Seite 2: Grafikkarten-Benchmarks (2012-2019)
Jetzt geht es ans Eingemachte: Wie performen Grafikkarten der Jahrgänge 2012 bis 2019 in WoW Classic? Abschließend ziehen wir ein Fazit zu WoW Classic.
In diesem Artikel
World of Warcraft Classic: Benchmarks
Genug der Prosa - wie läuft World of Warcraft Classic denn nun? Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns zunächst einige Stunden in den Startgebieten aufgehalten und diese erkundet. Erwartungsgemäß hat ein moderner PC keine Probleme damit, die dem Jahr 2005 entnommenen Spielwelten flüssig bis sehr flüssig darzustellen, selbst mit maximierten Details. Dabei gilt: Je mehr Objekte, desto geringer die Bildrate. Für die Benchmarks haben wir schlussendlich Dun Morogh auserkoren, das verschneite Startgebiet der Zwerge (Allianz). Verlässt der Spieler die warme, in einen hohen Berg geschlagene Eisenschmiede (Ironforge), ist ein Blick über das komplette Tal möglich. Ein paar Meter weiter unten, aufgrund etwas geringerer Bildraten, ist unser Startpunkt: Wir laufen 20 Sekunden lang den Weg hinunter, begleitet vom Fps-Messtool OCAT. Geringere Bildraten haben wir während der kompletten Testphase von WoW Classic nirgends zu Gesicht bekommen, um einen Worstcase handelt es sich dennoch nicht.
Da wir ein Spiel von 2005 testen, dessen Mindestanforderungen just auf Hardware des Jahres 2007 angehoben wurden, sieht das Feld der getesteten Grafikkarten etwas anders aus als sonst. Anstelle der vielen relativ jungen Grafikkarten tritt eine Mischung aus Alt und Neu. Bis 2007 hinunter, als Geforce 8800 GT und Radeon HD 3870 regierten, gehen wir nicht, da die aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia hier keine Unterstützung mehr bieten - in diesen Fällen sind spezielle Altversionen (Legacy) notwendig. Stattdessen ziehen wir die Basislinie bei jenen Modellen, die noch von den aktuellen Treibern unterstützt werden. Im Falle Nvidias liegt diese Grenze bei der Kepler-Architektur, besser bekannt als Geforce 600/700/Titan, welche 2012 startete. Dieses Jahr ist auch bei AMD der Startpunkt, denn hier erschienen die ersten "Graphics Core Next"-Modelle, besser bekannt als Radeon HD 7000. Was die damalige Mittelklasse sieben Jahre später in World of Warcraft wohl leistet?
Normalerweise testet PC Games Hardware ausschließlich mit maximalen Details (es sei denn, diese sind nur auf einem Bruchteil der Grafikkarten nutzbar). Im Falle von WoW Classic machen wir eine Ausnahme, die dem Retro-Anspruch geschuldet ist. Diesmal erwarten Sie insgesamt fünf Einstellungen, die für die Grafikkarten von "kaum fordernd" bis "extrem fordernd" reichen. Ersteres entspricht Full HD mit dem "Classic"-Preset, von uns manuell um 4× MSAA ergänzt. Einstellung #2 besteht ebenfalls aus Full HD, diesmal jedoch mit allen Grafikdetails am Anschlag, 8× MSAA + Alpha-to-Coverage plus 16:1 AF. Es folgen WQHD und Ultra HD mit den gleichen Settings. Als Sahnehäubchen testen wir darüber hinaus UHD mit 150 Prozent Auflösung, ergo 5.760 × 3.240 Pixel - für maximale Qualität und Flimmerfreiheit. Die Ergebnisse:
Angesichts dieser Werte weiß man nicht, wo man anfangen soll. Machen wir's chronologisch anhand der Qualität. Das Classic-Preset läuft auf modernen Systemen mit geradezu wahnwitzigen Bildraten - mit einem interessanten Detail: Unser Testprozessor, ein Core i9-9900K @ 5 GHz, ist bei knapp 700 Fps der limitierende Faktor. Dieses Niveau erreichen natürlich nur die schnellsten Grafikkarten, wobei keine besondere Vorliebe der Engine erkennbar ist; die aktuellen und damals vergleichbaren Modelle erreichen jeweils eine Performance auf Augenhöhe.
Dramatisch wird es beim Wechsel auf maximale Details. Alle Grafikkarten lassen enorm viele Federn und erneut sind die Auswirkungen des CPU-Limits spürbar: RTX 2080 Ti, GTX 1080 Ti und RTX 2070 Super verlieren prozentual am wenigsten Leistung. Limitiert die Grafikleistung weitestgehend - das tritt im Test etwa ab der Leistungsklasse Geforce GTX 970 und Radeon R9 390 auf -, bleibt von der ursprünglichen Bildrate nur ein Viertel übrig. Wie erläutert, lohnen sich die Verbesserungen aber zweifellos. Auffällig ist, dass viele Geforce-Modelle die erhöhte Qualität besser wegstecken als vergleichbare AMD-Modelle, aufgrund des immer noch hohen Fps-Niveaus ist das jedoch nicht weiter relevant. Interessant: Die 2012er-Mittelklasse in Form der Radeon HD 7870 und Geforce GTX 660 erreicht in Full HD mit Classic-Details rund 200 Fps und ist damit über jeden Spielbarkeitszweifel erhaben. Mit maximalen Details bricht die Bildrate hingegen in den hohen 40er-Bereich ein, was auf Probleme in noch anspruchsvolleren Szenarien hindeutet.
