192 GiB RAM und 160 GiB VRAM: AMD Gorgon Halo ist offiziell

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192 GiB RAM und 160 GiB VRAM: AMD Gorgon Halo ist offiziell
Quelle: AMD

AMD hat den Ryzen AI Max+ 495 alias "Gorgon Halo" offiziell bestätigt. Die neue Halo-APU bringt bis zu 192 GiB RAM mit, von denen sich 160 GiB als VRAM deklarieren lassen - genug für 300-Milliarden-Parameter-LLMs auf einem x86-Chip.

AMD macht seine aktuell konkurrenzlosen Mega-APUs der Serie Ryzen AI Max(+) 300 alias "Strix Halo" noch stärker und wird mit Ryzen AI Max(+) 400 alias "Gorgon Halo" nicht nur noch mehr CPU- und GPU-Takt, sondern auch einen nochmals deutlich größeren Systemspeicher als "Unified Memory" für KI-Anwendungen bringen.

CPU, GPU und Systemspeicher erhalten mehr Takt

Einmal mehr soll es sich dabei um einen Refresh mit dezent höheren Taktfrequenzen für Zen 5 ("Nirvana") und RDNA 3.5 ("GFX115X") handeln. Während die insgesamt bis zu 16 Zen-5-Prozessorkerne jetzt von 5,1 auf 5,2 GHz beschleunigt werden, wird die integrierte Radeon 8065S mit ihren 40 Compute Units und 2.560 Shadereinheiten erstmals mit 3 GHz arbeiten. Dem verlötete LPDDR5X-Systemspeicher wird ein dementsprechend von 8.000 MT/s auf 8.533 MT/s erhöhten Takt spendiert.

AMD Ryzen AI 400 ("Gorgon Halo") mit 192 GiB RAM und 160 GiB VRAM. Quelle: AMD AMD Ryzen AI 400 ("Gorgon Halo") bietet jetzt mehr Takt, mehr Arbeits- und mehr Grafikspeicher. Während die Ryzen AI Max(+) 300 ("Strix Halo") maximal 128 GiB LPDDR5X-8000 unterstützen, werden die neuen Ryzen AI Max(+) 400 ("Gorgon Halo") insbesondere im Hinblick auf große Sprachmodelle mit noch mehr Systemspeicher für CPU und GPU ausgestattet werden. Bis zu 192 GiB LPDDR5X-8533 stehen bereit, was einen deklarierten Grafikspeicher ("VRAM") von bis zu 160 GiB ermöglicht.

300 Milliarden Parameter erstmals lokal auf x86-CPU

Damit ist die kommende Mega-APU laut AMD der erste x86-Client-Prozessor, der ein Sprachmodell mit über 300 Milliarden Parametern komplett lokal ausführen kann. Das war bislang exklusiv Apples Mac Studio mit dem hauseigenen M3 Ultra vorbehalten, welcher allerdings auf einer ARM64-Architektur basiert.

Schnellere NPU im selben Sockel

Während der Sockel FP11 unangetastet beleibt, wird der Neuralprozessor, die sogenannte NPU ("Neural Processing Unit"), von 50 auf 55 TOPS beschleunigt. Diese Vorgehensweise hatte AMD auch bei Gorgon Point angewandt. Mehr Takt, mehr Speicher, mehr TOPS: AMD adressiert klar das KI-Segment, das nach mehr Speicherkapazität für immer komplexere Sprachmodelle verlangt.

Das Portfolio von AMD Ryzen AI 400 ("Gorgon Halo") umfasst drei Modelle. Quelle: AMD Die AMD Ryzen AI 400 Series ("Gorgon Halo") setzt sich aus insgesamt drei Modellen zusammen.

AMDs Antwort auf Nvidias DGX Spark startet ab 3.999 US-Dollar

Parallel zur Vorstellung der Ryzen-AI-Max-400-Familie hat AMD seine eigene Dev-Box namens Ryzen AI Halo offiziell angekündigt. Das nur 15 × 15 × 4,3 Zentimeter kleine Mini-System wird ab Juni 2026 für 3.999 US-Dollar vorbestellbar sein - allerdings zunächst noch mit dem aktuellen AMD Ryzen AI Max+ 395 sowie 128 GiB LPDDR5X-8000. Die Gorgon Halo mit 192 GiB folgt im 3. Quartal.

AMD Ryzen AI Halo mit bis zu 192 GiB RAM und 160 GiB VRAM (3) Quelle: AMD AMD Ryzen AI Halo mit bis zu 192 GiB RAM und 160 GiB VRAM (2) Quelle: AMD

Nachfolgend die offizielle Ankündigung von Frank Azor und Jack Huynh auf X, welche ebenfalls den Speicherausbau und die KI-Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellen.

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Quelle: AMD

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Honhonkal Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Neo_01
        Definitiv, möchte auch schon lange meine eigene KI aufsetzen. Ohne tägliches Limit, Zensur und Abozwang.
        Kannst Du ja jetzt schon. Z.B. mit Ollama oder LM Studio zu starten ist echt trivial. Ist echt nur das jeweilig Programm runterladen und installieren, dann darüber ein Modell (oder mehrere) runterladen, und los geht es. Optimalerweise brauchst Du dann ja noch ein Web-Suche für RAG (sonst versagen die lokalen Modelle bei nischigeren Themen schnell), das macht es dann natürlich etwas komplexer. Wenn es auf einem System im LAN laufen soll kann ja auch zusätzlich sowas wie Open WebUI genutzt werden.

