Handelskrieg: US-Regierung schränkt Nvidias KI-Exporte nach China weiter ein

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USA vs. China
Quelle: Pexels

Die USA befürchten, dass ihnen der große Widersacher China im weltweiten KI-Wettrüsten davonziehen könnte und reagieren darauf einmal mehr mit entsprechenden Sanktionen. Vornehmlich Grafikbeschleuniger von Nvidia sollen nicht mehr nach Fernost gelangen.

Die USA, allen voran das Kabinett Biden ("The Biden-Harris Administration"), befürchten, dass der große Widersacher China ihnen im weltweiten KI-Wettrüsten davonziehen und so den derzeit tobenden Handelskrieg letztlich zu seinen Gunsten entscheiden könnte. Die Regierung um den 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Joe Biden, reagieren darauf einmal mehr mit entsprechenden Sanktionen, welche insbesondere Nvidia und dessen Geschäfte in China treffen. Aber auch andere Staaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate müssen Einschränkungen im Hinblick auf Hochtechnologie und KI hinnehmen.

Nachdem die US-Regierung bereits im Juli dieses Jahres neue harte Sanktionen für den Export von Hochtechnologie nach China beschlossen und im August hatte in Kraft treten lassen, legt die Administration der Vereinigten Staaten in Sachen künstlicher Intelligenz jetzt noch einmal nach. Hiervon betroffen sind die Grafikbeschleuniger Nvidia A100, A800, H100, H800, L40 und L40S.

Auch der Export der Geforce RTX 4090 wird sanktioniert

Da es sich bei den Modellen A100, A800, H100, H800, L40 und L40S um waschechte KI-Beschleuniger handelt, verwundert die Entscheidung der USA, die vornehmlich an Spieler adressierte High-End-Grafikkarte Geforce RTX 4090 auch entsprechend mit Sanktionen zu belegen. Diese wurde aufgrund ihrer hohen Leistung bereits in der Vergangenheit als "Notlösung" für die KI-Beschleunigung eingesetzt und findet deswegen im Bericht der Securities and Exchange Commission ("SEC") auch dementsprechend Erwähnung. Für alle in diesem Dokument erwähnten Grafikbeschleuniger muss zukünftig eine Lizenz erworben werden.

Die neuen Richtlinien zielen speziell darauf ab, den Zugang zur Rechenleistung zu kontrollieren, was die Entwicklung der nächsten Generation von Pioniermodellen durch die Volksrepublik China erheblich verlangsamen wird.

Diese könnten in einer Weise genutzt werden, die eine Bedrohung für die USA und ihre Verbündeten darstellt, insbesondere weil sie für militärische Zwecke und Modernisierungen verwendet werden können.

Gina Raimondo, U.S. Commerce Secretary

Nvidia verdient aktuell mit dem Verkauf von KI-Beschleunigern bis zu 69.000 US-Dollar pro Nvidia H800 ("Hopper") in China und möchte seinerseits die Geschäfte in China weiter ausbauen. Die US-Regierung schiebt dem erst einmal einen Riegel vor, wenngleich auch die Volksrepublik mit harten Bandagen kämpft.

Ein Nvidia-Sprecher äußerte sich gegenüber dem Nachrichtensender CNBC jetzt wie folgt zur aktuellen Situation:

Wir halten uns an alle geltenden Vorschriften und arbeiten gleichzeitig an der Bereitstellung von Produkten, die Tausende von Anwendungen in vielen verschiedenen Branchen unterstützen.

In Anbetracht der weltweiten Nachfrage nach unseren Produkten erwarten wir in naher Zukunft keine nennenswerten Auswirkungen auf unsere Finanzergebnisse.

Nvidia via CNBC

Die Verschiebung hin zu KI erkannte aber auch AMD bereits frühzeitig und möchte sich daher ebenfalls entsprechend aufstellen. Consumer-Hardware wird auch bei AMD mehr und mehr zum Nebengeschäft.

Nvidia H800 wird für bis zu 69.000 Euro gehandelt

Zudem gibt die Webseite an, dass der speziell für chinesische Enterprise-Kunden aufgelegte KI-Beschleuniger Nvidia H800 ("Hopper"), eine beschnittene Version von Nvidias KI-Flaggschiff H100 ("Hopper"), welches hierzulande ab 31.500 Euro kostet, in China aktuell zu Preisen von bis zu 69.000 Euro pro Stück gehandelt wird. Der Bedarf an GPGPUs ("General Purpose Computation on Graphics Processing Units") sei dermaßen hoch, dass Nvidia den Kundenanfragen nicht einmal ansatzweise nachkommen könnte und die Preise steigen noch immer, heißt es weiter.

Nvidia erwartet 16 Milliarden US-Dollar Umsatz im Q3/2024

Nvidia erwartet für das dritte Geschäftsquartal 2024 einen Gesamtumsatz von in etwa 16 Milliarden US-Dollar und hat im Rahmen seiner rund 120-minütigen Keynote zur SIGGRAPH 2023 zuletzt noch einmal klar bestätigt, dass die nahe Zukunft des Unternehmens speziell im Bereich der KI-Beschleunigung liegen wird.

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Quelle: Nvidia via CNBC; US Gouverment via SEC

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Galaxy90
        Nvidia Aktie bricht ein.
        Trifft nur auf die Telegram-Hysterie-Anti-US-Schwurbler zu.
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Galaxy90
        Nvidia Aktie bricht ein.
        Trifft nur auf die Telegram-Hysterie-Anti-US-Schwurbler zu.
      • Von LDNV BIOS-Overclocker(in)
        Die so langsam auch mit Sekundär Sanktionen belegt werden um es ein wenig einzudämmen.
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        Tja, globaler Handel ist für die Usa schön und gut, aber nur wenn es ihnen nicht schadet, wenn doch gibts Wirtschaftskrieg, nenne ich Doppelmoral
        Zitat von Ripcord
        Sie haben die Ressourcen, wir die Technologie. Ohne ein miteinander geht es nicht.
        So ist es, deswegen laufen die Maßnahmen auch ins leere, zum Beispiel Russland kann noch immer alles kaufen und verkaufen, nur eben über Drittländer, sogar wir kaufen noch massig bei denen ein - wie gesagt über Drittländer.
      • Von Gast1772925001
        Zitat von Ripcord
        Sie haben die Ressourcen, wir die Technologie.
        Letztere ist so langsam auch in China im Aufbau.
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        Zitat von Acgira
        Xi und Putin haben den "Westen" zu ihrem Feind gemacht und böte sich eine Gelegenheit würden sie nicht Zögern unser aller Vernichtung herbei zu führen - mit solchen Leuten Handel zu betreiben sollte nicht nur denken zu geben, sondern eigentlich bestraft werden.
        Beide machen das was sie schon immer gemacht haben, genau wie wir. Nur ist es jetzt störend und man meint dagegen vorgehen zu müssen. Sie haben die Ressourcen, wir die Technologie. Ohne ein miteinander geht es nicht.
      Direkt zum Diskussionsende
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