Nur mit 3D-Druck und KI: China will besonderen Staudamm in zwei Jahren fertigstellen

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Staudamm in China (Symbolbild).
Quelle: jplenio/Pixabay

Im tibetischen Hochland plant China derweil, einen Wasserkraftdamm im 3D-Druckverfahren und nur mit künstlicher Intelligenz innerhalb von zwei Jahren zu bauen. Arbeiter sollen für die Baumaschinen nicht mehr benötigt werden, damit menschliches Versagen und Sicherheitsbedenken ausgeklammert werden.

Aus China gibt es wieder Interessantes zu berichten: Das Land der aufgehenden Sonne hat sich vorgenommen, einen Staudamm für Wasserkraft innerhalb von zwei Jahren im tibetischen Hochland zu errichten. Die Besonderheit darin ist die Art und Weise, wie dies bewerkstelligt werden soll. Am Projekt beteiligte Wissenschaftler erklären, dass für den Bau ein 3D-Druckverfahren zur Anwendung kommen soll sowie unbemannte Baumaschinen und Roboter. Menschliche Arbeiter sollen also nicht mehr benötigt werden.

Ambitioniertes Projekt mit 3D-Druck und ohne Arbeiter

Die South China Morning Post berichtete zuerst über den Yangqu-Staudamm, mit Berufung auf einen wissenschaftlichen Artikel von der Universität Tsinghua. Der Damm soll Schicht für Schicht wie beim 3D-Druck zusammengetragen werden und mit einer finalen Bauhöhe von 180 Metern bei Fertigstellung möglicherweise das höchste Bauwerk sein, welches mit einem derartigen Verfahren errichtet wurde. Momentan soll ein zweistöckiges Bürogebäude in Dubai diese Rangliste anführen.

Weiterhin soll der Bau komplett automatisiert und von einer KI gesteuert vonstattengehen. Den Anfang macht eine Flotte unbemannter Lastwagen, die Baumaterialien zum geplanten Staudamm bringen. Weitere unbemannte Maschinen wie Bagger, Planierraupen und Walzen sollen dann aus den hergebrachten Materialien die Schichten des Damms anfertigen. Sobald eine Schicht fertiggestellt ist, senden die Roboter die nötigen Informationen an das KI-System zurück, so die Wissenschaftler. Zu 100 Prozent vollautomatisch soll das Bauprojekt dann allerdings nicht ganz sein, da der Abbau der Materialien nach wie vor manuell erfolgen muss.

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Laut den Wissenschaftlern soll das KI-System dafür sorgen, dass menschliches Versagen beim Bau und Sicherheitsbedenken für Arbeiter eliminiert werden. Weiterhin erwarten diese, dass der Wasserkraftdamm bei Fertigstellung fünf Milliarden Kilowattstunden an Strom liefern wird. Sollte letztlich der Bau des Yangqu-Staudamms im Hochland von Tibet mit der beschriebenen Methode einen Erfolg darstellen, so könne dies als Blaupause für andere Projekte wie dem Straßenbau herhalten, stellen die Wissenschaftler fest.

Quelle: South China Morning Post via Businessinsider

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von KaneTM
        Nein.
        Doch.

        Zitat von KaneTM
        Spätestens seit 2020 nicht mehr
        Aber die ganzen Jahre davor.

        Zitat von KaneTM
        Weil kaum Jugendliche die Jobs im Handwerk machen wollen. Zieht sich doch durch alle Branchen - wo vor 10 Jahren 50 Bewerber für 3 Ausbildungsstellen auf der Matte standen, kommen heute 2 - die aber eigentlich lieber nicht soooo dringend körperliche Tätigkeiten in Vollzeit verrichten möchten.
        Ich bin auch zur EDV, weil ich in der Schule nicht den ganzen Tag mit dem Kopf auf der Bank gelegen habe und für die schwere körperliche Arbeit keine Ausdauer und Kraft habe.

        Und deutscher Elektronik-Ingenieur - mehr konnte man zu meiner Zeit nicht werden.
        Die absolute Zukunftsbranche und gut bezahlt (jenseits der Weser jedenfalls).

        Hat das ein Meister auf dem Bau auch verdient?
        Alle, die ich kenne, haben mit dem Kopf geschüttelt.

        Zitat von KaneTM
        Kann, will und darf.
        Mal ganz offen: was zahlt ihr denn Brutto?

        Zitat von KaneTM
        Bewerber gibt's hier trotzdem keine.
        Ich würde auch nicht ohne übertarifliche Bezahlung meinen halbwegs festen Job wechseln.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von KaneTM
        Nein.
        Doch.

        Zitat von KaneTM
        Spätestens seit 2020 nicht mehr
        Aber die ganzen Jahre davor.

        Zitat von KaneTM
        Weil kaum Jugendliche die Jobs im Handwerk machen wollen. Zieht sich doch durch alle Branchen - wo vor 10 Jahren 50 Bewerber für 3 Ausbildungsstellen auf der Matte standen, kommen heute 2 - die aber eigentlich lieber nicht soooo dringend körperliche Tätigkeiten in Vollzeit verrichten möchten.
        Ich bin auch zur EDV, weil ich in der Schule nicht den ganzen Tag mit dem Kopf auf der Bank gelegen habe und für die schwere körperliche Arbeit keine Ausdauer und Kraft habe.

        Und deutscher Elektronik-Ingenieur - mehr konnte man zu meiner Zeit nicht werden.
        Die absolute Zukunftsbranche und gut bezahlt (jenseits der Weser jedenfalls).

        Hat das ein Meister auf dem Bau auch verdient?
        Alle, die ich kenne, haben mit dem Kopf geschüttelt.