        Und bei Modellen wie gemma4:e4b oder qwen3.5:9b kann man ja schon mit einer GPU die 12 oder 16 GiB hat starten.
      • Von Honhonkal Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Neo_01
        Definitiv, möchte auch schon lange meine eigene KI aufsetzen. Ohne tägliches Limit, Zensur und Abozwang.
        Kannst Du ja jetzt schon. Z.B. mit Ollama oder LM Studio zu starten ist echt trivial. Ist echt nur das jeweilig Programm runterladen und installieren, dann darüber ein Modell (oder mehrere) runterladen, und los geht es. Optimalerweise brauchst Du dann ja noch ein Web-Suche für RAG (sonst versagen die lokalen Modelle bei nischigeren Themen schnell), das macht es dann natürlich etwas komplexer. Wenn es auf einem System im LAN laufen soll kann ja auch zusätzlich sowas wie Open WebUI genutzt werden.

        Und bei Modellen wie gemma4:e4b oder qwen3.5:9b kann man ja schon mit einer GPU die 12 oder 16 GiB hat starten.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von 4thVariety
        es fällt mir sehr schwer bei Apple von einer Krise zu sprechen, deren Aktie ist im letzten jahr um 50% gestiegen. Nennen wir es mal eine zwischenzeitliche Sortimentsanpassung vor einer Lieferkettenumstellung.

        Wenn Apple was nicht passt und ich gehe davon aus, dass die Situation bei ihren RAM Lieferanten Apple gerade gar nicht passt, dann hat Apple traditionell immer sehr hart reagiert. Man denke nur daran wie knallhart Motorola im Jahr 2006 als Lieferant rausgeflogen ist und wie kanllhart Intel hinterher bei Apple rausgefflogen ist. Das waren zwei fundamentale Architekturumstellungen innerhalb von 10 Jahren. Dagegen ist eine Umstellung der RAM Lieferkette ein leichtes. Ich nehme an, Apple wird das einfach wie CPUs in Zukunft selber machen.

        RAM den man nicht aufrüsten kann ist bei Apple nix neues. GPUs mit integriertem HBMA sind jenseits vom Consumerbereich fast schon Standard. Wenn Apple jetzt einen M6 oder M7 oder M8 anfängt zu entwerfen, dann werden das ein paar zusammengeklebte Chiplets sein und fertig. Einen Lieferanten für Steckmodule gibt es dann nicht mehr.

        Die ganze Hardwarephilosophie hätte sich dann seit Commodore Amiga auch einmal komplett iM krei gedreht. Wir hätten dann wieder (wie beim Amiga) den Chipram der etwas höhere Latenzen hat aber als Unified RAm auch dem Sound und Grafikchips zur verfügung steht und wenn, dann ergänzt der User halt ein paar Riegel, wenn er meint die zu brauchen. Amiga Rentner haben das früher FastRAM genannt, weil reine CPU Leistung mit diesem RAM schneller war als mit dem Chipram. DDR RAM und GDDR RAM verhalten sich auch exakt so.

        Muss Apple nur noch zurück auf 68000er Architektur gehen und wir hätten uns wirklich in 40 Jahren einmal im Kreis gedreht.
        Architektonisch und faktisch richtig, aber: das Problem ist wohl eher, dass da fast niemand mehr Apple im professionellen Bereich kauft.

        Deswegen auch die Einstellung des Mac Pro und ob es Sinn macht, dass da Apple überhaupt noch viel rumbastelt, steht auf einem anderen Blatt.

        Der Studio ersetzte ja den Pro - nur für wie lange halt. Aber da muss sich Apple Gedanken machen, nicht ich als nicht-Apple-User.

        Wenn ich zurück auf Motorola 68er-Architektur möchte, hole ich mir lieber einen meiner Restbestand-Amigas von Dachboden.
      • Von sentinel1 Software-Overclocker(in)
        Könnte mein neuer Linux Laptop werden.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von ThirdLife
        Wir reden hier ja immer noch von Dualchannel oder ?
        Wie gesagt, der Vorgänger kam schon mit 256 Bit, also quasi Quad-Channel.
        Zitat von ThirdLife
        Epyc ist was ? 8/12/16 Channel ?
        12-Channel ist aktuell wohl die Spitze.
      • Von ThirdLife Freizeitschrauber(in)
        Zitat von empy
        Was hat die Speicheranbindung mit dem Befehlssatz zu tun? Epyc-CPUs sind teilweise mit 768 Bit angebunden, die Plattform im Artikel dürfte analog zum Vorgänger auch schon mit immerhin 256 Bit arbeiten und DDR6 soll ja auch mit 96 Bit pro Modul angebunden sein. Ich wüsste auch nicht, warum man auf so einer Plattform nicht prinzipiell auch HBM nutzen können sollte.
        Ich würds bei der Plattform so einfach nicht erwarten. Hat nix spezifisch mit x86 zu tun, was ich meinte war eher, dass es unüblich ist hier eine solche Anbindung zu bieten. Wir reden hier ja immer noch von Dualchannel oder ? Epyc ist was ? 8/12/16 Channel ? Dass man da nicht mit einem 128 Bit Bus kommen kann dürfte klar sein.
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