Windows 11: Die wichtigsten Änderungen an der Benutzeroberfläche
Microsoft hat bei Windows 11 die Benutzeroberfläche im Vergleich zu Windows 10 modernisiert. Wir fassen die größten Änderungen zusammen.
Wie wir berichtet haben, ist nun Windows 11 offiziell von Microsoft vorgestellt worden. Zu den Neuerungen zählen ein geändertes Startmenü, welches ohne Live-Kacheln daherkommt, aber einen Bereich mit zuletzt geöffneten Programmen enthält. Windows 11 soll im November für Nutzer von Windows 10 als kostenloses Upgrade veröffentlicht werden und bis mindestens zum Jahr 2030 mit Updates versorgt werden. Neben dem Startmenü gibt es aber noch weitere Neuerungen auf der Benutzeroberfläche von Windows 11.
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Neues Startmenü und Windows-Widgets
Wie auch schon in einer geleakten Build zu sehen war, gibt es in Windows 11 ein neues Startmenü in Anlehnung an das Design des mittlerweile eingestellten Windows 10X, welches wahlweise linksbündig oder zentriert auf der Taskleiste platziert ist und neben angepinnten Programmen auch empfohlene und zuletzt benutzte Apps anzeigt. Zudem enthält das neue Startmenü eine Suchleiste, sodass man sowohl auf dem lokalen PC, als auch beim Cloudspeicher Onedrive und im Internet suchen kann.
Quelle: Microsoft
Neues Startmenü in Windows 11
Quelle: Microsoft
Neuer Widget-Bereich in Windows 11
In der Taskleiste gibt es ein neues Symbol, welches den Widget-Bereich öffnet. Falls man einen Touchscreen hat, kann man mit einem Wisch vom linken Bildschirmrand nach innen den Widget-Bereich öffnen. Standardmäßig werden hier Windows-Widgets wie der Wetterbericht und Nachrichten von MSN angezeigt, die beliebig angeordnet werden können. In Zukunft können aber auch Drittanbieter eigene Widgets entwerfen und zum Download anbieten. Hierbei kann von den Entwicklern ein Spenden-Button eingebaut werden, sodass Nutzer eine monetäre Spende tätigen können, wenn ihnen etwa das Widget gefällt und sie die Schöpfer unterstützen wollen. Zudem wird mittels eines Symbols auf der Taskleiste optional Microsoft Teams integriert, sodass man etwa direkt auf Nachrichten antworten kann, ohne die Teams-App offen zu haben. Die Position der Taskleiste lässt sich leider nicht mehr verändern und bleibt immer am unteren Bildschirmrand.
Snap-Assist erlaubt mehrere Fenstervarianten
Für eine individuellere Verwaltung der geöffneten Programmfenster beinhaltet Windows 11 neue Presets, um Fenster neben- oder übereinander auf einem Bildschirm darstellen zu können. Hierbei orientiert sich Microsoft offenbar an den Möglichkeiten der kostenlosen Microsoft Powertoys. Um den neuen Snap-Assist nutzen zu können und somit drei oder mehr Fenster parallel auf dem Monitor anzeigen zu können, braucht man einen Bildschirm mit mindestens 1.920 Pixeln in der Breite, als zum Beispiel mit Full-HD-Auflösung. Die Fensterorientierung passt sich automatisch an die Ausrichtung des Bildschirms an. Wenn man etwa das Display horizontal nutzt, werden die Programme automatisch untereinander angezeigt. Zudem merkt sich Windows 11 automatisch die eingestellten Fenstergrößen, wenn man bei einem Multi-Monitor-Setup einen Monitor abschließt und passt die Skalierung an.
