Antivirenprogramme: Norton übernimmt Avast und Avira
Das amerikanische Unternehmen Nortonlifelock übernimmt für 8,6 Milliarden US-Dollar den Sicherheitssoftware-Hersteller Avast, nachdem man sich bereits den deutschen Anbieter Avira einverleibt hatte.
Vor einiger Zeit sorgte das tschechische Unternehmen Avast für negative Schlagzeilen als bekannt wurde, dass das Unternehmen über die mittlerweile geschlossene Tochterfirma Jumpshot viel Geld durch den Verkauf von Nutzerdaten eingesammelt hatte. Nun steht Avast wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Das amerikanische Unternehmen Nortonlifelock übernimmt den Konkurrenten für Antivirensoftware Avast für 8,6 Milliarden US-Dollar. So hat der Konzern nun Firmensitze in Tempe im US-Bundesstaat Arizona und in Prag, Tschechien.
Antivirenprogramm-Hersteller - Norton, GData und Kaspersky als Bigplayer
Neben Avast/AVG gehört zu Nortonlifelock auch das deutsche Unternehmen Avira. Im April 2020 wurde bekannt, dass das 1986 am Bodensee in Tettnang gegründete Softwareunternehmen von der Investoren-Gruppe Investcorp aus Bahrain übernommen wurde. Die Investoren-Gruppe Investcorp kommt aus dem Königreich Bahrain und ist als Investmentverwalter bekannt. Am 07. Dezember 2020 übernahm Norton das Unternehmen Avira.
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Die gesamte Branche der Antivirenprogramme konsolidiert sich mit diesen Übernahmen weiter. So gibt es jetzt - gemessen an den Nutzerzahlen - die drei Branchengrößen Norton aus den USA, das deutsche Unternehmen GData und Kaspersky aus Russland. GData kommt aus Bochum, ist seit dem Jahr 2015 exklusiver Partner der Microsoft Cloud und nutzt neben der eigens entwickelten Virenscan-Engine Closegap auch die Engine des rumänischen Unternehmens Bitdefender. Die Besonderheit vom russischen Unternehmen Kaspersky ist, dass man - laut eigenen Angaben - seit dem Jahr 2018 die Daten der meisten Weltregionen in der Schweiz speichert.
Drittanbieter-Antivirenprogramm sollen "Schlangenöl" sein
Einige Experten halten die Drittanbieter-Antivirenprogramme am PC für überflüssig, weil es den integrierten Microsoft Windows Defender gibt, der seit der Betriebssystemversion Windows 8 oder neuer u.a. ein Antivirenprogramm ist und jeden aktuellen Windows-PC schützt. Schließlich sorgen die Programme von Norton, GData, Kaspersky & Co. oftmals für Probleme bei Betriebssystem- und Software-Updates, da sich Antivirenprogramme tief ins Betriebssystem eingraben müssen, um effektiv ihre Arbeit verrichten zu können. Ein direkt vom Betriebssystemhersteller mitgeliefertes Antivirenprogramm dagegen ist besser auf das OS abgestimmt und sollte für weniger Probleme sorgen.
Einige Sicherheitsforscher von Google bezeichnen in einer Studie die (kostenpflichtigen) Antivirenprogramme von Norton, GData, Kaspersky & Co. als "Schlangenöl", da sie zwar viel Sicherheit versprechen, aber keinerlei nachweisbaren Effekt besitzen. In die gleiche Kerbe schlägt Tavis Ormandy, der in Googles Project Zero arbeitet. So haben zahlreiche bekannte, kostenpflichtige Antivirenprogramme selbst teilweise gravierende Sicherheitslücken, die vermeidbar sind. Keine einzige teure Sicherheitssoftware nutzt eine Sandbox zum Schutz des PCs und der Nutzerdaten oder Mechanismen zur Speicherrandomisierung.
Ebenfalls lesenswert: Bericht: Avast verdient Millionen mit dem Verkauf von Nutzerdaten
Sammlung zu Norton Internet Security:
- Der amerikanische Hersteller von Sicherheitssoftware Nortonlifelock hat bekannt gegeben, den tschechischen Konkurrenten Avast für 8,6 Milliarden US-Dollar zu übernehmen.
- So gehört zu Norton nun neben dem deutschen Unternehmen Avira auch Avast/AVG.
- Avira wurde im April 2020 zunächst von Investcorp aus dem Königreich Bahrain übernommen und gehört seit Dezember 2020 zu Nortonlifelock.
Quellen: Businesswire, Nortonlifelock, Google (1), Google (2), Drwindows

Er ist z.B. sehr stark abhängig davon auf das Internet zugreifen zu können, sobald ein PC offline ist und die Cloud nicht erreicht werden kann sinkt die Erkennungsrate beachtlich ab.
Dazu kommt dass der Ransomware Schutz auch nicht sehr gut ist, viele Aktiviäten immer noch nicht mitbekommt und zusätzlich nur Windows Benutzer Ordner wie "Dokumente" schützt, speichert man seine Daten woanders, greift der Ransomwareschutz einfach mal gar nicht, insofern er denn überhaupt vorher gegriffen hätte...
Das finde ich sind schon ziemlich eklatante Schwächen.
Kannst ja mal in dem Channel von dem Typen von dem ich das Video gepostet habe reinschauen, da gibts auch ein Video wo er genau das testet, also den Defender gegen Malware und Ransomware antreten lässt.
Danach fühlt man sich nicht mehr so wohl "nur" mit dem Defender...
Aber die Loginversuche hatte ich mir noch nicht näher angeguckt.
Die meisten Menschen habe keine Ahnung und da reicht doch eine Verschlüsselung.
Außerdem ist man für Hacker sowieso nicht interessant.
Wer allerdings sein WLAN Heimnetz nicht absichert ist selber Schuld. Da kann dann jeder Hans & Franz rein.
Und auch Mißbrauch betreiben.