AMD RX Vega lebt: Kurioses Mainboard gesichtet

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AMD RX Vega lebt: Kurioses Mainboard gesichtet
Quelle: Aliexpress

In China ist ein NAS-Mainboard aufgetaucht, das auf einen längst eingestellten Intel-Prozessor mit Vega-Grafikeinheit setzt. Besonders an der ITX-Platine ist zudem die Ethernet-Anbindung.

AMDs 2017 vorgestellte Vega-Generation dürften die meisten wohl in Form der High-End-Grafikkarten RX Vega 64 und RX Vega 56 in Erinnerung behalten haben. Doch während die genannten Desktop-Modelle recht schnell obsolet wurden, kam die Vega-Architektur noch lange in AMDs APUs zum Einsatz. Und nicht nur das: Auch Intel nutzte damals Vega-Chips, um damit die Kaby-Lake-G-Prozessoren zu bestücken. Ein ebensolcher SoC feiert nun offenbar sein Comeback - und zwar in China.

Seltener SoC und viele Ports

Konkret listet die Webseite Aliexpress ein für NAS-Systeme gedachtes Mainboard namens Topton N9, das auf einen Intel Core i7-8705G und damit auch eine auf demselben Package verbaute Vega-GPU setzt. Die genannte Hardware ist dabei bereits fest auf der Platine verlötet, lediglich der RAM und der Speicher können gewechselt werden. Auffällig an dem kompakten ITX-Mainboard sind zudem die vielen LAN-Ports: Gleich acht 2,5-GBit-Anschlüsse werden über den Intel-Controller i226 angebunden.

Auf dem Topton N9 ist ein Intel Core i7-8705G verbaut und damit auch eine Vega-GPU auf demselben Package. Quelle: Aliexpress Auf dem Topton N9 ist ein Intel Core i7-8705G verbaut und damit auch eine Vega-GPU auf demselben Package. Dafür muss man allerdings recht tief in die Tasche greifen. Rund 325 Euro kostet das Mainboard ohne Kühler, und mit diesem werden 350 Euro fällig. Angesichts des hohen Alters des verbauten SoCs dürfte es für NAS-Systeme, in denen die Effizienz eine große Rolle spielt, damit wohl bessere Angebote geben. Nachdem Intels Kaby-Lake-G-Prozessoren mit Vega-GPU aber nur selten verbaut wurden, ist das kuriose Mainboard technisch durchaus spannend.

Auch interessant: Intels neuer CPU-Sockel: Diese Prozessoren bedienen LGA1851 offenbar als erste

Für NAS-Systeme waren die Chips damals übrigens nicht gedacht, schließlich spielt dort die GPU eine untergeordnete Rolle. Und ebendiese ist eine Stärke des SoCs, denn das im Core i7-8705G verbaute Modell setzt auf stolze 1.280 Shader und 4 GiByte eigenen HBM-Speicher. Verglichen mit damaligen APUs, die nur über etwas mehr als halb so viele Shader verfügten, bot der Intel-SoC mit Vega-GPU somit deutlich mehr Grafikleistung

Quelle: Aliexpress via Videocardz

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von NiXoN
        ich liebe die CPU und auch wenn mein Lappi mal die Hufe hoch macht muss die auf jeden Fall in die Vitrine.
        Eine Intel CPU mit einer AMD GPU haben damals schon alle für einen April-Scherz gehalten, mittlerweile hab ich einen Lappi und einen NUC hier und der Lappi ist nach wie vor, für mobile Dinge, noch im Einsatz.
        Einen DTR hab ich dann noch für die alltäglichen Angelegenheiten, ich danke da würde mir die Leistung schnell fehlen, aber was er macht macht er gut.

        Ich hab auch schon Anno 1800 mit dem gespielt, und das war keine Briefmarken-Grafik damals.
        Spiele immer noch gelegentlich mit dem Teil, die APU ist übertaktet und mit Flüssigmetall versehen und leistet so gute Dienste. Sogar Warhammer 3 hab ich dem Teil zugemutet.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von NiXoN
        ich liebe die CPU und auch wenn mein Lappi mal die Hufe hoch macht muss die auf jeden Fall in die Vitrine.
        Eine Intel CPU mit einer AMD GPU haben damals schon alle für einen April-Scherz gehalten, mittlerweile hab ich einen Lappi und einen NUC hier und der Lappi ist nach wie vor, für mobile Dinge, noch im Einsatz.
        Einen DTR hab ich dann noch für die alltäglichen Angelegenheiten, ich danke da würde mir die Leistung schnell fehlen, aber was er macht macht er gut.