Neben dem der neuen Fensterverwaltung bekommen auch die Kontextmenüs eine optische Überarbeitung und sollen beispielsweise besser skalieren. Um Menschen mit Beeinträchtigung die PC-Bedienung zu erleichtern, verfügt Windows 11 über erweiterte Einstellungen zur Barrierefreiheit. So gibt es etwa einen Farbfilter, der zum Beispiel bei einer Rot-Grün-Schwäche hilft. Zudem wurde der Reaktionsbereich bei der Touch-Bedienung vergrößert, sodass man auch leicht neben ein offenes Programmfenster tippen kann, um die Größe mit dem Finger zu verändern.
Diese Funktionen gibt es in Windows 11 nicht mehr
In Windows 11 wird man sich auch von einigen bisher enthaltenen Funktionen verabschieden müssen. So ist die "hilfreiche" Cortana-Stimme kein Ärgernis mehr bei der Installation, stattdessen ist sie nur noch eine App. Statt Skype mit der "Meet Now"-Funktion und dem Kontakte-Symbol in der Taskleiste findet künftig dort ein Symbol für Microsoft Teams seinen Platz. Wer Microsoft Teams nicht benötigt kann dies deinstallieren und wieder Skype installieren. Die UWP-App zu Microsoft Onenote wird ebenfalls nicht mehr bei einer Neuinstallation von Windows 11 enthalten sein. Es gibt keine Live-Kacheln mehr in Windows 11. Zwar gibt es keine Zeitleiste mehr im kommenden Windows, doch offeriert der Web-Browser Microsoft Edge, sowie das neue Startmenü eine ähnliche Funktion, um zu sehen, welche Webseiten/Apps man zuletzt auf diesem PC geöffnet hatte.
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Einen eigenen Tablet-Modus bietet Windows 11 nicht mehr an, vielmehr merkt das Betriebssystem künftig selbständig, ob man eine physische Tastatur an einen PC mit Touchscreen angeschlossen hat und benutzt oder ob man lieber den Bildschirm berühren will. Die Taskleiste kann bei Windows 11 nur noch am unteren Bildschirmrand positioniert werden, alle anderen Orte gibt es nicht mehr zur Auswahl. Zudem können keinerlei Programme genutzt werden, die die Taskleiste um Suchleisten und andere Dinge verändern oder anpassen. Das Hintergrundbild wird nicht mehr über verschiedene PCs synchronisiert, wenn man bei allen Computern mit dem gleichen Microsoft-Konto angemeldet ist. Im Sperrbildschirm werden künftig keinerlei Statusinformationen wie ungelesene E-Mails angezeigt. Der Mathematik-Eingabebereich ist nicht mehr vorinstalliert und muss direkt aus dem Microsoft Store heruntergeladen werden, wenn man diesen verwenden will. Zwar kann man das bisherige Snipping Tool von Microsoft noch benutzen, jedoch wird beim Start darauf hingewiesen, dass es eine neuere, vorinstallierte Version namens "Ausschneiden und Skizzieren" gibt. Verabschieden müssen sich Nutzer von Windows 11 auch vom altehrwürdigen Internet Explorer, stattdessen gibt es nur noch einen IE-Modus im vorinstallierten Microsoft Edge auf Basis des Google Chrome.
Ebenfalls lesenswert: Windows 11: Kostenloses Upgrade, Systemanforderungen, Testversion kommende Woche
Sammlung zu neuen und zu entfernten Funktionen in Windows 11:
- Microsoft verändert in Windows 11 an einigen Stellen die Benutzeroberfläche. So gibt es etwa ein neues Startmenü mit angepinnten Programmen und empfohlenen, zuletzt benutzte Apps, aber ohne Live-Kacheln.
- In der Taskleiste gibt es ein neues Symbol, welches den Widget-Bereich öffnet, damit man sich Widgets mit Informationen anzeigen lassen kann.
- Zudem gibt es neu gestaltete Kontextmenüs und eine optimierte Fensterverwaltung.
Quellen: Microsoft (1), Microsoft (2)

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Aber wie immer gilt, das die kleinste Gruppe die lautesten Schreier sind und am Ende sich dann doch für das neue Windows entscheiden. Dass das euch nicht langsam peinlich wird... ?
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MS hat ein an der Waffel.