AMD Vega 20: Unterstützung im Linux-Treiber [Update]
AMD hat einen Linux-Commit veröffentlicht, mit dem der Radeon-Treiber die Erkennung von PCI-Express 4.0 beigebracht bekommen soll. An und für sich ist das nichts Atemberaubendes, es zeigt jedoch, dass AMD bereits an der Software-Seite von PCI-E 4.0 arbeitet. Gerüchten zufolge soll Vega 20 in 7 nm den neuen Standard unterstützen.
Update vom 13.07.18:
Wie die Webseite phoronix.com entdeckt hat, unterstützt AMD im RadeonSI-Gallium3D-Treiber für Linux inzwischen offiziell die Vega-20-GPU. Interessant ist der Vermerk der Grafik-IP GFX 906, welche die Implementierung der Compute Units mitsamt ihrer Shader exklusive der weiteren Videobestandteile beschreibt. Vega 10 basiert noch auf GFX 902, der oftmals genannte, aber nicht weiter bekannte Vega 12 auf GFX 904. Gerüchten zufolge soll Vega 20 unter anderem FP64-Berechnungen mit doppelter Genauigkeit in einer 1:2-Rate (FP64:FP32) beherrschen.
Originalartikel vom 30.06.18:
Im Herbst 2017 hat die PCI-SIG (Peripheral Component Interconnect Special Interest Group) die PCI-Express-Spezifikation der Version 4.0 finalisiert und veröffentlicht. Der erste Grafikchip, der den neuen Standard mit verdoppelter Bandbreite nutzt, könnte AMDs Vega -GPU in 7 nm darstellen - Gerüchten zufolge höre sie auf den Namen Vega 20. Die Gerüchteküche ließ schon im September 2016 verlauten, dass die AMD-GPU PCI-Express 4.0 unterstützen werde. Bislang wurden noch keine Teile aus den Leaks widerlegt, vielmehr bestätigt sich immer mehr, so zum Beispiel das 4.096 Bit breite Speicher-Interface mit vier HBM2-Stacks.
Einen Hinweis, dass AMD zumindest an der Software-seitigen Unterstützung für PCI-Express 4.0 arbeitet, liefert ein Commit für den Linux-Radeon-Treiber. Das Update sorgt dafür, dass der Treiber die Unterstützung für PCI-Express 4.0 erkennt und entsprechend anzeigt. Vielerorts wird das als Zeichen aufgefasst, dass AMD intern mit dem neuen Standard arbeitet. Vega 20 soll immerhin schon als Radeon-Instinct-Vorserienmuster an Partner verschickt worden sein und bis zum Jahresende veröffentlicht werden - zeitlich würde das also alles passen.
Bisher unterstützen lediglich die ersten Power-9-Systeme von IBM die höheren Übertragungsraten durch PCI-Express 4.0. AMD soll den Standard CPU -seitig angeblich mit Zen 2 einführen, wobei es dafür auch neue Mainboards brauchen wird. Intern sollen bereits Epyc-Systeme mit Zen-2-Mikroarchitektur laufen. Früheren Leaks zufolge sollen Zen-2-CPUs und Vega 20 alternativ auch über xGMI, sprich Infinity Fabric, miteinander kommunizieren können.

Ich habe selbst mehrfach erlebt, wie Leute, die rational beraten wurden, am Ende unbedingt die Nvidia-Karte wollten. Obwohl die Treiber meiner Meinung nach nicht nur auf Linux bei AMD deutlich besser sind, und obwohl z.B. eine RX 580 in jeglichem Hinblick die bessere Hardware als die GTX 1060 ist.
Es hängt mit dem Unterbewusstsein zusammen und der, der es dann entscheidet, kann selbst nichts dafür, dass er gefühlsmäßig Nvidia besser findet als AMD. Das wurde ihm so durch Werbung ("The way it's meant to be played und so weiter") anerzogen.
Hier schreiben ja sehr viele AMD als GraKa Hersteller ab und kaufen nahezu aus Prinzip Nvidia. AMD Käufer werden oft belächelt (um es vorsichtig auszudrücken) und es wird gerne behauptet, dass es keinerlei Argumente für AMD gäbe...
Hier ist ein Punkt, der AMD für einige eben doch zum besseren Kauf macht. Die Nvidia Treiber unter Linux sind eine echte Zumutung! AMD hat hier in den letzten Jahren wirklich gute Arbeit geleistet bzw unterstützt indem die freien Treiber nachhaltig verbessert wurden. Nvidia macht hier einfach einen Scheiß Job, das Linus Zitat dazu kennt, denke ich jeder.
Neben den besseren Treibern kommt eben auch dazu, dass viele Linux Nutzer einen Faible für offene Treiber und Standards haben. Das ist eben dann für den einen oder anderen ein Zusatzargument
Alle Lanes die du bei Intel-Chipsätzen wie Z370 "mehr" hast teilen sich eine (proprietäre) Leitung mit ähnlicher Geschwindigkeit von AMDs x4 PCIe 3.0 (daran sind auch die x8 PCIe 2.0 angebunden). Diese Leitungen werden verwendet für SATA, USB, Ethernet, PCIe-Slots mit Ausnahme von x8 und x16,... Im Prinzip ist das also nur Lanesharing mit Switches. Das kannst du bei einem hochwertigen AM4 Board auch haben. AMD hat halt noch zusätzlich die 4x PCIE 3.0 für eine M.2 SSD und ein paar direkte USB-Verbindungen.
Hier für das 100er Chipset erklärt:
Intel's 100 Series Platforms Feature Less Connectivity Than You Might Expect