Luft statt Glasfaser: Chinesischer Hohlkernfaser-Test bricht Weltrekord mit 51,3 Tbit/s
In China hat ein Glasfaserhersteller zusammen mit zwei weiteren Unternehmen 51,3 Tbit/s über 206,5 km Hohlkernfaser übertragen - ein neuer Weltrekord.
Der chinesische Glasfaserhersteller YOFC (Yangtze Optical Fiber and Cable Joint Stock Limited Company) hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Staatskonzern China Telecom und dem Gerätehersteller Dekoli einen Weltrekord in der Hohlkernfaser-Übertragung gesetzt.
KI-Infrastruktur als Treiber
Beim weltweit ersten Feldversuch dieser Art haben die drei Unternehmen 51,3 Tbit/s aggregierte Übertragungskapazität über 206,5 km ohne zwischenzeitliche Signalregenerierung erreicht - bei 1,2 Tbit/s pro Wellenlänge und ausschließlich konventioneller EDFA-Verstärkung.
Der Feldversuch steht im Kontext des wachsenden Bedarfs von KI-Rechenzentren: GPU-Cluster in Hyperscaler-Größe stoßen zunehmend an die Kapazitätsgrenzen bestehender Glasfasernetze. Hohlkernfaser ("Hollow-Core Fiber", HCF) verspricht an dieser Stelle mehr Durchsatz bei niedrigerer Latenz über größere Distanzen - was wiederum Flexibilität bei der Standortwahl von Rechenzentren schafft.
Was Hohlkernfaser von klassischer Glasfaser unterscheidet
Klassische Glasfaser leitet Licht durch einen massiven Siliziumkern. HCF nutzt stattdessen einen luftgefüllten Hohlraum. Das hat zwei physikalische Konsequenzen: Licht propagiert durch Luft rund 1,5-mal schneller als durch Glas, was die Signallatenz direkt senkt.
Außerdem entfällt ein Teil der nichtlinearen Verzerrungen und der Dispersion. YOFC gibt für seine HCF-Technologie gegenüber herkömmlicher Faser 31 Prozent niedrigere Latenz, 47 Prozent höhere Übertragungsgeschwindigkeit und nahezu null optische Nichtlinearität an. Einen Haken gibt es allerdings noch: Hohlkernfaser hat eine höhere Dämpfung als ausgereifte Massivkernfaser, was die Reichweite ohne Verstärker limitiert. Dieser Nachteil schrumpft immerhin allmählich.
Zwei technische Schlüsselinnovationen
Auf Systemebene nutzte das Konsortium ein selbst entwickeltes Optimierungsschema, das für jeden Übertragungskanal individuell Datenrate, Kanalabstand und Sendeleistung anpasst. Das reduziere Kapazitätsverluste durch gasbedingte Absorptionsspitzen im Hohlkern - ein physikalisches Problem, das bei Luftkern-Führung anders auftritt als bei Glas.
Auf der Hardwareseite entwickelten die Forscher einen Hochleistungsverstärker mit zweistufiger Kaskadenarchitektur, der eine maximale Ausgangsleistung von 33,5 dBm (rund 2,24 Watt) bei flachem Gewinn über das gesamte Betriebsband erreicht. Da solche Leistungspegel auf einer Liveleitung reale Schadensrisiken mit sich bringen, ist das System mit automatischer Fehlererkennung, Interlock-Abschaltung und alarmbasiertem Eingriff gesichert.
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Quelle: via Tom's Hardware

Bei mir kommen aktuell nur 57 MBit an und das ändert sich die nächten Jahr auch nicht!
Der Witz daran ist, dass der 2 km entfernte Nachbarort mit 40 Einwohnern Glasfaser hat, weil er zu einer Stadt (Stadtteil) gehört. Und jetzt kommts: Das Kabel verläuft durch unseren Ort!
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Da gibt es auch noch andere lustige/frustige (je nach (Nicht)Betroffenheit) Beispiele. Deutschland ist soooo gut, was neue Technologien und Infrastruktur angeht! Da sind diverse fähige Politiker:innen und Manager:innen/Lobbyist:innen am Start gewesen. Privater Parallelnetzausbau ist bspw. die Idee! Lieber Mehrfachabdeckung von Internet und Funknetz als eine Komplettabdeckung in der Fläche. Milchkannenempfang™!
Vielleicht kommen "wir" so zumindest auf obere Plätze im Meckern ...