Peltier-Elemente in Wasserkühlern: der8auer über die Vor- und Nachteile
Roman "der8auer" Hartung hat sich mit der Sinnhaftigkeit von Peltier-Elementen in Wasserkühlungen beschäftigt. Sie stellen ein elektronisches Bauteil dar, das Leistung aufnimmt, dafür aber Kälte entzieht. In speziellen Anwendungsszenarien können sie die Kühlleistung entscheidend verbessern, allerdings hat das seine Kosten.
Peltier-Elemente erfuhren vergangenes Jahrzehnt im PC-Hardware-Bereich noch einen Hype, weil sie das Potenzial haben, die Kühlleistung zu verbessern. Im Grunde genommen können sie durch die Zufuhr von Leistung Wärme entziehen. Die obere Seite erwärmt sich, die untere kühlt ab - je nach Aufbau mehr oder weniger deutlich unter die Raumtemperatur. Die Probleme sind jedoch schnell ausgemacht: Das Peltier-Element muss gut gekühlt werden, um effektiv zu funktionieren. Es nimmt die Abwärme des Siliziumchips auf und erzeugt zusätzlich seine eigene. Unter anderem deswegen scheiterte Cooler Master mit dem wahrscheinlich bekanntesten Peltier-Projekt, dem V10-CPU-Kühler.
Wasserkühler mit Peltier-Element als Prototyp
In einem Video greift der8auer das ganze Thema neu auf. Er hat bereits vor Jahren einen Prototyp gebaut, der aus einem CPU-Wasserkühler samt Peltier-Element und einer Einheit aus Controller sowie Stromzufuhr besteht, anhand dessen er die Vor- und Nachteile aufzeigt. Aufgrund der Problematik um die zusätzliche Leistungsaufnahme empfiehlt er direkt einen Wasserkreislauf mit ordentlich Kühlfläche - bei einem Core i7-8700K mit einem 360 Watt starken Peltier-Element (bei der anzustrebenden 50-prozentigen Auslastung effektiv 180 Watt stark) müssen immerhin 280 Watt und mehr abgeführt werden. Der8auer nutzt im Testaufbau zwei 360-mm-Radiatoren.
Weil die Wärmeverteilung der Keramikoberfläche schlecht ist, sollte ein Pertier-Element nicht direkt auf die CPU unter einen Kühler gelegt werden. Bei einem selbstgebauten Wasserkühler kommt eine dicke Kupferbodenplatte zum Einsatz, welche die Abwärme auf das größere Pertier-Element darüber verteilt. Eine zweite Kupferplatte sitzt wiederum über dem Pertier-Element und kühlt dieses mit dem durchfließenden Wasser.
Eine Verbesserung der Kühlleistung ergibt sich aus der Möglichkeit, die Raumtemperatur unterschreiten zu können. Bei wenigen Grad Celsius bildet sich noch kein unerwünschtes Kondenswasser in nennenswerten Mengen. Bei 20 °C Raumtemperatur hat der8auer den Controller so eingestellt, dass das Peltier-Element bis zu 16 °C kalt werden darf, was in der Praxis kurzzeitig in bis zu 13 °C resultiert. Die paar Grad Celsius helfen, den Core i7-8700K jenseits der 5,0 GHz stabiler betreiben zu können. Dafür nehmen Nutzer die höhere Leistungsaufnahme und den erhöhten Platzbedarf für die Kühlfläche in Kauf.
Mora ist doch langweilig. Radiator eines Splitklimagerätes (Aussenteil) samt Ventilator und Gehäuse alles andere wurde entfernt. 750*500mm Radiatorfläche
War neu und nicht mit Kältemittel befüllt.
Hatte so zeitweise 2 CPU,s und 2 GPU,s gekühlt. Und nicht mal im Sommer war mein Wasser über 33°
Wenn schon basteln dann richtig!
Aber diese Peltier Elemente muss ich mal testen.
Da gehen bestimmt noch paar gute Ergebnisse im GHz Club.
Winter is coming
Gruss Hase
@micha34
Der Gewinner der aktuellen "Höllenmaschine", da hat der Roman diese Kühlung verbaut, wird sich sicher freuen. Aber ich glaube, in der Regel werden diese nutzlosen "Höllenmaschinen" sowie so vom Gewinner zerlegt und verkauft.
Peltier Kühlung ist ineffizient und Leistungsschwach.
Ich habe diese Kühlung in einer Wärmebildkamera.Stirling Kühler sind da deutlich besser.
Aber für PC Kühlung ist sowas auch absolut indiskutabel.
Beim Peltier verschwindet auch nicht einfach die Wärme sondern muss ebenso irgendwie noch abgeführt werden.Da wirds zu der Leistungsschwäche noch zusätzlich ziemlich unpraktisch.
Nicht wirklich, ich bleib bei meinen zwei 7301. Du weißt ja warum
@amdahl
Interesse an einem kaum genutzten Epyc 7551P inkl. MB?