Die drei höheren Auflösungen führen zum erwarteten Bild: Je mehr Pixel, desto weniger Grafikkarten erreichen die oft gewünschte Marke von 60 Fps. In WQHD wird dies noch von der Gewichtsklasse Radeon R9 390 und Geforce GTX 970 erreicht, in Ultra HD ist dafür bereits eine Radeon RX Vega oder Geforce GTX 980 Ti respektive GTX 1070 nötig. Und wer gar in "6K" spielt, benötigt für 60 Fps einen TU102-Boliden wie die Geforce RTX 2080 Ti oder Titan RTX. Die gute Nachricht: Mit dem Classic-Preset ist 6K gar kein Problem. Sogar 8K ist mit felsenfensten 60 Fps möglich, sofern eine übertaktete Geforce RTX 2080 Ti zum Einsatz kommt. Dabei werden gut 7 GiByte Grafikspeicher adressiert - hohe Auflösungen erzeugen große Bildpuffer.
Die Grafikkarten-Messmethodik der PCGH
Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen.
Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen. Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks. Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti", um nur ein Beispiel zu nennen - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominentesten sind AMDs Radeon VII und die ältere R9 Fury X, welche wir jeweils im Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.
Bildergalerie
WoW Classic: Fazit
World of Warcraft ist zurück. Ob Sie den modernen Klassiker in alter oder neuer Grafik spielen, bleibt Ihnen überlassen. Der Charme des Originals ist zweifellos erhalten geblieben, wenngleich so manche Erinnerung glorreicher ausfällt als das tatsächliche Wiedersehen innerhalb von WoW Classic. PC Games Hardware wünscht alten und neuen WoW-Spielern viel Spaß in Azeroth! Jetzt ist Ihre Meinung gefragt: War es eine gute Idee, den Klassiker wiederzubeleben - oder sollte man die Vergangenheit ruhen lassen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion!
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Ich brauche kein WoW2, die Wahrscheinlichkeit, daß es die Erwartungen nicht erfüllen kann ist einfach zu groß, genau deswegen läßt Valve auch die Finger von HL3, kann man nur mit scheitern, der Hype wäre einfach zu groß. Ich genieße erst mal weiter Classic.
Und ein Eintopf schmeckt auch am nächsten Tag oft sogar besser als am ersten
2006 war Ragnaros einfach ein unfassbar geiler Raidboss, nicht unbedingt von den Mechaniken, aber von der Präsentation, der Machart, alleine der Größe. 2019 ist das stumpf, damals war das ein echtes Erlebnis.
Da stand ich dann im Raum und der Executor wurde angesprochen. Dann spawnte Ragnaros und mir klappte die Kinnlade runter. Ich war so beeindruckt das ich gleich mal vergessen hatte aus irgendeinem Effekt zu laufen, jedenfalls war ich ziemlich schnell tot und mir war das ziemlich peinlich. Da es aber eh einen Wipe gab fiel das glücklicherweise nicht weiter auf. Im zweiten Versuch wurde ich mit einem anderen zusammen so hoch geschleudert das man uns nicht rezzen konnte. Da haben wir gelacht. Im dritten Versuch lag er dann. Und es droppte die "Klinge des Verderbens". Und der "Chef" der Schurken im Raid, der wie ich mit Dolchen gespielt und Anrecht darauf gehabt hätte passte einfach für mich. Meine, ich bräuchte die dringender als er. Ich wusste echt nicht was ich sagen sollte. Ich war neu udn der überläßt mir einfach diese Waffe. Der dritte Schurke im Raid war auf Schwert und hatte auch keinen Einwand. Und dann dauerte es viele Runs bis der Dolch nochmal droppte.
Dieses ganze Erlebnis hat mich nachhaltig geprägt, ich war dann sehr lange in dieser Gilde und bin mir ihr durch Höhen und Tiefen gegangen, habe klaglos unzählige Wipes miterlebt, auch in späterer Zeit nie einen Termin geschwänzt, immer mein Wort gehalten. Bis zu den Anfängen von Naxxramas sind wir gekommen. Es war eine tolle Zeit von der ich nicht mal zu hoffen wage, daß ich sie jetzt mit Classic reproduzieren kann, daher versuche ich es erst gar nicht, ich versuche neue Erfahrungen jetzt zu machen. Seit BC war ich Paladin (bis einschließlich Dreanor Heiler, in Legion Tank, BfA habe ich nciht mehr gespielt), weil mich die Klasse immer interessiert hatte, ich mich damals aber als Neuling nicht drangetraut hatte.
Jetzt spiele ich daher einen Paladin im "Masochisten-Modus" (auch in der Questphase voll auf Heilung geskillt und nur sporadische Instanzruns). Der bringt mir auf diese Weise Gelassenheit, Umsicht und das Auge für meine Mitspieler bei und ich genieße es wirklich sehr. Er ist bereits auf Level 32 ein echt zäher Kerl, der zwar langsam seine Gegner niederringt, aber erstaunlich viel aushält. Ich habe sogar schon Quests solo machen können, an denen andere Klassen trotz höherem Level gescheitert sind. Es ist ein völlig anderes Spielerlebnis als damals mit dem Schurken und doch auch vertraut. Ich bin einfach begeistert
2006 war Ragnaros einfach ein unfassbar geiler Raidboss, nicht unbedingt von den Mechaniken, aber von der Präsentation, der Machart, alleine der Größe. 2019 ist das stumpf, damals war das ein echtes Erlebnis.
Die 3 Level hättest du dich durchbeißen sollen.
Dann wäre der Frust auch nicht so groß wie jetzt.
Das Spiel ist gut gealtert. Einige Texturen waren aber vor 15 Jahren schon Matsch. Schade das Blizzard da nicht mal die Texturen ausgetauscht hat. Dürfte doch nicht so schwer sein?