PC-Markt: Mehr ausgelieferte PCs im 2. Quartal durch Handelskrieg, Intel-Verbesserungen und Ende von Windows 7
Im zweiten Quartal des Jahres ist der globale PC-Markt gewachsen. Für das vorläufige Ende der Talfahrt zeichnen einerseits Intel und andererseits Microsoft verantwortlich. Die Top 3-Hersteller bleiben unverändert, aber dahinter ist Bewegung. Asus fällt aus den fünf größten Herstellern.
Die beiden Analysefirmen IDC und Gartner sind sich einig: Der PC-Markt ist im zweiten Quartal des Jahres im Plus. Wie hoch genau das Wachstum ausfällt, darüber herrscht allerdings Uneinigkeit. Gartner geht von 1,5 % aus, während IDC von knapp 5 % mehr verkaufter Computer spricht.
Big three und dann erstmal nichts
Den weltweiten PC-Markt teilen sich im Wesentlichen drei Firmen auf. Dabei verkaufen diese drei Anbieter zwei Drittel aller neuen Computer. Der chinesische Hersteller Lenovo hat dabei den Platz an der Sonne inne. Laut Gartner beträgt der Marktanteil im zweiten Quartal diesen Jahres 25 %. Das entspricht etwa 15,77 Millionen ausgelieferter Computer und somit 15,9 % mehr Absatz als vor einem Kalenderjahr. Auf Platz zwei folgt der amerikanische Konzern HP. Die knapp 14 Millionen PCs entsprechen etwa 22,2 % Anteil am gesamten Markt. Das Trio komplettiert das ebenfalls aus den USA stammende Unternehmen Dell. Das wieder von Firmengründer Michael Dell geführte Firma hat knapp 17 % Marktanteil und etwa 10,65 Millionen Computer verkauft.
Auf Platz vier folgt Apple, die jedoch nur 3,71 Millionen Macs an die Frau bzw. den Mann bringen konnten. Immerhin konnte der iPhone- und iPad-Erfinder somit den taiwanesischen Hersteller Acer überholen. Acer lieferte 14,4 % weniger Computer aus, als im letzten Jahr. Mit 3,4 Millionen Einheiten und noch 5,4 % Marktanteil bleibt so nur Platz 5. Jedoch konnte man die ebenfalls aus Taiwan stammende Firma Asus überholen, die nun nicht mehr zu den fünf größten PC-Herstellern der Welt gehört. So mussten die Netbook-Erfinder einen Rückgang um knapp 10 % hinnehmen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden im zweiten Quartal 2019 - laut Gartner - 62,97 Millionen PCs weltweit verkauft. Die Analysten von IDC hingegen sprechen von 64,86 Millionen PCs, die an Kunden in aller Welt geliefert wurden.
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Lieferung durch Intel und Handelszölle
Da Intel nun offenbar seine Lieferschwierigkeiten in Sachen Prozessoren überwunden hat, konnten auch mehr Computer mit den Chips ausgestattet werden. Da es ab Januar 2020 keinen offiziellen Support mehr für Windows 7 gibt, rüsten jetzt noch einige Unternehmenskunden auf das aktuelle Betriebssystem Windows 10 um und kaufen in diesem Zuge gleich neue Hardware. Wie der IDC-Analyst Jitesh Ubrani erklärt, sollen auch die von Donald Trump angedrohten Handelszölle zwischen China und den USA dafür gesorgt haben, dass mehr PCs gebaut wurden. Mit dieser Maßnahme wollen die Hersteller mehr Hardware im Umlauf haben, um möglichen Strafzöllen vorzubeugen.
Gartner und IDC zählen unterschiedlich
Beide Analyse-Firmen zählen unterschiedlich, daher kommen auch die verschiedenen Zahlen zu den ausgelieferten Geräten zustande. Bei Gartner zählen Desktop-PCs, Notebooks und ultramobile Premium-PCs wie das Surface 2-in-1-Gerät dazu. Bei IDC hingegen zählen neben Desktops und Notebooks nur noch Workstations dazu. Beide Firmen klammern sowohl Server als auch Slate-Tablets wie das iPad aus. Ebenso wenig zählen beide Unternehmen keine Chromebooks zu den veröffentlichten Zahlen.
Fakten zum PC-Markt im zweiten Quartal 2019:
- Sowohl Gartner als auch IDC sehen den globalen PC-Markt im zweiten Quartal 2019 im Aufwind.
- Zwei Drittel aller ausgelieferten PCs kommen von den großen drei Herstellern. Lenovo auf Platz 1, dahinter HP und Dell.
- Der taiwanesische Hersteller Asus ist aus den Top 5-Anbietern gefallen.
- Insgesamt wurden laut Gartner 62,97 Millionen PCs oder 64,86 Millionen PCs laut IDC ausgeliefert.
- Beide Analysefirmen zählen Desktop-PCs und Notebooks, jedoch rechnet nur Gartner auch sogenannte ultramobile Premium-PCs wie 2-in-1-Geräte wie das Surface Pro dazu. IDC hingegen berechnet nur Workstations dazu.
