Mehr als 10 Milliarden US-Dollar: AMD "eskaliert" in Taiwan
AMD pumpt mehr als 10 Milliarden US-Dollar in Taiwans (KI-)Ökosystem: Diese Rekordsumme fließt direkt in fortschrittliches Packaging und das KI-Rack "Helios" mit den kommenden Epyc-Prozessoren "Venice" und Instinct MI450X-Beschleunigern.
AMD-CEO Dr. Lisa Su hat heute, am 21. Mai 2026, im Vorfeld der Computex 2026 die bislang größte Einzelinvestition des US-Konzerns in Taiwan offiziell gemacht: Mehr als 10 Milliarden US-Dollar fließen über die kommenden Jahre in das taiwanesische KI- und Halbleiter-Ökosystem, um das fortschrittliche Packaging und damit die benötigte KI-Infrastruktur der nächsten Generation zu skalieren. Konkret geht es dabei um die Massenfertigung der 6. Generation der Epyc-CPUs ("Venice") sowie der KI-, HPC-, GPGPU- und Enterprise-Beschleuniger alias Instinct MI450 mit CDNA Next.
Jene beiden Chips, die ab dem zweiten Halbjahr 2026 das neue Helios-Rack mit Zen 6 ("Morpheus"), Zen 6c ("Monarch") und CDNA Next antreiben und dabei in gewaltigen "Multi-Gigawatt-Größenordnungen" ausgeliefert werden sollen, sind die wohl wichtigsten Produkte des US-Herstellers überhaupt und entscheidend im Zweikampf um das KI-Wettrüsten mit Nvidia Vera, Rubin und Rubin Ultra.
AMD geht aufs Ganze und attackiert Nvidia
Wer AMDs Enterprise-Roadmap der vergangenen Monate mitverfolgt hat, ahnt, was da gerade ins Rollen kommt: Die in unserer Berichterstattung zur Instinct-MI450-Serie und zum Helios-Verano-MI500-Fahrplan skizzierten Pläne werden jetzt mit einer zweistelligen Milliardensumme unterfüttert. AMD geht aufs Ganze.
Die AMD Instinct MI450 Series alias CDNA Next, welche von der Instinct MI455X angeführt wird, soll Nvidia Rubin ab dem zweiten Halbjahr das Fürchten lehren und "bei jeder Art von KI-Workload" führend sein. Hierfür sollen die Grafikprozessoren in einem neuen 2-nm-Prozess bei TSMC gefertigt werden. Nvidia wiederum kommt mit seiner 3-nm-Node erstmals ins Hintertreffen, während AMD erstmals "all-in" geht.
Die Instinct MI455X soll "der schnellste KI-Beschleuniger im Jahr 2026" sein, heißt es da ganz unverhohlen. AMD beansprucht die KI-Leistungskrone für sich und sieht sich dementsprechend auch gegenüber Nvidia Rubin im Vorteil.
Frontalangriff auf Nvidia: AMD will nicht zweiter Sieger sein
Mit der heutigen Ankündigung schiebt AMD den ohnehin schon ambitionierten Helios-Fahrplan in eine Größenordnung, die selbst Nvidia zum Schwitzen bringen dürfte. Die 10-Milliarden-Investition ist nicht nur Symbolpolitik vor der Computex, sondern die finanzielle Untermauerung eines Anspruchs, den Lisa Su seit zwölf Monaten in sämtlichen Keynotes wiederholt: AMD will bei KI nicht zweiter Sieger sein.
Wer sich erinnert: Auf dem letzten Financial Analyst Day hatte Su den adressierbaren Markt für KI-Beschleuniger und Server-CPUs auf über 1 Billion US-Dollar bis 2030 hochgeschraubt, das Datacenter-Segment lieferte zuletzt 5,8 Milliarden Dollar Quartalsumsatz (+57 % gegenüber dem Vorjahr).
AMD spricht im Juli über die (KI-)Zukunft
Im Rahmen der AMD Advancing AI 2026, die vom 22. bis 23. Juli in San Francisco stattfinden wird, spricht das US-Unternehmen über seine nächsten Mikroarchitekturen Zen 6 ("Morpheus"), Zen 6c ("Monarch") und CDNA 5 ("GFX125X") sowie die diversen neuen darauf basierenden Enterprise-Produkte der Serien Epyc 9006 ("Venice") und Instinct MI400 mit dem KI-Monster AMD Instinct MI455X an der Spitze.
Für Spieler und Enthusiasten ist die Meldung vor allem deshalb relevant, weil dieselbe Zen-6-Architektur, die "Venice" antreibt, im kommenden Jahr in die Ryzen-CPUs alias "Olympic Ridge" einzieht. Wer wissen will, was uns 2026/2027 von AMD erwartet, sollte Helios sehr genau im Auge behalten - die Datacenter-Strategie und der Consumer-Roadmap hängen enger zusammen als jemals zuvor.
Weitere spannende Informationen liefert die offizielle Pressemitteilung von AMD.
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Quelle: AMD

Deutschland hat 1,6Milliarden investiert im letzten Jahr.
Aber das errinnert mich immer so an diese Aleph Alpha Geschichte. Die 500 Millionen bekommen haben.
Zum Vergleich der Big Player, USA haben letztes Jahr 660 Milliarden US Dollar in KI investiert.
Will den Vergleich mit Chipherstellern da gar nicht ziehen.
Das machst du mal eben nicht von heute auf morgen.
An Taiwan kommen sie nicht drum herum, die ganze High Tech Industrie ist zu abhängig von den Ansässigen Spielern der Halbleiter Industrie. Wer nicht dort investiert der hat schon im Vorfeld verloren.
Also musst du quasi wirklich All in gehen und 10 Mrd. in Taiwan und 10 Mrd. in einem neuen Standort investieren. Das am besten gleichzeitig mit anderen Größen die man ja auch benötigt. Und so das es kostenschonend funktioniert. Ein Standort wie Deutschland wäre dabei sicherlich sofort raus. Zu hohe kosten. Das wiederum wäre erst attraktiv wenn der andere Standort ganz ausfällt. Also die Katze beißt sich regelrecht selbst in den Schwanz.
VR China wird sich freuen.