Thunderbolt 5: Intel leakt versehentlich Tempoverdopplung per USB-Typ-C
Intels Executive Vice President Gegroy Bryant hat Bilder einer Fabrikbesichtigung geteilt und dabei versehentlich geleakt, dass Intel für Thunderbolt 5 eine verdoppelte Datenrate von 80 GBit/s anpeilt. Es bleibt offenbar beim USB-Typ-C-Standard.
Es war naheliegend, dass bei Thunderbolt 4 nicht Schluss sein wird. Trotzdem waren einschlägige Daten, wie sie Intel nun versehentlich geleakt hat, noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Doch der Reihe nach. Was war eigentlich passiert? Intels Executive Vice President Gegroy Bryant ließ sich kürzlich beim Besuch einer Chipfabrik in Israel ablichten. Auf einem der Bilder erkennt man im Hintergrund ein Plakat mit technischen Hintergründen zur "80G PHY Technology". Dieses Protokoll wird dereinst vermutlich als Thunderbolt 5 an den Start gehen - und nach den Plänen Intels die Übertragungsrate von 40 auf 80 GBit/s verdoppeln.
Diese Technik setzt anscheinend auch weiter auf den USB-Typ-C-Anschluss, was eine Abwärtskompatibilität zum bisherigen Ökosystem nahelegt. Schon USB 4 und Thunderbolt 4 sind bereits eng miteinander verzahnt: Der eigentliche Unterschied liegt darin, dass bei USB 4 verschiedene Features wie das Tempo von 40 Gb/s nur optional sind, während bei Thunderbolt 4 das Maximum der Schnittstelle Pflicht ist. Es steht aufgrund dieser engen Verzahnung zu erwarten, dass auch Thunderbolt 5 und USB 5 wieder eine gemeinsame Basis nutzen. Voll ausschöpfen wird sie möglicherweise aber wieder nur Thunderbolt 5.
Um seine hohen Datenraten zu erreichen, soll Thunderbolt 5 eine ternäre Pulsamplitudenmodulation (PAM-3) einsetzen. Im Modulationssignal wird dazu die Amplitude drei verschiedener Zustände ausgewertet, konkret -1, 0 und +1. Zwei Takte übertragen dabei effektiv drei Bit. Neu ist das Verfahren nicht: Micron etwa baut bei GDDR6X sogar auf einen PAM-4-Ansatz.
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Wann Thunderbolt 5 den Endkundenmarkt erreicht, steht trotz Leak jedoch in den Sternen. Aktuell erfreuen sich nicht einmal USB 4 und Thunderbolt 4 einer größeren Verbreitung. Wenig überraschend hat Intel das verdächtige Foto auf Twitter auch schon wieder gelöscht - überliefert ist es unter anderem noch durch die Kollegen von Anandtech.
