Nvidia Titan V: Die GPU ist so groß, dass manche CPU-Wasserkühler wieder passen
Die riesige Chipfläche von 815 mm² plus die vier anliegenden HBM2-Stacks im Falle von Nvidias GV100-GPU hat einen bislang ungeahnten Vorteil gegenüber anderen Lösungen wie AMDs Vega 10 (Radeon RX Vega): Die Lochabstände kommen fast an jene des Sockels 775 heran, womit manche Nachrüstkühler passen, darunter Be quiets Silent Loop oder Alphacools Eisbaer.
Schon AMDs Fiji-GPU auf der Radeon R9 Fury (X) hatte einen schlechten Stand, was die Kompatibilität von Nachrüstkühlern anging. Mit Lochabständen von 64 mm ist das Package zu groß für gängige Grafikkartenkühler, gleichzeitig aber zu klein für CPU-AiO-Wasserkühler. Vega 10 auf der Radeon RX Vega 64 und 56 hat die gleichen Maße und damit das Problem geerbt. Die Webseite gamersnexus.com hat ausprobiert, welche Kompakt-Lösung auf Nvidias Titan V passen könnte, und dabei festgestellt, dass die Größe der GV100-GPU durchaus vorteilhaft ist.
Der GV100 ist der größte Siliziumchip, der jemals für den Massenmarkt gefertigt wurde. 815 mm² misst er alleine, dazu kommen die vier anliegenden HBM2-Stacks, die sich auf zwei Seiten verteilen. Aufgrund des großen Packages hat sich Nvidia für Lochabstände von 70 mm entschieden. Der Chiphersteller liegt damit fast auf dem Niveau von Intels altem Sockel 775 mit 72,5 mm. Hat eine Halterung längliche Löcher, um mehrere Sockel zu unterstützen, ist es gut möglich, dass sie auf die Titan V passt. Gamersnexus.com hat es mit einer Be quiet Silent Loop 280 mm versucht, die mit längeren Montageschrauben und Unterlegscheiben ohne sonstige Änderungen passt. Die nahezu baugleichen Eisbaer-AiO-Wasserkühlungen von Alphacool sollten ebenfalls passen. Die Schrauben sitzen lediglich etwas schief, sodass Nutzer beim Anpressdruck aufpassen müssen.
Solche Kühllösungen sind für die Titan V interessant, weil die GV100-GPU grundsätzlich ähnlich hoch takten kann wie Nvidias Pascal-Chips. Das Referenzdesign ist aber wie gewohnt sowohl power- als auch temperaturlimitiert, sodass sich die volle Leistung nicht entfalten lässt. Die Kompakt-Wasserkühlung behebt schon mal ein Problem. Das Powerlimit lässt sich über Tools auf 120 Prozent und somit 300 Watt erhöhen. In einem weiteren Video beschreibt gamersnexus.net eine mögliche "Shunt-Mod", bei der Flüssigmetallpaste auf Widerstände aufgetragen wird, um größere Ströme fließen zu lassen und damit den Controller auszutricksen. Damit ließe sich ein praktisches Taktlimit ermitteln.

Ich glaube in diesem Fall allerdings, dass jemand, der bereit ist 3.000 Euro pro GPU auszugeben, entweder keine Bastellösungen fahren will oder direkt in einen GPU-Wasserblock investiert.
Das hat den Vorteil, dass man PCIe-Slots spart und besser verschlauchen/verrohren kann. Es ist sieht zudem optisch ansprechender aus.
Das Beste daran ist: die Standardlüfter auf Grafikkarten drehen immer rauf und runter. Mit AIO immer die gleiche, leise Geräuschkulisse.
Auch hier gilt wieder: die verschiedenen Lochabstände sind ein Zugeständnis der Chiphersteller an die Board-/Kühlerhersteller. Keine technische, sondern eine rein finanzielle Maßgabe.
Ein CPU-Wasserkühler auf eine GPU zu schrauben ist eine nette Idee, die ja auch schon des öfteren umgesetzt wurde.
Ich glaube in diesem Fall allerdings, dass jemand, der bereit ist 3.000 Euro pro GPU auszugeben, entweder keine Bastellösungen fahren will oder direkt in einen GPU-Wasserblock investiert.
Das hat den Vorteil, dass man PCIe-Slots spart und besser verschlauchen/verrohren kann. Es ist sieht zudem optisch ansprechender aus.
Finde es ohnehin seltsam, dass die Lochabstände nicht bei allen Herstellern gleich sind - sowohl bei CPUs als auch GPUs. Da hätten doch alle was von. Und es gäb weniger Frustration bei den Verbrauchern, weil man einen Kühler nicht gedreht einbauen kann oder sonst was.
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