        Zitat von KaneTM
        Kann, will und darf.
        Mal ganz offen: was zahlt ihr denn Brutto?

        Zitat von KaneTM
        Bewerber gibt's hier trotzdem keine.
        Ich würde auch nicht ohne übertarifliche Bezahlung meinen halbwegs festen Job wechseln.
      • Von KaneTM Software-Overclocker(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Doch, nur deswegen.
        Nein. Spätestens seit 2020 nicht mehr (Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber ich rede von der Masse).

        Zitat von wuselsurfer
        Weil nichts ausgebildet wird und die Baubranche ja schon viele Jahre zur Billiglohnfraktion gehört.
        Weil kaum Jugendliche die Jobs im Handwerk machen wollen. Zieht sich doch durch alle Branchen - wo vor 10 Jahren 50 Bewerber für 3 Ausbildungsstellen auf der Matte standen, kommen heute 2 - die aber eigentlich lieber nicht soooo dringend körperliche Tätigkeiten in Vollzeit verrichten möchten.

        Zitat von wuselsurfer
        Ich kenne 10 im Mitteldeutschland.
        Die kommen aber nicht zu Dir, weil Du sie nicht bezahlen kannst / willst / darfst.
        Kann, will und darf. Bewerber gibt's hier trotzdem keine.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von LarryMcFly
        Unsere Autobahnen könnten das auch ab und zu brauchen...duck und weg...
        Mein Nachbar ist Brückensanierer.
        Der schüttelt seit Jahren nur noch mit dem Kopf, wenn ich auch nur in die Nähe des Themas Autobahn komme.
        Zitat von KaneTM
        Das ist aber nicht so, weil die böse Firma Geld sparen will...
        Doch, nur deswegen.

        Zitat von KaneTM
        So ziemlich alle Firmen, ob nun Handwerk, Bauhaupt- oder Baunebengewerbe, stellt inzwischen aus Verzweiflung alles ein, was jedenfalls überhaupt und einigermaßen pünktlich zur Arbeit erscheint.
        Weil nichts ausgebildet wird und die Baubranche ja schon viele Jahre zur Billiglohnfraktion gehört.
        Der, der das billigste Angebot abgibt, bekommt den Auftrag zugeschoben.

        Erzähle mir ja nicht, daß man da nach Ausschreibungen geht.
        Den Köllner Klüngel kenn ich zur Genüge aus Toyota (Marsdorf) und vielen anderen Großbaustellen (Franfurt / Main) und genau so sieht es im ganzen Land aus.

        Zitat von KaneTM
        Kennst du einen ausgelernten Elektriker aus Norddeutschland,
        Ich kenne 10 im Mitteldeutschland.
        Die kommen aber nicht zu Dir, weil Du sie nicht bezahlen kannst / willst / darfst.
      • Von Gast1664917803
        Zitat von wuselsurfer
        Ich kann zwar kein Chinesisch, aber früher hieß das sozialistische Rationalisierung.
        Zitat von Gamer090
        War auch mein erster Gedanke, bei der Anzahl an Einwohnern Chinas, ist jede Arbeitsstelle die wegfällt ein heftiger Schlag.
        Die denken nicht in Jahrzehnten, sondern schon im Jahrhundert.
        Tatsächlich schrumpft Chinas Bevölkerung wohl dieses Jahr zum ersten Mal und absehbar weiter und veraltet genauso.
        Sie stehen lediglich am Anfang dessen.
        Steigender Wohlstand, höhere Bildungsabschlüße tun ihr übriges.
        Auch wenn man sich bei einem Milliardenvolk das kaum vorstellen kann, aber dort wird es wohl auch absehbar einen Mangel an Arbeits/Fachkräften und Personal geben.
        Entsprechend ist eine Automatisierung solcher Bauprozesse in einem Bereich mit recht niedrigen Löhnen eine Möglichkeit gegenzusteuern.
        Unsere Autobahnen könnten das auch ab und zu brauchen...duck und weg...
      • Von KaneTM Software-Overclocker(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Fachkräftemangel?
        In der Bauwirtschaft arbeiten doch schon lange keine Fachkräfte mehr.

        Geht mal auf eine Baustelle, da bist Du die einzige Fachkraft.
        Zwar aus einer anderen Branche, aber wenigstens mit Berufsabschluß - schätze ich mal.

        Und wenn Du Deutsch sprichst, versteht Dich fast keiner.
        Polnisch, Ukrainisch, Bulgarisch oder Rumänisch sind da angesagt.

        Nichts gegen die Bauleute, aber einen Abschluß in einem Bauberuf hat da keiner.
        Und wenn dann das Wasser durch die Wand läuft, weil die Dampfsperre vergessen wurde - woher sollte das der Bauarbeiter wissen?
        Das hat Ihm niemand gesagt und Weiterbildung ist da generell ein Fremdwort.
        Je größer die Baustelle, desto schlimmer.
        Willst du mir jetzt Recht geben oder widersprechen, ich bin nicht sicher?!

        Aber ja, du findest nirgendwo auf den Baustellen Fachkräfte. Und deutschsprachige Mitarbeiter sind ebenfalls spärlich gesät.

        Das ist aber nicht so, weil die böse Firma Geld sparen will... So ziemlich alle Firmen, ob nun Handwerk, Bauhaupt- oder Baunebengewerbe, stellt inzwischen aus Verzweiflung alles ein, was jedenfalls überhaupt und einigermaßen pünktlich zur Arbeit erscheint. Kennst du einen ausgelernten Elektriker aus Norddeutschland, der weniger als das halbe Jahr krank ist und an 4 von 5 Tagen pünktlich zur Arbeit kommt? Ich 'nehm sofort 100.
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