DirectX: Microsoft setzt vermehrt auf offene Standards
Microsoft setzt mit DirectX zukünftig vermehrt auf offene Standards und wird in einem ersten Schritt die Implementierung von SPIR-V als Austauschformat für die Darstellung von Shader-Programmen vorantreiben.
Microsoft setzt mit DirectX 12 zukünftig ganz offensichtlich vermehrt auf offene Standards und wird in einem ersten Schritt die Implementierung von SPIR-V, einem von der für die quelloffene Vulkan-API federführenden Khronos Group entwickelten Zwischencode, als Austauschformat für die Darstellung von Shader-Programmen vorantreiben. Bisher kommt die DXIL ("DirectX Intermediate Language") als Austauschformat zum Einsatz, was sich zukünftig jedoch ändern wird. Die Richtlinienentscheidung für SPIR-V wird als wegweisend angesehen.
Microsoft und die Khronos Group arbeiten zusammen
Der Grund für den Übergang von DXIL zu SPIR-V ist einfach: Die Hauptakteure der Branche wie Intel, AMD und Qualcomm, die sich allesamt auch an der Khronos Group beteiligen, nutzen das Format für ihre jeweiligen Programme; daher ist es nur sinnvoll, dass Microsoft hier aufspringt, was eine universellere Kompatibilität ermöglicht, wie das Unternehmen aus Redmond auf dem DirectX Developer Blog erklärt.
Microsoft sagt, dass sein Team für HLSL ("High-Level Shader Language") mit den Initiatoren von SPIR-V, der Khronos Group, zusammenarbeiten werde, um den frühen Entwicklungsprozess einzuleiten.
Wenn wir in die Zukunft blicken, steht die Aufrechterhaltung eines proprietären Formats unserem Engagement für offene Technologien entgegen, sodass das Shader Model 7.0 letztlich SPIR-V als Austauschformat übernehmen wird. - Microsoft -
Diese Änderung dürfte es für Spielerentwickler deutlich vereinfachen, ihre Spiele auch für Linux zu entwickeln und/oder die Proton-API noch besser zu nutzen. Auch die Einführung von neuen Innovationen und GPU-API-Funktionen dürfte sich damit erheblich beschleunigen, wovon Spieler auf allen Plattformen profitieren.