Windows 11: Microsoft erklärt endlich das Update-Namens-Chaos
B-, C- und D-Release, LCU, Vorschau- oder Sicherheitsupdate: Microsoft verwendet für Windows-Aktualisierungen zahlreiche Begriffe. Nun erklärt der Hersteller, was tatsächlich dahintersteckt.
Wer sich näher mit Windows-Updates beschäftigt, stößt schnell auf eine ganze Reihe unterschiedlicher Bezeichnungen. Microsoft spricht unter anderem von B-Releases, Qualitätsupdates, Sicherheitsupdates, monatlichen kumulativen Updates und Latest Cumulative Updates, kurz LCU. Hinzu kommen C- und D-Releases, Vorschau-Updates und sogenannte Out-of-Band-Aktualisierungen.
Dabei beschreiben einige dieser Begriffe im Grunde dasselbe Paket. Microsoft will deshalb nun klarer erklären, welche Update-Arten es gibt und was jeweils darin steckt. In einem Beitrag im Windows IT Pro Blog räumt der Hersteller zumindest indirekt ein, dass die bisherige Terminologie nicht sonderlich übersichtlich ist. Mehrere Bezeichnungen würden häufig austauschbar verwendet.
B-Release, LCU und Sicherheitsupdate meinen meist dasselbe
Das wichtigste monatliche Windows-Update erscheint weiterhin am zweiten Dienstag eines Monats. Der Termin ist vor allem als Patch Tuesday bekannt. Microsoft bezeichnet das Paket offiziell als monatliches Sicherheitsupdate.
Gleichzeitig tauchen dafür noch weitere Namen auf. Dazu gehören B-Release, Qualitätsupdate, monatliches kumulatives Update und Latest Cumulative Update. Das Kürzel B bezieht sich auf die zweite Woche des Monats. Inhaltlich handelt es sich in diesem Zusammenhang üblicherweise um das reguläre Sicherheitsupdate.
Dieses Paket enthält die aktuellen Sicherheitskorrekturen, Fehlerbehebungen und die Änderungen vorheriger Aktualisierungen. "Kumulativ" bedeutet, dass nicht erst mehrere ältere Updates einzeln installiert werden müssen. Mit dem aktuellen Paket wird das System auf den neuesten enthaltenen Stand gebracht.
Aus C- und D-Releases werden verständlichere Vorschau-Updates
Noch unübersichtlicher waren aber bislang die Bezeichnungen C- und D-Release. Die Buchstaben standen nicht für unterschiedliche technische Kategorien, sondern für den üblichen Veröffentlichungstermin in der dritten oder vierten Woche eines Monats. Microsoft will diese Namen künftig weniger verwenden. Stattdessen sollen die Pakete als optionale, nicht sicherheitsrelevante Vorschau-Updates bezeichnet werden. In Windows Update erscheinen sie nach einem einheitlicheren Schema mit Jahr, Monat, KB-Nummer und Buildnummer.
OOB-Updates halten sich an keinen festen Termin
Eine weitere Kategorie sind Out-of-Band-Updates, kurz OOB. Diese Aktualisierungen erscheinen außerhalb des regulären Zeitplans. Microsoft veröffentlicht sie, wenn eine dringende Sicherheitslücke oder ein schwerwiegender Fehler nicht bis zum nächsten Patch Tuesday warten soll. Auch OOB-Updates sind meist kumulativ. Sie enthalten neben der neuen Korrektur den Stand vorheriger Aktualisierungen.
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Quelle: Microsoft [1], [2], Windows Latest
