. Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessorleistung ab. Die Messungen beinhalten die Effizienz der Spannungswandler auf den jeweiligen Mainboards, die für die Benchmarks verwendet werden und sind abhängig von der Wahl der CPU, der Kühlung und der verwendeten Firmware. Alle Ergebnisse gelten als Richtwerte für ein CPU-Limit und sind unter der Prämisse entstanden, andere Limits bewusst auszuschließen.

Eine Skalierung von 634 Prozent in sechs Jahren CPU-Geschichte: Das kann sich sehen lassen. Wir haben für eine interessante Übersicht CPUs von damals und heute miteinander verglichen, mit allen möglichen Kernkonstellationen- und Varianten. Dabei ist uns aufgefallen, dass das Spiel hervorragend mit bis zu sechs Kernen skaliert - ab acht Kernen hört der Zauber dann auf und lediglich L3-Cache, IPC und schneller Arbeitsspeicher bringen noch mehr Fps auf den Bildschirm. Man kann den Verlauf perfekt an der Skylake-Architektur von Intel, anhand des 7700K, 8700K, 9900K und 10900K sehen. Beträgt der Sprung von vier auf sechs Kerne noch 24 Prozent, sind es von sechs auf acht Kerne nur noch sechs Prozent. Intels 10900K packt dann plötzlich 17 Prozent darauf, doch das dürfte eher am schnelleren Arbeitsspeicher, als an den Kernen liegen. Auffällig ist des Weiteren die Stärke der AMD-Ryzen-Prozessoren: Ein Ryzen 7 5700X kommt normalerweise niemals so leicht an den Intel Core i9-12900K heran und der Cache-Gigant zeigt Intel dann endgültig die Rücklichter, mit der einzigen Ausnahme Raptor Lake. Intel nutzt hier den immensen Taktvorteil der Architektur.

CPU-Frametimes

Wir haben zum Einstieg die zwei langsamsten Prozessoren aus den Benchmarks verglichen. Der Unterschied zeigt sich hier am besten, macht aber auch deutlich, dass das Spiel selbst mit zwei Modulen und vier Threads aus der Ur-Zeit noch stabil (nicht flüssig) läuft. Der Vergleich zwischen dem 12900K und 13700K bescheinigt dem Alder-Lake-Prozessor einen unschönen Ruckler, während bei Raptor Lake alles stabil bleibt. Das liegt möglicherweise am verbesserten Thread Director der 13. Core-Generation. Der Vergleich zwischen 3300X und 3800XT zeigt auf, was mehr als vier Kerne für die Frametimes bedeuten können: Weniger Ausschläge und niedrigere Frametimes bedeuten in der Regel ein flüssigeres Bild für den Spieler. Am besten spielen Sie mit mindestens sechs Kernen, die möglichst hoch takten, mit mindestens 16 GiByte, der so schnell wie möglich angebunden ist. Dann erwarten Sie die höchsten Frameraten und die wenigsten Ruckler.

WoW Dragonflight: Fazit

Mit jeder Erweiterung wird World of Warcraft hübscher und umfangreicher - Dragonflight führt diese Tradition fort. Wer in den Genuss maximaler Grafikqualität kommen möchte, benötigt dafür längst mehr als den sprichwörtlichen Toaster, WoW hat mit den Jahren einen ordentlichen Hunger auf Hardware entwickelt. Dieser kommt mit einem ansehnlichen Gegenwert, gerade die Sichtweite ist auf beeindruckende Weise angestiegen. Welche Prozessoren und Grafikkarten flüssige Bildraten erzeugen, obliegt dem eigenen Anspruch - unsere Benchmarks helfen Ihnen dabei, den optimalen PC bzw. das richtige Upgrade für WoW Dragonflight zu finden.

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Was halten Sie von den Zahlen und der Hardware-Auswahl in diesem Test? Sind Sie neu bei WoW oder gehören Sie zu den alten Hasen? Wie immer sind Sie gerne dazu eingeladen, mit uns gemeinsam im PCGHX-Forum zu diskutieren. Falls Sie noch keinen Account im Forum besitzen, legen Sie gerne einen an und nehmen alle Vorteile mit.

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    • Kommentare (53)

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        Raff
      • Von Deathranger Freizeitschrauber(in)
        Liebes PCGH Team wird zeit wieder ein neues wow Benchmark zu machen oder? sind ja immer 4 Jahre zwischen euren benchmark wäre interesannt wie sich die hardware heute in Midnight schlägt was jetzt nächste woche raus kommt
      • Von Toxicus2580 Schraubenverwechsler(in)
        80-90 was ein Traum

        Selbst wenn ich alles auf "Minecraft" drehe komm ich, Server nicht viel los, in der Stadt auf grademal 40 FPS...... nunja werde ich wohl damit leben müssen
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