        Ich hab auch schon Anno 1800 mit dem gespielt, und das war keine Briefmarken-Grafik damals.
        Spiele immer noch gelegentlich mit dem Teil, die APU ist übertaktet und mit Flüssigmetall versehen und leistet so gute Dienste. Sogar Warhammer 3 hab ich dem Teil zugemutet.
      • Von NiXoN Software-Overclocker(in)
        Zitat von Gurdi
        Ich schreibe quasi gerade mit meinen Laptop über eben diese Plattform. Abgesehen von dem dürftigen Treibersupport und den zu wenigen Kernen, wie es zu der Zeit bei Intel üblich war, ist das eine sehr gute APU.
        ich liebe die CPU und auch wenn mein Lappi mal die Hufe hoch macht muss die auf jeden Fall in die Vitrine.
        Eine Intel CPU mit einer AMD GPU haben damals schon alle für einen April-Scherz gehalten, mittlerweile hab ich einen Lappi und einen NUC hier und der Lappi ist nach wie vor, für mobile Dinge, noch im Einsatz.
        Einen DTR hab ich dann noch für die alltäglichen Angelegenheiten, ich danke da würde mir die Leistung schnell fehlen, aber was er macht macht er gut.

        Ich hab auch schon Anno 1800 mit dem gespielt, und das war keine Briefmarken-Grafik damals.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        geiles Frankenstein Ding! unbedingt ein Testvideo machen, sowas kann man doch mal voll ausschlachten für Spezialberichte
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        100 Euro für einen 2,5er 8-Fach-Switch und 40-Euro für einen Gammel-Router oder ähnliches, falls USB oder SATA benötigt werden, dürfte schon reichen und deutlich weniger Strom verbrauchen. Aber für 380 US-Doller plus RAM plus Netzteil plus Gehäuse plus Systemmassenspeicher, insgesamt also eher um die 500 US-Doller, muss das Ding doch irgendwas besonders gut können?
        Naja, ein Computer kann mit dem Traffic so ziemlich alles machen. Je nachdem, was man vorhat, könnte es sein, dass Netzwerkhardware, die das gleiche ermöglicht, deutlich teurer und/oder weniger nutzerfreundlich ist. Wenn es nur darum geht, ein Laufwerk in ein LAN zu hängen und ein paar Netzwerkports zu haben, hast du aber natürlich Recht. Einen entsprechenden Router nutzen ja vermutlich viele sowieso schon, dann braucht man höchstens noch einen Switch.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Hätten die einen Broadwell oder Skylake mit Iris Pro genommen, hätte ich es ja noch eingesehen – Crystalwell als L4-Cache mag für diverse Zwecke gut sein. Aber Kaby Lake G war immer nur eine besonders kompakte Bauform für eine eigentlich dedizierte Grafikkarte. Die Vega und somit der HBM sind nur über PCI-E zu erreichen (ich glaube mich sogar an nur ×8 zu erinnern) und somit nur für explizit auf der GPU laufende Funktionen etwas wert.
        Ja, bei dem Board aus dem Artikel passt irgendwie gar nichts zusammen. Weil die acht Netzwerkports eine Seltenheit sind, habe ich mich mehr darauf fokussiert, die CPU als adäquat eingestuft und die GPU oder zumindest die damals vergleichsweise hohe Leistung derselben einfach ignoriert. Ist schön, eine zu haben, um die Kiste einzurichten, aber da hätte es jede andere auch getan. Aber auch dann wäre man flexibler und wohl auch günstiger unterwegs, wenn man einfach ein normales Board mit den nötigen Netzwerkanschlüssen ausstattet.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        100 Euro für einen 2,5er 8-Fach-Switch und 40-Euro für einen Gammel-Router oder ähnliches, falls USB oder SATA benötigt werden, dürfte schon reichen und deutlich weniger Strom verbrauchen. Aber für 380 US-Doller plus RAM plus Netzteil plus Gehäuse plus Systemmassenspeicher, insgesamt also eher um die 500 US-Doller, muss das Ding doch irgendwas besonders gut können? Etwas, dass z.B. eine der weit verbreiteten Gemini-Lake-Plattformen nicht bieten kann? Und das sollte in Bezug zur Grafikeinheit stehen, denn es gibt so viele verlötbare CPUs ohne eine solche (Kaby Lake wäre naheliegend ) und die restliche verbaute Hardware könnte den Gesamtpreis unmöglich rechtfertigen, wenn man nahe 0 Euro für den gewählten Prozessor ansetzt.

        Hätten die einen Broadwell oder Skylake mit Iris Pro genommen, hätte ich es ja noch eingesehen – Crystalwell als L4-Cache mag für diverse Zwecke gut sein. Aber Kaby Lake G war immer nur eine besonders kompakte Bauform für eine eigentlich dedizierte Grafikkarte. Die Vega und somit der HBM sind nur über PCI-E zu erreichen (ich glaube mich sogar an nur ×8 zu erinnern) und somit nur für explizit auf der GPU laufende Funktionen etwas wert.
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