Asus: PC-Preise steigen im 3. Quartal weiter, aber nur noch einstellig
Nach Preissprüngen von fast 30 Prozent sieht Asus in Taiwan eine Entspannung: Im 3. Quartal sollen PCs zwar teurer werden, die Aufschläge aber auf einstellige Werte sinken.
PC-Käufer mussten sich in den vergangenen Monaten an deutlich höhere Preise gewöhnen. Jetzt gibt es von Asus ein neues Signal: Die Preissteigerungen sind offenbar nicht vorbei, sollen im 3. Quartal 2026 aber deutlich moderater ausfallen. Laut einem Bericht der taiwanesischen Economic Daily News sagte Liao Yi-hsiang, General Manager der Systems Business Group von Asus United Technology, dass einzelne Asus-Produkte in Taiwan bis Mai gegenüber dem 4. Quartal 2025 bereits fast 30 Prozent teurer geworden seien. Für das 3. Quartal rechne Asus weiterhin mit leichten Anpassungen, der Zuwachs solle aber nur noch im einstelligen Prozentbereich liegen.
Asus sieht kleinere Preisschritte im 3. Quartal
Als Grund für die Abschwächung nennt der Bericht unter anderem zuletzt wieder etwas rückläufige Preise bei Komponenten wie Speicher und Festplatten. Gleichzeitig verweist Asus auf die Akzeptanz der Käufer: Weitere starke Aufschläge könnten die Belastungsgrenze des Marktes überschreiten. In Taiwan hatten Erwartungen an höhere Preise im ersten Halbjahr offenbar zu vorgezogenen Käufen geführt. Laut Liao legten sowohl die aktivierten Geräte als auch die Verkaufszahlen bis Mai im Jahresvergleich einstellig zu.
Die Entwicklung betrifft nach der aktuellen Aussage ausdrücklich den taiwanesischen Markt. Ob sich daraus eine ähnliche Preisbewegung für Europa oder Deutschland ableiten lässt, ist offen. Auch die Economic Daily News betont, dass Asus nur eine Einschätzung für Taiwan abgegeben habe und die Preisentwicklung in anderen Weltregionen noch unklar sei.
Speicher, SSDs und CPUs bleiben die Kostentreiber
Die Vorgeschichte ist PCGH-Lesern bekannt: Asus hatte bereits Ende 2025 Preisanpassungen angekündigt, nachdem durch den KI-Boom die Speicherpreise explodierten. Asus verschickte ein Schreiben an Partner, in dem es die höheren Kosten mit der starken KI-Nachfrage, struktureller Volatilität in der Lieferkette sowie höheren Kosten für DRAM, NAND und SSDs begründete. Betroffen seien demnach vor allem Produkte, die Speicher enthalten.
Auch abseits von Asus bleibt die Speicherkrise ein zentrales Thema. PCGH hatte im Januar aufgearbeitet, dass DDR3-, DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher, SSDs und auch Grafikkarten seit Juli 2025 deutlich teurer geworden sind. Besonders DDR5 wurde stark getroffen: Laut unserer Analyse lagen 2 × 16 GiByte DDR5-6000 zeitweise bei 450 Euro und mehr, nachdem solche Kits zuvor noch unter 100 Euro zu bekommen waren. Im Mai zeigte ein weiterer PCGH-Überblick, dass beliebte 32-GiByte-Kits mit DDR5-6000 CL30 weiterhin im Bereich von 400 bis 450 Euro lagen.
Trendforce hatte bereits im März auf Grundlage taiwanischer Berichte von erwarteten PC-Preissteigerungen von 25 bis 30 Prozent im 2. Quartal gesprochen. Zudem wurde darauf verwiesen, dass CPU- und Speicheranteile an den Notebook-Stückkosten im 1. Quartal 2026 deutlich höher liegen sollten als ein Jahr zuvor. Vor diesem Hintergrund ist die neue Asus-Aussage kein Ende der Preiserhöhungen, sondern eine Verlangsamung des Trends: PCs sollen im 3. Quartal in Taiwan weiter teurer werden, aber nicht mehr mit den zweistelligen Sprüngen aus dem ersten Halbjahr. Insgesamt sehen sich Retailkunden aber dennoch einer Preissteigerung von mehr als einem Drittel bei konfektionierten Systemen ausgesetzt, und Speicher jeder Art legte mitunter dreistellige prozentuale Sprünge hin.
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Quellen: UDN Group, Trendforce

Was würde die Menschheit nur ohne solche Spitzenprodukte machen ....?
Da mein PC dieses Jahr sein 8. Jahr vollendet bin ich sehr optimistisch, bestimmt noch bis zum vollen Jahrzehnt oder noch ein wenig drüber durchzuhalten. Das Einzige was eventuell mal sterben wird sind die SSDs ....
Damit bin ich hier doch dann richtig, ich meine mit extremer Hatdware ....
Oh freut Euch, es geht nun langsamer Bergauf, was für ein Hohn.