Virtual Reality: Chef der Facebook Reality Labs äußert sich zur Zukunft von VR und AR
Wie steht es um die Zukunft von Virtual Reality und Augmented Reality? Michael Abrash, Chef der Facebook Reality Labs, äußert seine Gedanken zum Thema. AR wird in seinen Augen noch lange brauchen. VR ist da schon etwas weiter, doch auch hier wird vor dem großen Durchbruch noch einige Zeit ins Land gehen.
Mit dem Aufkauf von Oculus im Jahre 2014 stieg Facebook in den Markt für Virtual Reality ein. Seitdem hat sich vieles getan. Der VR-Markt ist zwar immer noch überschaubar, doch er wächst und die Prognosen stehen positiv. Einen ebenso positiven Blick auf die Entwicklung von VR teilt auch der Chef der Facebook Reality Labs Michael Abrash.
Gerade wenn es um die eigenen Produkte geht, äußert er sich mehr als selbstbewusst. Wenn ein Unternehmen die nächste Generation an VR-Headsets auf den Markt bringt, dann Facebook, heißt es von ihm. Pessimistischer sieht Abrash der Augmented Reality (AR) entgegen. Vorstöße mit AR-Brillen gab es zwar schon, wirklich tauglich für den Alltagsgebrauch von Konsumenten seien die in seinen Augen jedoch erst in 5 bis 10 Jahren.
Augmented-Reality-Brillen müssen intuitiv und unbemerkt funktionieren
Vor 2030, so die Meinung von Abrash, werde es auch keine größere Verbreitung geben, denn bei AR-Brillen seien noch viele Baustellen offen. Bei Display-Technologie, Gewicht, Akkulaufzeiten und Bedienung müssen bei aktuellen Geräten noch zu viele Kompromisse eingegangen werden. Am Ende müsse eine AR-Brille so unbemerkt und intuitiv wie das Gehirn funktionieren.
Sollte dies erreicht werden und die technischen Hürden genommen sein, dann können AR-Brillen die Smartphones ablösen. Um bloße Fantasie handle es sich nicht. Wie Abrash anmerkt, sei er mit seinen Gedanken nicht allein. Auch andere Unternehmen haben das gleiche Verständnis von AR-Brillen.
Michael Abrash über VR: "Kein Unternehmen hat ansatzweise so viel investiert wie wir"
Beim Thema VR geht es nur beiläufig in die Zukunft. Vielmehr steht der Wettbewerb innerhalb des Virtual-Reality-Markts im Fokus. Laut Abrash habe kein Unternehmen mehr in diese Technologie investiert als Facebook. Gerade deshalb könne die nächste Generation an VR-Headsets nur aus dem eigenen Hause stammen.
"Kein Unternehmen hat ansatzweise so viel investiert wie wir. Wenn die nächste VR-Generation auftaucht, dann, weil wir sie gemacht haben. Ich sehe keinen anderen Weg. Ich bin tatsächlich sehr beeindruckt mit [Facebook CEO Mark Zuckerberg] und Facebooks großer Hingabe und Glauben an VR. Jeder sieht, dass AR eines Tages das Telefon ersetzt. Ich denke, dass VR mindestens so wichtig wie AR sein wird. AR kann das Smartphone ersetzen, doch VR kann den eigenen Personal Computer ersetzen."
Wann es soweit sein wird, will Abrash noch nicht einschätzen. Erst zeigt sich in diesem Punkt deutlich vorsichtiger. In nächster Zeit werde es nicht dazu kommen, heißt es von ihm. Bahnbrechende Technologien in Produkten zu verwandeln, fügt er hinzu, sei "einfach schwer".
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Wie uploadvr.com, die die Gesprächsausschnitte aus dem Interview mit The Information veröffentlichten, anmerkt, kontrollier Facebook derzeit 50 Prozent des VR-Marktes. Dabei bezieht man sich auf die Daten der jüngsten Steam-Hardware-Umfrage. Die sind bekanntlich nicht zwingend repräsentativ und vermitteln nur einen ungefähren Eindruck. Außen vor bleiben dabei etwa Daten zu Standalone-VR-Headsets sowie Nutzer, die Steam nicht verwenden.

PC Gaming ist jedoch verglichen mit Konsolen Gaming eine Nische. Gefällt mir auch nicht so besonders, jedoch verschließe ich nicht meine Augen davor./QUOTE]PC-Spiele machen mehr Umsatz als alle Konsolen zusammen, das ist alles, nur keine Nische.
"kontrollier Facebook derzeit 50 Prozent des VR-Marktes"
Wenn man den größten Gaming Markt, die Konsolen, komplett ignoriert, kommt das vielleicht so hin.
PC Gaming ist jedoch verglichen mit Konsolen Gaming eine Nische. Gefällt mir auch nicht so besonders, jedoch verschließe ich nicht meine Augen davor.
Auf den Gesamtmarkt des Gaming gesehen sieht auch die VR Wirklichkeit ein wenig anders aus. So hat Sony hat z.B. mehr VR Brillen verkauft, als alle anderen Zusammen.
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(Da das Thema Spiele ist, betrachte ich hier ausschließlich VR Brillen mit 6DOF Tracking).
Und ob Oculus wirklich am meisten investiert hat (Ausgaben für Hardware und Content betrachtet) wage ich auch in Frage zu stellen.
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Selbst in chilligeren Games ist der Spieler ständig in Bewegung:
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Und wenn ich mir sowas anschaue, dann hat das für mich rein gar nichts mehr mit gemütlichem Zocken zu tun, wie ich es gerne betreibe. Wenn es jemand mag in Games mit dem vollen Körpereinsatz dabei zu sein, dann soll er das machen. Für mich ist das aber nichts. Genauso wenig, wie das hier bereits dargelegte Abschotten von der Realität.
Es geht ja nicht nur ums hinstellen oder hinsetzen. Wobei das Room-Tracking im Sitzen natürlich nicht wirklich Spaß macht, wenn man nicht laufen kann.
Es geht mehr drum, dass du dir ne fette Brille aufsetzen musst, welche dich vom Rest der Welt abschottet. Du kannst dich dann nicht mehr nebenbei mit jemanden unterhalten, merkst nicht mehr wenn es an der Tür klingelt, kannst nebenbei keine Tüte Chips futtern oder Fernseh schauen. Es ist anstrengend für Kopf und Augen, weil du nicht den Abstand und die Schärfe wie vor nem normalen Monitor hast.
Das sind zumindest für mich die Gründe, warum es immer nur eine Ergänzung bleiben wird und zumindest die aktuelle Technik nicht der Standard für Gaming der breiten Masse wird.