"Sonic Fire Tech": Neues Feuerlöschsystem nutzt Schall statt Wasser

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"Sonic Fire Tech": Neues Feuerlöschsystem nutzt Schall statt Wasser
Quelle: Sonic Fire Tech

Ein kalifornisches Startup will die Brandbekämpfung revolutionieren: Statt Wasser oder Chemikalien sollen tiefe Töne Feuer ersticken.

Das US-kalifornische Start-up "Sonic Fire Tech" hat sich eine neue Idee einfallen lassen, wie man Brände im Keim ersticken kann. Das von ehemaligen Raumfahrt-Ingenieuren gegründete Unternehmen setzt dabei auf Schallwellen statt klassischem Löschwasser. Das Prinzip hinter der Löschmethode setzt auf Infraschallwellen - also Töne im Frequenzbereich um 20 Hertz, die für das menschliche Gehör kaum oder gar nicht wahrnehmbar sind.

Wie Bass gegen Feuer kämpft

Laut Sonic Fire Tech versetzen diese tiefen Frequenzen die Sauerstoffmoleküle in der Luft in so starke Schwingungen, dass sie sich nicht mehr mit dem Brennstoff verbinden können. Damit wird das klassische "Feuerdreieck" aus Hitze, Brennstoff und Sauerstoff unterbrochen. Ohne die nötige Sauerstoffzufuhr direkt an der Flamme erlischt der Brand oder kann gar nicht erst entstehen.

Hinter der Entwicklung steht unter anderem Geoff Bruder, ein ehemaliger NASA-Ingenieur. Die Idee, Schall zur Feuerbekämpfung einzusetzen, ist in der Forschung nicht gänzlich neu: DARPA, die US-amerikanische Behörde für militärische Forschungsprojekte, kam etwa 2012 auf eine ähnliche Idee (via Extreme Tech). Die Herausforderung lag bislang jedoch in der Skalierung und der nötigen Energie.

Schallwellen als präventive Maßnahme

Sonic Fire Tech setzt hier auf eine Technik, die speziell darauf ausgelegt ist, eine "Non-Ignition Zone" (Nicht-Zündungs-Zone) zu schaffen. Das System soll in der Lage sein, Brände auf eine Distanz von bis zu 25 Fuß (7,6 Meter) zu unterdrücken.

Damit wäre die Idee laut dem Start-up ideal, um beispielsweise das Übergreifen von Waldbränden auf Gebäude zu verhindern, indem es an Dachrinnen oder Lüftungsschächten installiert wird. Aktuell testet das Start-up seine Technologie in Zusammenarbeit mit Energieversorgern wie PG&E in Kalifornien. Das primäre Ziel ist der Schutz von Infrastruktur und Wohnhäusern in waldbrandgefährdeten Gebieten.

  • Allerdings hat die Physik auch hier ihre Grenzen. Das System ist nach aktuellen Informationen vor allem für die Prävention und das Ersticken von Entstehungsbränden ausgelegt.
  • Gegen einen bereits voll entwickelten Großbrand dürften die Schallwellen allein wenig ausrichten. Die Technologie versteht sich daher eher als erste Verteidigungslinie, die Zeit verschafft oder das Entzünden kritischer Bereiche verhindert.

Das Start-up konnte sich kürzlich eine Finanzierung in Höhe von 3,5 Millionen US-Dollar sichern, um die Entwicklung voranzutreiben. In den USA können sich Hausbesitzer zudem über ein Kontaktformular für ein Angebot seitens Sonic Fire Tech anmelden - ob und wann das System für Endverbraucher in Europa verfügbar sein wird, ist indes nicht bekannt.

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Quelle: Scientific American via TechSpot

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MightySH33p PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von RX480
        Wenn das Auto brennt, ... hilft nur mehr Bass.
        (da sollte Jeder seinen Subwoofer mal auf Eignung checken)

        Ob man auch die Wohnung damit sichern könnte, ...
        ob Das Bo die Kerzen auspusten kann?
        Türlich türlich kann er das.
      • Von MightySH33p PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von RX480
        Wenn das Auto brennt, ... hilft nur mehr Bass.
        (da sollte Jeder seinen Subwoofer mal auf Eignung checken)

        Ob man auch die Wohnung damit sichern könnte, ...
        ob Das Bo die Kerzen auspusten kann?
        Türlich türlich kann er das.
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Wenn das Auto brennt, ... hilft nur mehr Bass.
        (da sollte Jeder seinen Subwoofer mal auf Eignung checken)

        Ob man auch die Wohnung damit sichern könnte, ...
        ob Das Bo die Kerzen auspusten kann?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
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